Texas

Kleinstadt bestraft Israel-Boykott

Aufräumarbeiten: Hurrikan »Harvey« fegte Anfang September über den Süden der USA. Foto: dpa

Knapp zwei Monate, nachdem Hurrikan »Harvey« durch Texas fegte, sind die Wiederaufbauarbeiten in vollem Gang. Bereits im August sagte der Staat Hilfe zu, doch die muss beantragt werden.

Wer in der texanischen Stadt Dickinson, einem Vorort von Houston, einen Zuschuss für den Wiederaufbau bekommen möchte, muss erklären, dass er Israel nicht boykottiert und dies im Bewilligungszeitraum auch nicht tun wird. Ansonsten gibt es kein Geld vom Staat.

Das texanische Parlament verabschiedete im Mai ein Gesetz, das Befürworter der israelfeindlichen BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions) von staatlicher Hilfe ausschließt. Die Kommune Dickinson mit knapp 20.000 Einwohnern wendet das Gesetz jetzt erstmals an.

Kritik Vor allem bei der Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) stößt das Vorgehen auf Kritik. »Das First Amendment schützt das Recht der Amerikaner zu boykottieren«, erklärte der texanische ACLU-Regionaldirektor Andre Segura. Die Regierung könne die Hurrikan-Hilfe nicht von der politischen Meinung des Antragstellers abhängig machen. »Dickinsons Forderung erinnert an die McCarthy-Ära.«

Im Rathaus von Dickinson rudert man inzwischen ein wenig zurück. Bürgermeisterin Julie Masters sagte im Gespräch mit amerikanischen Journalisten: »Wir überprüfen die Einhaltung der Klausel nicht.« Und ihr Sekretär, Bryan Milward, fügte hinzu, er gehe nicht davon aus, dass Förderanträge abgelehnt werden. ja

Nordmazedonien

Brandanschlag auf Synagoge in Skopje

Zwei bislang unbekannte Täter verschafften sich Zugang zum Eingangsbereich des Gotteshauses und versuchten, ihn in Brand zu setzen

von Nicole Dreyfus  14.04.2026

Meinung

Israel, Ungarn und die Abwahl Viktor Orbáns

Mit dem langjährigen Ministerpräsidenten hatte der jüdische Staat einen Verbündeten in der EU. Dennoch könnte dessen Abwahl eine Chance sein, das ungarisch-israelische Verhältnis auf eine nachhaltigere Grundlage zu stellen

von Domokos Szabó  14.04.2026

Ungarn

Netanjahu gratuliert Wahlsieger Magyar – und lobt Orban

Israels Premier: »Orban ist ein wahrer Freund Israels, der fest an der Seite Israels stand angesichts ungerechter internationaler Verleumdungen«

 13.04.2026

Nachruf

Ein Leben, das amtlich nicht vorgesehen war

Mit Robert Kreutner ist einer der letzten Menschen, der 1938 vom St. Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger gerettet wurde, gestorben

von Stefan Keller  13.04.2026

Budapest

Nach Wahlsieg: Magyar äußert sich erstmals zu Israel

Ungarns designierter Ministerpräsident will künftig wieder mit dem Internationalen Strafgerichtshof kooperieren. Auch zu möglichen EU-Sanktionen gegen Israel bezog Péter Magyar Stellung

 13.04.2026

Meinung

Hoffentlich wird Viktor Orbán abgewählt

Am 12. April stehen in Ungarn Wahlen an. Unter seinem langjährigen Ministerpräsidenten ist das Land zu einem russischen U-Boot in der Europäischen Union geworden

von Joshua Schultheis  12.04.2026 Aktualisiert

Washington

Warum jetzt? Melania Trumps rätselhafter Epstein-Auftritt

Melania Trump tritt kaum allein vor die Presse. Doch jetzt spricht sie über ein Thema, das ihr Ehemann so gern umschiffen wollte: den Epstein-Skandal

 10.04.2026

Auszeichnung

Olaf Scholz bekommt die Leo-Baeck-Medaille

Das in New York ansässige Leo-Baeck-Institut würdigt den Altbundeskanzler. Laudator soll der frühere US-Außenminister Antony Blinken sein

 10.04.2026

Ukraine

Selenskyj: »Pessach handelt vom Sieg der Freiheit«

Der ukrainische Präsident empfängt zu Pessach Rabbiner in Kyjv und wendet sich mit einer Grußbotschaft an Juden in der gesamten Welt

von Eugen El  07.04.2026