Marseille

Mann mit Messer nahe jüdischer Schule festgenommen

Der Mann soll Berichten nach zunächst von Sicherheitsbediensteten der Schule überwältigt worden sein. Foto: IMAGO / Martin Winter

Ein mit einem Messer bewaffneter Mann ist in der Nähe einer jüdischen Schule in Marseille festgenommen worden. Schülerinnen und Schüler seien am Freitagmorgen auf den etwa 60-Jährigen aufmerksam geworden, sagte die Polizeipräfektin Frédérique Camilleri der Zeitung »La Provence«.

Der Mann sei mit dem Messer bewaffnet aus einem Auto gestiegen und schließlich zu einem koscheren Lebensmittelgeschäft in der Nähe gegangen. Anschließend wurde er von der hinzugerufen Polizei festgenommen. Verletzt wurde niemand. Zum Tatmotiv gebe es derzeit keine Informationen, sagte Camilleri.

motiv Die Staatsanwaltschaft teilte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit, dass erste Untersuchungen darauf hindeuten, dass der Mann schizophren und derzeit nicht in Behandlung sein könnte. Es scheine nicht so, dass er zu einer Tat habe schreiten wollen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Der Mann soll Berichten nach außerdem zunächst von Sicherheitsbediensteten der Schule überwältigt worden sein. Die Schülerinnen und Schüler durften während des Einsatzes die Schule nicht verlassen. Franceinfo zufolge hat die Polizeipräfektur angeordnet, die Sicherheit rund um Einrichtungen der jüdischen Gemeinde in Marseille sofort zu verstärken.

Dank der Wachsamkeit der Sicherheitsbediensteten der jüdischen Schule sei ein Drama verhindert worden, heißt es in einer Reaktion der israelischen Botschaft in Frankreich.

Der Vorfall ereignete sich im 13. Arrondissement nordöstlich der Innenstadt von Marseille. Dank der Wachsamkeit der Sicherheitsbediensteten der jüdischen Schule sei ein Drama verhindert worden, heißt es in einer Reaktion der israelischen Botschaft in Frankreich auf Twitter. Die Regierung in Paris warnt dauerhaft vor möglichen Anschlägen im Land. Jüdische Einrichtungen gelten als besonders gefährdet. dpa

USA

Süß und gut zu werfen

»Sunkist Fruit Gems« gehören in vielen Gemeinden zum Feiern. Ihr angekündigtes Aus sorgte für Aufregung – nun kommen sie zurück

von Sophie Albers Ben Chamo  13.10.2026

»Imanuels Interpreten« (26)

Paul Simon: Der Brückenbauer

Seit den 60er Jahren schreibt und spielt der New Yorker Künstler Musik, deren Texte durchweg stark sind. Mehrere Generationen haben zugehört. Heute wird das jüdische Talent 85 Jahre alt

von Imanuel Marcus  13.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026

Porträt

Geboren in Auschwitz

Angela Orosz-Richt kam im Dezember 1944 in einer Baracke des deutschen Vernichtungslagers zur Welt. Im Januar wird sie bei der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag sprechen. Unserem Autor hat sie ihr bewegtes Leben geschildert

von Michael Thaidigsmann  09.10.2026

Österreich

»Die schönste Synagoge der Welt«

Nach aufwendiger Renovierung wurde der Wiener Stadttempel feierlich wiedereröffnet

von Stefan Schocher  08.10.2026

Miami

Tage wie Zwiebeln, Tage wie Honig

Zwei Überlebende des Nova Festivals haben drei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 über den Tag gesprochen, der alles veränderte

von Katrin Richter  08.10.2026

7. Oktober

London: Maskierte Aktivisten protestieren gegen jüdischen Dachverband

Antiisraelische Aktivisten haben den Jahrestag des 7. Oktober 2023 zum Anlass genommen, das Board of Deputies of British Jews verbal anzugreifen. Es gab mehrere Festnahmen

 07.10.2026

Top 50

Die einflussreichsten Juden

Wie in jedem Jahr hat die »Jerusalem Post« ihr Ranking veröffentlicht – mit mehr Frauen und Gruppenplätzen

von Michael Thaidigsmann  07.10.2026

Meinung

Seht her, Berlin und New York: Es geht auch anders

Gerade am 7. Oktober wäre von linker Seite mehr Feingefühl zu erwarten. Zürich zeigt es diesmal vor.

von Nicole Dreyfus  07.10.2026