USA

Kein Geld für Otto Warmbier

Pjöngjang, 29. Februar 2016: Otto Warmbier, der im März 2016 nach einem Schauprozess zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt wurde, wird Reportern präsentiert. Foto: dpa

Die US-Regierung hat nach Angaben von Präsident Donald Trump keinerlei Geld an Nordkorea für die medizinische Versorgung oder Freilassung des dort festgehaltenen und später gestorbenen US-Studenten Otto Warmbier gezahlt.

»Es wurde kein Geld für Otto Warmbier an Nordkorea gezahlt, nicht zwei Millionen Dollar und auch sonst nichts«, schrieb Trump am Freitag auf Twitter. Trump warf dagegen der Administration seines Amtsvorgängers Barack Obama vor, hohe Summen für die Freilassung von Geiseln gezahlt zu haben.

Washington post Die »Washington Post« hatte am Donnerstag berichtet, Nordkorea habe von der US-Regierung zwei Millionen Dollar für die medizinische Versorgung Warmbiers gefordert.

Anfang 2016 war der damals 21-Jährige nach einer Gruppenreise in Nordkorea bei der Ausreise festgenommen und wegen »feindlicher Handlungen gegen den Staat« zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden.

Anfang 2016 war der damals 21-Jährige nach einer Gruppenreise in Nordkorea bei der Ausreise festgenommen und wegen »feindlicher Handlungen gegen den Staat« zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Im Juni 2017 wurde er zurück in die USA gebracht und starb dort wenige Tage nach seiner Rückkehr. Er hatte damals schon 15 Monate im Koma gelegen.

Die Zeitung hatte gemeldet, als ein Sondergesandter und ein Arzt aus den USA nach Nordkorea geflogen seien, um Warmbier, der zu der Zeit schon lange im Koma lag, aus einem Krankenhaus abzuholen und zurück nach Amerika zu bringen, sei ihnen die Rechnung präsentiert worden – als Voraussetzung für eine Ausreise des jungen Mannes.

sondergesandter Nach Rücksprache mit der US-Regierung habe der Sondergesandte eine Vereinbarung zur Zahlung der Summe unterschrieben. Ob das Geld später je gezahlt worden sei, sei aber unklar. Das Weiße Haus hatte eine entsprechende Anfrage laut Bericht nicht kommentieren wollen.

Warmbiers Familie wirft der Führung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un vor, sie habe Otto Warmbier als Geisel genommen, als politischen Gefangenen gehalten und brutal misshandelt. Die Familie verklagte Nordkorea wegen »brutaler Folter und Mord«.  dpa

Italien

Waisenhaus in den Alpen

In einem ehemaligen Erholungsheim der faschistischen Jugend fanden nach dem Krieg junge Schoa-Überlebende vorübergehend ein neues Zuhause

von Jim G. Tobias  05.07.2020

NS-Raubkunst

Welfenschatz-Streit geht vor den US-Supreme Court

Seit Jahren weigert sich die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, den Welfenschatz als Raubkunst einzustufen - jetzt will das Oberste US-Gericht in dem Fall entscheiden

von Michael Thaidigsmann  02.07.2020

Polen

Neue Debatte um Verstrickung

Ein Buch über die Nazi-Kollaboration polnischer Polizisten während der Schoa stößt bei Nationalpopulisten auf Kritik

von Gabriele Lesser  02.07.2020

Brasilien

Auf und davon

Wohl um der Justiz zu entgehen, setzt sich Ex-Bildungsminister Abraham Weintraub nach seinem Rücktritt in die USA ab

von Andreas Knobloch  02.07.2020

YouTube Frankreich

Dieudonné-Kanal gelöscht

Der Franzose machte in letzter Zeit mehr mit Antisemitismus von sich reden als mit Humor - jetzt wurden seine Clips gelöscht

von Michael Thaidigsmann  01.07.2020

Großbritannien

Schwer getroffen

Warum britische Juden ein deutlich höheres Risiko als andere haben, an Covid-19 zu sterben

von Michael Thaidigsmann  01.07.2020

Justiz

Weinstein handelt Millionen-Vergleich aus

Die Anwälte der Opfer kritisieren die Einigung scharf

 01.07.2020

USA

Künstlerische Carepakete

Ein Obdachlosen-Chor in Los Angeles kämpft auch in Corona-Zeiten gegen Isolation und Verzweiflung

von Jessica Donath  28.06.2020

USA

Erfinder des »I love New York«-Logos gestorben

Der Designer Milton Glaser verstarb im Alter von 91 Jahren

 27.06.2020