Festival

Jüdische Kultur bei »Singers Warschau«

The Klezmatics bei »Singers Warschau«, September 2016 Foto: dpa

Mit Konzerten, Lesungen und Ausstellungen beginnt an diesem Samstag das jüdische Kulturfestival »Singers Warschau«. Bereits zum 16. Mal feiert die Warschauer Stiftung »Schalom« damit den polnisch-jüdischen Literaturnobelpreisträger Isaac Bashevis Singer.

»Das Festival bringt nicht nur die jüdische Kultur der Vorkriegszeit zurück, es zeigt auch, wie sie heutzutage aussieht und wie vielfältig sie ist«, sagte Remigiusz Grzela vom Jüdischen Theater Warschau der dpa.

programm Auf dem Programm stehen in der polnischen Hauptstadt rund 250 Veranstaltungen. Unter anderem sind Theaterstücke, Filmvorführungen und Stadtführungen geplant. Zu Gast sind Künstler wie die israelische Sängerin und Pianistin Noam Vazana sowie Tomasz Kukurba von der polnischen Klezmer-Bend Kroke und die Jazzband Mlynarski-Masecki, die 100 Jahre alte Stücke polnisch-jüdischer Komponisten präsentieren wird. Das Festival endet am 1. September mit einem Konzert auf dem Warschauer Grzybowski-Platz.

Der polnisch-amerikanische Schriftsteller Singer verfasste Romane, Kurzgeschichten und Essays auf Jiddisch. 1978 wurde er dafür mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Er starb 1991.  dpa

Belgien

Uni-Rektorin: »Haben bereits viele Partnerschaften verloren«

Die Besetzer verlangen einen vollständigen Boykott Israels und wollen weitermachen - obwohl die Uni-Leitung ihnen nun erneut entgegenkam

von Michael Thaidigsmann  15.05.2026

Jewrovision 2026

Die Nervosität steigt…

Schon bald gehen die Scheinwerfer an und 600 jüdische Jugendliche aus ganz Deutschland werden ihre Showacts zum Besten geben

von Nicole Dreyfus  15.05.2026

Genf

Ronald Lauder warnt vor Entfremdung zwischen Israel und der Diaspora

»Wir müssen bestehende Risse reparieren, bevor es zu spät ist«, sagt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses

 15.05.2026

Nachruf

Mann mit Prinzipien

Ein halbes Jahrhundert lang stand »Abe« Foxman im Dienst der Anti-Defamation League, die Hälfte davon als ihr Chef. Nun ist der Schoa-Überlebende im Alter von 86 Jahren gestorben

von Michael Thaidigsmann  14.05.2026

Washington D.C.

Mehr als eine Million Dollar für Schutz jüdischer Einrichtungen in Los Angeles

Das Geld fließt ins Community Security Initiative Program. Das Projekt arbeitet mit jüdischen Einrichtungen zusammen und koordiniert Kontakte zu Sicherheits- und Rettungsbehörden

 12.05.2026

Jubilar

Architektur als Zeichen der Hoffnung - Daniel Libeskind wird 80

Das Jüdische Museum Berlin, der Masterplan für Ground Zero in New York: Für den Amerikaner ist Bauen Teil der Erinnerungskultur

von Sigrid Hoff  12.05.2026

Meinung

Wer definiert das Judentum?

Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg im Üechtland verleiht dem messianischen Rabbiner Mark S. Kinzer die Ehrendoktorwürde. Das belastet das jüdische Verhältnis zu einem katholischen Partner

von Zsolt Balkanyi-Guery  12.05.2026

Essay

Warum ich Zionist bin

Heute ist Zionismus für viele ein Schimpfwort und gleichbedeutend mit Rassismus. Da muss eine Verwechslung vorliegen. Antizionismus ist Rassismus. Der Zionismus ist die selbstverständlichste Antwort auf zweitausend Jahre Verfolgung, Vertreibung und Völkermord

von Mathias Döpfner  12.05.2026

Runder Geburtstag

Meister der Linien: Architekt Daniel Libeskind wird 80

Er hat weltberühmte Gebäude entworfen – aber noch nie eines für sich selbst. Für den Architekten ist das gar kein Widerspruch, denn ihn interessiert ja etwas anderes

von Julia Kilian  11.05.2026