Fußball

Mehdi Mahdavikia im Iran wegen Israel-Flagge in der Kritik

Der ehemalige Bundesligaprofi Mehdi Mahdavikia wird im Iran wegen einer kleinen israelischen Flagge auf dem Trikot massiv angefeindet. Dem 44-Jährigen wird vorgeworfen, bei einem vom Weltverband FIFA organisierten Freundschaftsspiel ein Trikot getragen zu haben, auf dem auch die Flagge Israels gedruckt war.

Medienberichten vom Montag zufolge ist das Thema zu einem Politikum geworden und könnte für Mahdavikia große Folgen haben. Laut Nachrichtenagentur Ilna könnte Mahdavikia seinen neuen Job als Trainer der iranischen Nachwuchs-Nationalmannschaft verlieren.

Hamburger SV Hintergrund der Aufregungen um den ehemaligen Profi und Jugendtrainer des Hamburger SV ist ein Spiel Mitte Dezember in Katar. Bei der Partie ehemaliger Spieler einer arabischen All-Star-Mannschaft und einer Weltauswahl spielte Mahdavikia - als einziger Nicht-Araber - im arabischen Team mit. Auf den Trikots beider Mannschaften waren die Flaggen aller FIFA-Mitglieder gedruckt, auch die Israels.

Für die Mullahs im Parlament und ihnen nahe stehende Medien habe Mahdavikia die »Rote Linie« der Sportpolitik des Landes überschritten. Der Iran erkenne Israel als legitimen Staat nicht an, Mahdavikia habe diesen Grundsatz mit dem Tragen des Trikots untergraben. Teilweise werden die Anschuldigungen gegen Mahdavikia aber auch als absurd zurückgewiesen.

Das Spiel in Katar war kein offizielles Länderspiel, sondern Teil eines von der FIFA organisierten sportlichen Kulturprogramms. Mahdavikia habe ja nicht ohne Trikot aufs Spielfeld laufen können, hieß es zur Verteidigung. Mahdavikia selbst hat sich zu der Kritik direkt noch nicht geäußert. dpa/ja

Italien

Mann in Mailand wegen Anschlagsplänen auf Synagoge festgenommen

Im Großraum Mailand stellt die Polizei einen 22 Jahre alten Mann, der Anschläge auf eine Synagoge und eine islamische Einrichtung geplant haben soll. Die Hintergründe sind noch unklar

 29.10.2026

»A young woman in a dress and a man in a plaid shirt sit at a small outdoor restaurant table at night, smiling and talking, with food and drinks on the table and city lights in the background.«

Hollywood

Nach dem Happy End ist davor

In der dritten Staffel der Erfolgsserie »Nobody Wants This« machen Joanne und ihr »Hot Rabbi« den Neben-Romanzen Platz. Und dann wird auch noch konvertiert. Spoiler Alert

von Sophie Albers Ben Chamo  29.10.2026

Frankreich

»Freiheit ist leicht zu verteidigen«

Der Philosoph und Fernsehmoderator Raphaël Enthoven über Verantwortung, Spinozas Erbe und das Einzige, was uns wahrhaft zu erfüllen vermag

von Ute Cohen  28.10.2026

USA

Mike Tyson will seine Flagge zurück

Der Ex-Boxweltmeister legt sich mit einer Streetwear-Marke an, die ein altes Design in seinem Namen politisiert hat. Dabei geht es auch um Israel

von Hanna Persson  28.10.2026

Showbiz

Noah Wyle ist der »Sexiest Man Alive«, meint das »People«-Magazin

Der »The Pitt«-Star darf sich über den Titel freuen, der einst auch Harrison Ford schmückte. Seine Kinder sticheln schon, sagt Wyle

 28.10.2026

Medien

BBC zahlt 480.000 Euro Entschädigung nach Antisemitismus-Vorwurf

Die entlassene Produzentin Lucie Kon erhält fast 500.000 Euro von der BBC nach Antisemitismus-Vorwürfen. Nach dem 7. Oktober 2023 wurde ihre Arbeit beim öffentlich-rechtlichen Sender unerträglich

von Jamie Shapiro  27.10.2026

San Francisco/New York

KI mit Elvis-Songs gefüttert: Millionenklage gegen Anthropic

»Return To Sender« und diverse weitere Lieder des King of Rock’n’ Roll sollen ohne Zustimmung ins KI-Training geflossen sein

 27.10.2026

Island

Wo die Mikwe eine heiße Quelle war

Seit diesem Jahr hat der Inselstaat erstmals ein jüdisches Gemeindezentrum. Juden spielten in der Geschichte des Landes allerdings eine wichtigere Rolle als bisher bekannt

von Elke Wittich  26.10.2026

Miami

Bei den koscheren Panthern

Seit 2015 gibt es an der Florida International University die jüdische Studierendenorganisation »Hillel«. Zu Besuch an einem Nachmittag im Oktober

von Katrin Richter  26.10.2026