Brooklyn

Junger Muslim geehrt

Ahmed Khalifa (3.v.r.) erhielt zum Dank für seine Hilfe einen gespendeten Laptop für sein Collegestudium. Foto: screenshot JA

In Brooklyn haben Politiker und Vertreter der jüdischen Gemeinde Ende vergangener Woche einen 17-jährigen Muslim geehrt. Wie die Jewish Telegraphic Agency meldete, hatte Ahmed Khalifa Ende Dezember einer orthodoxen Frau geholfen, die in der U-Bahn zusammengeschlagen worden war.

Khalifa hatte den Zug gestoppt, damit die bewusstlose Frau ärztliche Hilfe erhalten konnte. Während sie in ein Krankenhaus gebracht wurde, verfolgte der junge Mann den Täter und gab einer jüdischen Sicherheitspatrouille Bescheid, die wiederum die Polizei benachrichtigte.

In der Nähe einer Bushaltestelle beobachtete Khalifa den Angreifer, bis die Polizei eintraf. Die nahm den mutmaßlichen Täter fest und identifizierte ihn als Rayvon Jones (31).

lob Dov Hikind, Mitglied des New Yorker Stadtrats, überreichte Ahmed Khalifa vergangenen Donnerstag zum Dank einen gespendeten Laptop für sein Collegestudium und lobte seine Tat.

Hikind hob hervor, dass Khalifa Muslim ist und einer orthodoxen jüdischen Frau geholfen hat. In unserer Zeit »ist es erfreulich, eine solche Geschichte zu sehen. Sie wird in unseren Gemeinschaften Nachhall finden«, sagte Hikind, ein orthodoxer Jude, bei der Zeremonie, an der auch Vertreter von Religionsgemeinschaften teilnahmen.

Er sei ein ganz gewöhnlicher Junge, erklärte Ahmed Khalifa. »Ich denke, jeder sollte dies tun, weil wir doch schließlich alle ein Volk sind. Ich würde jedem helfen, egal, wer er ist.« ja

St. Petersburg

Im Licht der Weißen Nächte

Die Mitternachtsdämmerung des Nordens weckt Erinnerungen an Märchen und führt unseren Autor zurück in seine Kindheit im damaligen Leningrad

von Vladimir Vertlib  18.06.2026

Schweiz

Jugendlicher plante Blutbad

Der Prozess gegen einen Schüler, der einen Juden in Zürich töten wollte, beginnt am 1. Juli. Die Anklageschrift zeichnet das Bild eines sich früh radikalisierenden Jugendlichen

von Nicole Dreyfus  18.06.2026

USA

Nach antisemitischer Bewerbung: Rechtsextreme feiern Cornell-Studenten

Der 19-jährige Austin Franco wird für ein Praktikum von einem Softwareunternehmen der Brüder Gabe und Aiden Einhorn angenommen. Doch dann schreibt er, er sei »nicht daran interessiert, für einen Juden zu arbeiten«

 18.06.2026

Belarus

Antisemitische Ausfälle aus Minsk

Ein Interview des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko belastet das bilaterale Verhältnis mit Israel

von Alexander Friedman  17.06.2026

Bonn/Berlin

»Habt keine Angst«: Zeitzeuge Marian Turski vor 100 Jahren geboren

Er gehörte zu den bekanntesten Schoa-Überlebenden. Seine Worte ermutigen viele Menschen auch über seinen Tod im Jahr 2025 hinaus. Zum 100. Geburtstag blickt ein Freund Turskis auf die Zukunft des Erinnerns

 16.06.2026

Interview

»Mir wurde immer wieder vorgeworfen, ich sei zu proisraelisch«

Der Schweizer Politiker und Ständerat Daniel Jositsch über die wahren Gründe für seinen Austritt aus der SP, postkoloniale Irrwege und den Antisemitismus innerhalb der Linken

von Nicole Dreyfus  16.06.2026

Albanien

Flamingos gegen Kushner

In Tirana wächst der Widerstand gegen einen Inselverkauf. Präsident Edi Rama wirft den Demonstranten Antisemitismus vor. Zu Recht?

von Adelheid Wölfl  16.06.2026

Großbritannien

Einstufung von Palestine Action als Terrorgruppe ist rechtens

Ein Berufungsgericht in London hat der Regierung von Premier Keir Starmer Recht gegeben und das Verbot der militant antiisraelischen Gruppierung bestätigt

 15.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  15.06.2026