Sudan

Kabinett will Gesetz zum Boykott Israels aufheben

Sudans Justizminister Nasredeen Abdulbari Foto: picture alliance / AA

Sudans Kabinett hat für die Aufhebung eines Gesetzes von 1958 gestimmt, das diplomatische und geschäftliche Beziehungen zu Israel verbietet, wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Die Entscheidung muss noch in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Souveränen Rat gebilligt werden, der gemeinsam mit dem Kabinett für die Gesetzgebung des Landes am Horn Afrikas zuständig ist.

abraham-abkommen Im Januar hatten der Sudan und Israel bereits eine wichtige Hürde zur Normalisierung ihrer Beziehungen genommen. Sudans Justizminister Nasredeen Abdulbari unterzeichnete bei einem Besuch des US-Finanzministers Steven Mnuchin die sogenannten Abraham-Abkommen, die die Entwicklung voller diplomatischer Beziehungen sowie Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit Israel voranbringen sollen. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Bahrain sowie zuletzt Marokko haben ähnliche Erklärungen abgegeben.

Der Sudan hatte bisher offiziell – wie viele arabische Länder – keine diplomatischen Beziehungen zu Israel. Das Land mit seinen 42 Millionen Einwohnern war unter dem autokratischen Präsidenten Omar al-Baschir lange Jahre isoliert und stand unter anderem auf der berüchtigten US-Liste staatlicher Unterstützer von Terroristen. Dies war ein Grund für die tiefe Wirtschaftskrise, in der der Staat im Nordosten Afrikas steckt und die zu Massenprotesten und dem Putsch gegen Al-Baschir führte. Seitdem bemüht sich die Übergangsregierung um bessere Beziehungen zur internationalen Gemeinschaft.  dpa

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Polizei stellt Suche ein

Europol hat die Ermittlungen im Fall der in Wien vermissten Israelinnen übernommen. Auch der Mossad soll vor Ort sein. Es wird davon ausgegangen, dass Mutter und Tochter nicht mehr in der Stadt sind

 14.08.2026

Antisemitismus

»Schade, dass Hitler den Job nicht vollendet hat«

Ein Mann aus Irland äußerte sich bei einer Begegnung mit jüdischen Touristen in einem französischen Supermarkt antisemitisch und drohte dem Paar gar mit Erschießung.

 14.08.2026

Wien

Vermisste Israelinnen: Gerüchte sorgen für Aktiensturz

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter in Österreich haben Gerüchte in den sozialen Medien zu einem Kurssturz bei der israelischen Bank geführt, bei der eine der Frauen arbeitet

 13.08.2026

Italien

Ein Tempel für alle

Über der Biennale in Venedig schwebt eine Synagoge. Was sich die ukrainische Künstlerin Anna Kamyshan dabei dachte und wie sie es geschafft hat

von Sophie Albers Ben Chamo  13.08.2026

Judenhass

Tourist mit Kippa in Rom zweimal attackiert

Antisemitische Vorfälle in Italien nehmen seit Jahren zu. Nun wurde ein junger Tourist in der Hauptstadt gleich zweimal angegriffen. Er trug eine Kippa

von Severina Bartonitschek  12.08.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität

von Nicole Dreyfus  12.08.2026

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Familie befürchtet das Schlimmste

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter gibt es neue Details. Unter anderem über die Unterkunft in Wien. In Israel wurde eine Nachrichtensperre erlassen

 12.08.2026 Aktualisiert

Schweiz

Den eigenen Weg gehen

Kollektive Begeisterung macht blind und dumm, ganz gleich, ob sie von rechts oder links kommt, findet Berns Botschafter in Israel. Und liefert literarische und filmische Quellen als Inspiration für das Schwimmen gegen den Strom

von Simon Geissbühler  11.08.2026

Frankreich

Schrecken der Milliardäre

Der jüdische Ökonom Gabriel Zucman fordert eine stärkere Besteuerung der Superreichen. Beim Geldadel stoßen seine Ideen jedoch auf heftigen Widerstand

von Christine Longin  11.08.2026