London

Messerangriff auf Rabbiner

Ein orthodoxer Jude im Stadtteil Stamford Hill in London (Archivbild) Foto: dpa

Nach dem Messerangriff auf einen orthodoxen Rabbiner am Freitag in London gehen die Ermittler von versuchtem Mord aus. Der Verdächtige wurde festgenommen. Er soll am Montag vor Gericht erscheinen, berichtete die britische Zeitung »The Guardian«.

Das Opfer war laut einem Bericht des »Jewish Chronicle « Rabbiner Alter Yaakov Schlesinger (50), der der Satmar-Jeschiwa im Stadtteil Stamford Hill angehört. Das Opfer wurde bei dem Angriff zu Boden geschlagen, erlitt mehrere Stichwunden und kam ins Krankenhaus. Der Rabbiner, Vater von sechs Kindern, sei in stabilem Zustand, hieß es.

BANK Der Angriff am Freitagmorgen ereignete sich in der Stoke Newington High Street. Der Rabbiner stand in einer Schlange vor einer Bank, als er plötzlich brutal attackiert wurde. Umstehende hätten den Angreifer festgehalten und der Polizei übergeben.

Die Polizei behandelt den Angriff laut Guardian nicht als Terrorangriff und hat bisher kein Motiv ausgemacht. Derzeit wird nach weiteren Zeugen gesucht. Am Tatort wurde ein Messer sichergestellt.

Der Community Security Trust der Juden in Großbritannien teilte mit, er sei in Kontakt mit der Polizei. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, ob der Angriff antisemitisch motiviert gewesen sei oder nicht. ag

Besuch

Milei ist in Israel, um die Botschaft in Jerusalem zu eröffnen

Der argentinische Präsident gilt als enger Verbündeter des jüdischen Staates, es ist sein dritter Besuch binnen zwei Jahren

 19.04.2026

Großbritannien

Weitere Synagoge in London angegriffen

Die Angriffe auf die jüdische Gemeinschaft in Großbritannien reißen nicht ab. Ein angeblicher Drohnenangriff auf die israelische Botschaft hat sich als Falschmeldung herausgestellt

 19.04.2026

Frankreich

Französisches Gericht: Antisemitismus kein Motiv für die Vergiftung jüdischer Familie durch Nanny

Ein Gericht in Versailles sieht Antisemitismus nicht als Motiv des Versuchs einer Nanny, ihre Arbeitgeber und deren Kinder zu vergiften

 19.04.2026

Spanien

Madrid ist raus

Premier Pedro Sánchez geriert sich und seine Anti-Israel-Politik seit dem 7. Oktober 2023 als vorbildlich. Das hat nun Folgen

von Michael Ludwig  19.04.2026

Iran

Iran macht Öffnung der Straße von Hormus rückgängig

Keine 24 Stunden nach der Zusage des Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, wurde sie wieder zurückgenommen.

 19.04.2026

Frankreich

43 Jahre nach Anschlag auf jüdisches Lokal: Verdächtiger Palästinenser ausgeliefert

Der Anschlag auf das »Chez Jo Goldenberg« in der französischen Hauptstadt am 9. August 1982 erschütterte das Land und seine jüdische Gemeinschaft schwer

 17.04.2026

New York

Die Tiger der Tora

Einst feierten jüdische Fußballclubs in der Bronx das Leben, und sogar Marilyn Monroe kickte den Ball. Schwarz-weiße Erinnerungen zur Einstimmung auf die WM in den USA, Kanada und Mexiko

von Helmut Kuhn  16.04.2026

Ungarn

Wer ist Péter Magyar?

Viktor Orbán hat die Wahl verloren. Sein Nachfolger strebt weitreichende Veränderungen an. Doch bei vielen Themen setzt auch Magyar auf Kontinuität

von Michael Thaidigsmann  15.04.2026

Rom

Auch die »Trump-Flüsterin« Meloni fällt in Ungnade

Eigentlich gilt Italiens Ministerpräsidentin Meloni als Politikerin mit gutem Draht zu US-Präsident Trump. Nun attackiert er sie scharf. Der Schlagabtausch könnte für Meloni jedoch von Nutzen sein

von Robert Messer  15.04.2026