Berlin

Noch 50 jiddische Medien weltweit

Demnächst droht Funkstille. Foto: Flash 90

Nach Recherchen des Netzwerks Internationale Medienhilfe (IMH) gibt es weltweit noch etwa 50 jiddische Medien. Dazu gehörten mehr als 40 Druckmedien, neun Radioprogramme und ein TV-Programm, teilte das Netzwerk der deutschsprachigen Auslandsmedien und fremdsprachigen Inlandsmedien am Mittwoch in Berlin mit. Zudem gebe es weltweit noch zehn jiddische Theater.

Mehr als die Hälfte der über 40 existierenden Publikationen sei erst nach der Jahrtausendwende neu entstanden, und zwar fast ausnahmslos in und um New York. Darunter seien Wochenzeitungen, Newsletter, Kinderzeitschriften und Gratis-Anzeigenblätter.

Das etwa 1000 Jahre alte Jiddisch wird als Sprache heute hauptsächlich von orthodoxen und ultraorthodoxen Jüdinnen und Juden gesprochen, die in und um New York eine große Community bilden.

Sendungen aus Jerusalem, Boston und Winnipeg

Neben den USA sind nach Angaben der Internationalen Medienhilfe noch Polen, Russland, Schweden und die Niederlande Erscheinungsländer einzelner jiddischer Veröffentlichungen.

Besonders beachtenswert seien für Deutschsprachige die jiddischen Radioprogramme in aller Welt, die auch für deutsche Ohren verständlich seien, so das Netzwerk. Alle Programme könnten via Internet empfangen werden. Das Einschalten lohne sich unter anderem bei den wöchentlichen jiddischen Sendungen aus Jerusalem, Winnipeg (Kanada) oder Boston.

Jiddisch ist eine Sprache, die von aschkenasischen Juden in weiten Teilen Europas gesprochen und geschrieben wurde. Neben dem Hochdeutschen hat die Sprache auch hebräisch-aramäische, romanische und slawische Komponenten. epd

Raumfahrt

Jessica Meir fliegt zur Internationalen Raumstation

Jessica Meir soll acht Monate im All verbringen. Diese Tour ist für sie dieses Mal emotional besonders herausfordernd, wie sie bei einer Pressekonferenz erzählte

 09.02.2026

USA

Werbespot gegen Antisemitismus beim Super Bowl

Beim Finale der amerikanischen Football-Liga NFL wird auch ein Clip gegen Judenhass gezeigt. Finanziert hat ihn der jüdische Besitzer der »New England Patriots«, die heute Abend gegen die »Seattle Seahawks« antreten

 08.02.2026

Alice Zaslavsky

»Hühnersuppe schmeckt nach Heimat«

Die Kochbuch-Autorin kam als Kind mit ihrer Familie aus Georgien nach Australien und kennt die jüdische Gemeinde von Bondi Beach. Ein Gespräch über Verbundenheit, Gerüche und Optimismus

von Katrin Richter  08.02.2026

Europa

Das Verbindende über das Trennende stellen

Rund 450 orthodoxe Rabbiner und Gäste aus den europäischen Gemeinden tagten in Jerusalem. Im Mittelpunkt standen weniger politische Debatten als vielmehr der Austausch über praktische Fragen

von Michael Thaidigsmann  07.02.2026

Basketball

Ein »All-Star« aus dem Kibbuz

Mit Deni Avdija schafft es erstmals ein Israeli in die NBA-Auswahl der USA

von Sabine Brandes  07.02.2026

Italien

Viererbob und Eisprinzessin

Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina treten mindestens 16 israelische und jüdische Athleten an

von Sophie Albers Ben Chamo  06.02.2026

Frankreich

Haftbefehle wegen »Beihilfe zum Genozid«

Die Justiz wirft zwei französisch-israelischen Frauen vor, Hilfslieferungen in den Gazastreifen behindert zu haben

 05.02.2026

USA

»Get the fuck out of Minneapolis!«

Jacob Frey ist Bürgermeister der Stadt, die derzeit für das aggressive Vorgehen der ICE steht. Der Demokrat stellt sich energisch gegen die Immigrations-Politik von US-Präsident Donald Trump

von Eva Schweitzer  05.02.2026

Washington D.C.

Gates: »War dumm von mir, Zeit mit Epstein zu verbringen«

In den jüngst veröffentlichten Dokumenten zum Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Epstein tauchen viele prominente Namen auf - auch der des Microsoft-Mitgründers. Nun äußert er sich dazu

 05.02.2026