USA

Jüdische Universität lehnt LGBTQ-Clubraum ab - und ruft nun das Oberste US-Gericht an

Die Bibliothek der Yeshiva University in New York Foto: imago images/Xinhua

Die New Yorker orthodoxe jüdische Yeshiva University hat das Oberste US-Gericht angerufen, weil es LGBTQ-Studierenden keinen Clubraum zur Verfügung stellen will. Mit dem Dringlichkeitsantrag wolle die Uni-Leitung das Urteil einer unteren Gerichtsinstanz blockieren, hieß es in US-Medien. Die Richter hatten die jüdische Hochschule verpflichtet, unverzüglich einen Raum zu überlassen.

Eingriff Diese Entscheidung sei ein »noch nie da gewesener Eingriff in die religiösen Überzeugungen der Yeshiva und die religiöse Ausbildung ihrer Studenten im jüdischen Glauben«, heißt es in dem Antrag. Der Schritt ist eine Reaktion auf die Klage einiger Studierender, die sich seit 2019 für eine von der Hochschulleitung anerkannte LGBTQ-Studentengruppe einsetzt. Im April 2021 hatten vier Studierende die Uni wegen Diskriminierung verklagt; im Juni entschied das höchste Gericht von New York County zu ihren Gunsten.

In dem Rechtsstreit geht es auch um die Frage, ob die Universität als religiöse Einrichtung gilt. 1967 hatte die Yeshiva University ihre Satzung geändert; seither wird ein religiöser Charakter der Hochschule nicht mehr ausdrücklich genannt. kna

Buenos Aires

Argentinien: Richter ordnet Prozess wegen Terroranschlags von 1994 an

Über 32 Jahre ist es her, dass Terroristen einen Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA in Buenos Aires verübten. 85 Menschen wurden ermordet. Nun entschied ein Richter, den Prozess gegen die Verdächtigen zu eröffnen

 22.09.2026

Kanada

Schüsse vor Synagoge: Polizist und mutmaßlicher Angreifer schwer verletzt

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend, während sich rund 25 Menschen in der Sons of Jacob Synagogue zum Jom Kippur versammelt hatten

 22.09.2026

Österreich

Bericht: Wien wird zur Anlaufstelle für deutsche Juden

Wien als sicherer Hafen für Juden? Immer mehr jüdische Familien zieht es dem Vernehmen nach aus Deutschland in die österreichische Hauptstadt. Antisemitismus nimmt aber auch hier zu

 20.09.2026

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 19.09.2026

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  19.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 18.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke durch arabische Männer: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Nachruf

Peter Max: Der Künstler hinter den bunten Bildern der Hippie-Ära

Peter Max Finkelstein ist tot. Er wurde in Berlin geboren. Seine Familie und er flohen vor den Nazis nach Shanghai und kamen später über Israel nach Amerika.

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken

von Leticia Witte  17.09.2026