USA

Niederlage für Shmuley Boteach

Rabbiner Shmuley Boteach Foto: Marko Priske

Eigentlich wollte er am Dienstag in Fair Lawn, New Jersey, seine »Victory Party« feiern. Aber daraus wurde nichts. Der Rabbiner, Buchautor (Kosher Sex) und Fernsehstar Shmuley Boteach musste vor seinen enttäuschten Unterstützern eingestehen, dass er bei der Wahl zum US-Kongress dem bisherigen republikanischen Mandatsinhaber Bill Pascrell unterlegen ist. Pascrell holte mit 75 Prozent der Stimmen die deutliche Mehrheit. Der Republikaner Boteach kam auf nur 24 Prozent.

Der 1966 geborene orthodoxe Rabbiner hat eine umfangreiche Wahlkampagne hinter sich, die Medienberichten zufolge durch den israelischen Milliardär Sheldon Adelson mitfinanziert wurde. Boteach schreibt auf der Seite des Internetmagazins »The Times of Israel«, dass ihm »dieses Unternehmen« sieben Monate seines Lebens gekostet habe. Doch nun stehe fest: »Ich habe das Rennen um den Kongress verloren, aber mehr zu mir selbst gefunden.«

Religion Er habe eine Stimme für die universellen jüdischen Werte in der Politik sein wollen. Vor allem habe er zeigen wollen, dass religiöse Juden im politischen Leben der USA und in allen anderen Bereichen des amerikanischen Lebens bestehen können. »Kein einziges Mal während des Wahlkampfes hat mir irgendjemand das Gefühl gegeben, dass ich als Rabbiner nicht sein Kandidat sein könnte«, so Rabbi Boteach in »The Times of Israel«. Er beende diese Kampagne nun mit »positiver Energie und Würde«, eine weitere politische Betätigung schließe er für die Zukunft nicht aus.

Großbritannien

Brandanschlag in London: Untersuchungshaft für Verdächtige

Mehrere Krankenwagen eines jüdischen Rettungsdienstes in Golders Green werden in Brand gesetzt. Vor Gericht erschienen nun drei Verdächtige

 04.04.2026

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  04.04.2026

USA

So wild wie Doja Cat

Sie ist der einzige weibliche jüdische R&B-Superstar – und eine der erfolgreichsten Rapperinnen unserer Zeit

von Sarah Thalia Pines  04.04.2026

London

Jüdische Londoner fühlen sich von Aktivisten eingeschüchtert

Rund 40 Personen seien in ein jüdisch geprägtes Wohngebiet gezogen, hätten Parolen wie »Völkermord« skandiert und gefordert, der Staat Israel müsse verschwinden, sagen Augenzeugen

 01.04.2026

Nepal

Sederabend auf Rekordniveau

Wie Kathmandu zur Bühne einer der größten Pessachfeiern der Welt wurde

von Matthias Messmer  31.03.2026

Winnipeg

Jüdischer Anti-Zionist wird Chef der sozialdemokratischen NDP

Avi Lewis delegitimiere einen wesentlichen Teil jüdischer Identität, sagen jüdische Organisationen in Kanada

 31.03.2026

Österreich

Hamas-Narrative im ORF?

Für die Österreichische Medienbehörde ist klar, dass der ORF den Krieg im Gazastreifen in einer ausgestrahlten TV-Dokumentation verzerrt hat

von Nicole Dreyfus  30.03.2026

Porträt

Challa vom Prinzen

Idan Chabasov wurde mit seinen kunstvollen Zopfkreationen auf Instagram berühmt. Sein simples Rezept: Mehl, Wasser, Hefe und Verbundenheit zur jüdischen Gemeinschaft. Seine ersten Challot hat er in Berlin gebacken

von Nicole Dreyfus  29.03.2026

Gesa Ederberg

»Globaler und vielfältiger«

Die Berliner Rabbinerin über ihre neue Präsidentschaft der »Rabbinical Assembly«, amerikanische Kollegen und europäischen Elan

von Mascha Malburg  29.03.2026