Uruguay

Mörder schrie »Allahu Akbar«

Am vergangenen Dienstag wurde ein jüdischer Geschäftsmann in der Stadt Paysandu im Westen des Landes ermordet. Foto: Thinkstock

Nach dem Mord an einem jüdischen Geschäftsmann vergangene Woche in Uruguay ist das Simon-Wiesenthal-Zentrum besorgt darüber, dass sich der islamistische Terror in Lateinamerika ausbreitet. Das berichtete die Jewish Telegraphic Agency am Sonntag.

»Die Tatsache, dass der Mörder ›Allahu Akbar‹ schrie, zeigt, dass sich der islamistische Terrorismus aus dem Nahen Osten nach Lateinamerika ausbreitet«, schrieb Shimon Samuels, Direktor für internationale Beziehungen des Simon-Wiesenthal-Zentrums, in einem Brief an den Präsidenten von Uruguay, Tabare Vazquez. »Gaza hat keinen Platz in Uruguay«, so Samuels weiter.

Konvertiert Am vergangenen Dienstag wurde der 55-jährige Geschäftsmann David Fremd in der Stadt Paysandu im Westen des Landes ermordet. Der mutmaßliche Täter, ein 35-Jähriger, der zum Islam konvertiert ist, wurde festgenommen. Wie die Zeitung El Observador berichtete, sagte er bei der Vernehmung: »Wie Allah es befohlen hat, habe ich einen Juden getötet.«

Beobachter gehen davon aus, dass über die neue Art antisemitischer Gewalt auch bei der Plenarversammlung des Jüdischen Weltkongresses in Buenos Aires gesprochen wird. Von Dienstag bis Donnerstag kommen mehr als 400 führende Vertreter jüdischer Gemeinden aus aller Welt in der argentinischen Hauptstadt zusammen. ja

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