Österreich

Österreich will Mittel für Absicherung jüdischen Lebens erhöhen

Die österreichische Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) Foto: imago images/photonews.at

Österreich will jüdisches Leben verstärkt fördern und schützen. Dazu sollen die Mittel im Österreichisch-Jüdischen Kulturerbegesetz von vier auf sieben Millionen Euro erhöht werden, teilte Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) am Dienstag in Wien mit. Diese Schritte seien nötig, weil der Antisemitismus im Land und anderswo um sich greife. »Das beste Mittel im Kampf gegen Antisemitismus ist die Förderung und die Sichtbarmachung jüdischen Lebens«, so die ÖVP-Politikerin.

Mitverantwortung Jüdisches Leben sei wesentlicher Teil der Geschichte Österreichs, sagte die Ministerin. Edtstadler erinnerte wenige Tage vor der festlichen Eröffnung der Salzburger Festspiele daran, dass auch dieses Kulturevent von Juden wie Hugo von Hofmannsthal und Max Reinhardt begründet wurde. Das Land - das sich erst spät zu seiner Mitverantwortung im Holocaust bekannt hat - verfüge über eine kleine, aber wachsende jüdische Gemeinde.

Dialog Die Mittel, die vom Parlament noch genehmigt werden müssen, würden unter anderem zum Schutz jüdischer Einrichtungen, aber auch für Projekte zum Dialog zwischen den Religionen - gerade mit der jungen Generation - benötigt, hieß es. Das bisherige Gesetz zur Absicherung des gemeinsamen Kulturerbes war 2021 rückwirkend zum Januar 2020 beschlossen worden. Die nach drei Jahren vorgesehene Evaluierung habe nun die Anpassung der Gelder bewirkt, so Edtstadler. dpa

Großbritannien

Angriff auf Ambulanzen

Eine iranisch-islamistische Terrorgruppe bekennt sich zu einem Anschlag auf den jüdischen Rettungsdienst Hatzola

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  25.03.2026

London

Nach Brandanschlag: König Charles übernimmt Schirmherrschaft für jüdische Sicherheitsorganisation

Das Engagement des Monarchen für »Toleranz, Inklusion und interreligiöses Verständnis« passe eng zur Arbeit des Community Security Trust, so die Organisation

 25.03.2026

Nachruf

Chuck Norris ist doch sterblich

Der Actionstar und Meme-König wurde 86 Jahre alt. Und war immer ein großer Freund Israels

von Sophie Albers Ben Chamo  25.03.2026

Russland

Kleines Haus, große Herausforderung

Einst trugen Schoa-Überlebende in Sankt Petersburg eine Ausstellung zusammen. Nun ist daraus ein Museum geworden, das auch jungen Menschen die jüdische Geschichte näherbringt

von Polina Kantor  24.03.2026

Belgien

Zwei Festnahmen nach Brandstiftung in Antwerpen

Zwei Minderjährige sollen an der Grenze zum jüdischen Viertel ein Auto angezündet haben

 24.03.2026

Großbritannien

Vier Krankenwagen vor Synagoge in Brand gesteckt

Die Londoner Polizei geht von einem antisemitischen Motiv aus

 23.03.2026

Journalismus

Neuer Georg Stefan Troller Preis ehrt Beiträge über jüdisches Leben

Er hat einst das Interview-Format revolutioniert. Ein neuer Journalisten-Preis wird im Namen des im September 2025 gestorbenen Schoa-Überlebenden Georg Stefan Troller ausgeschrieben

 20.03.2026

Irak

»Ich wurde von Idioten entführt«

903 Tage lang war die russisch-israelische Wissenschaftlerin Elizabeth Tsurkov als Geisel in der Gewalt pro-iranischer Terroristen. Dies ist ihre persönliche Feldstudie zur Brutalität autoritärer Regime

von Elizabeth Tsurkov  20.03.2026 Aktualisiert

New York

Zohran Mamdani missbraucht St. Patrick’s Day für Anklage gegen Israel

Elisha Wiesel wirft dem Bürgermeister vor, an dem irischen Feiertag »eine bösartige Ritualmordlegende gegen Juden« verbreitet zu haben, indem er behauptete, sie hätten in Gaza einen »Genozid« begangen

 19.03.2026