Geschichte

Niederlande prüfen Rolle der Bahn bei Judendeportation

Juden vor der Deportation in Amsterdam 1943 Foto: picture-alliance / akg-images

Geschichte

Niederlande prüfen Rolle der Bahn bei Judendeportation

Ergebnisse will das Institut in dreieinhalb Jahren vorlegen

 12.12.2022 15:45 Uhr

Die Niederlande lassen die Rolle ihrer Eisenbahn bei der Judendeportation während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg untersuchen. Außerdem soll die von den Niederländischen Eisenbahnen in Auftrag gegebene Untersuchung klären, inwiefern die Bahn die deutsche Kriegs- und Vernichtungsindustrie unterstützt und sich mitschuldig gemacht hat, teilte das Institut für Kriegs-, Holocaust- und Genozidstudien in Amsterdam am Montag mit.

Ergebnisse will das Institut in dreieinhalb Jahren vorlegen. Wie das Bahnunternehmen mitteilte, gehe es darum, das historische Verständnis und das Besinnen auf das eigene Handeln während der Kriegsjahre zu vertiefen.

Während der Nazi-Besatzung setzten die Niederlande spezielle Züge zur Deportation von Menschen in die Konzentrations- und Vernichtungslager der Deutschen ein. Die Niederländischen Eisenbahnen sprechen von einem schwarzen Kapitel in der Unternehmensgeschichte, 2005 entschuldigte sich die Bahn dafür.

Über 5000 Deportierte und Angehörige erhielten von dem Unternehmen im vergangenen Jahr eine Entschädigung, insgesamt zahlte die Bahn 43 Millionen Euro aus. dpa

London

Iraner wegen Ausspähung jüdischer Einrichtungen verhaftet

Die Antiterroreinheit der Londoner Polizei hat in der Nacht zehn Personen festgenommen, darunter vier mutmaßliche Spione der Islamischen Republik

 06.03.2026

Großbritannien

Radikal pragmatisch

Ahmed Fouad Alkhatib arbeitet an einem palästinensischen Staat. Für den brauche es vor allem Frieden und Zusammenarbeit in der Region, sagt der Mann, der in Gaza und in den USA aufgewachsen ist

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  04.03.2026

Österreich

Der jiddische Sherlock Holmes

Der Schriftsteller Jonas Kreppel schuf im Wien der k. u. k. Zeit einen jüdischen Meisterdetektiv. Nun wurde die Krimireihe von einem New Yorker Autor wiederbelebt

von Jörn Pissowotzki  04.03.2026

Kalifornien

»Tehrangeles« jubelt

Im Großraum Los Angeles lebt die größte persische Exilgemeinde der Welt. Sie unterstützt das militärische Vorgehen der USA und Israels. Auch über die Zukunft des Iran machen sich viele Gedanken

von Gunda Trepp  04.03.2026

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026

Schweiz

Drohung gegen koscheren Supermarkt

In Zürich ist es am Samstagabend zu einem Großaufgebot der Polizei vor jüdischen Einrichtungen gekommen

von Nicole Dreyfus  01.03.2026

Deutschland

Warnung vor Terror-Gefahr in Deutschland wegen Iran-Krieg

Wegen des Krieges in Nahost rechnet der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, mit einer »gesteigerten Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland«

 01.03.2026

Israel

Netanjahu an Iraner: »Vollendet es«

Regierungschef Benjamin Netanjahu richtet sich mit einer Ansprache auf Farsi an die iranische Bevölkerung

 01.03.2026

Iran

Britischer Verteidigungsminister: »Iran verliert die Kontrolle über seine Kommandostrukturen«

Großbritannien beteiligt sich am Militäreinsatz gegen den Iran. Verteidigungsminister Healey warnt vor wahllosen iranischen Angriffen

 01.03.2026