Lugansk

Jüdische Gemeinde trauert um zwei Mitglieder

Bei der Explosion zerstörtes Gebäude in Lugansk Foto: dpa

In der umkämpften ostukrainischen Stadt Lugansk sind zwei jüdische Frauen, Mutter und Tochter, durch eine Explosion getötet worden.

In einer Trauermitteilung auf der Website der jüdischen Gemeinde Lugansk heißt es, die beiden Opfer, Svetlana Sitnikov und Anna Sitnikov, hätten am Freitag auf einem Zebrastreifen gestanden, als sich die Explosion ereignete. »Der Allmächtige tröste die Angehörigen zusammen mit allen Trauernden um Zion und Jerusalem«, hieß es weiter auf der Website.

sohn Zelig Brez, Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde von Dnepropetrowsk, sagte der Nachrichtenagentur JTA, Svetlana Sitnikov (57) und ihre Tochter Anna (31) hätten sich auf den Weg gemacht, um Schuhe zu kaufen. Fünf Minuten später gab es die Explosion. Der vierjährige Sohn von Anna Sitnikov, Vadim Sitnikov, habe nur deshalb überlebt, weil sein Großvater ihn kurz zuvor abholte, um auf ihn aufzupassen.

Mutter und Tochter gehörten laut Brez zu den aktivsten Mitgliedern der jüdischen Gemeinde von Lugansk. Die Stadt ist zwischen pro-russischen Separatisten und ukrainischen Regierungstruppen heftig umkämpft. ja

www.jewishlugansk.com/news/?id=860#.U8zhgbGR1I2

Nachruf

Gloria Steinem: Ein Leben im Dienst der Gleichberechtigung

Die Journalistin und feministische Aktivistin starb im Alter von 92 Jahren. Mit ihrem Magazin »Ms.« veränderte sie den Blick auf Frauen nachhaltig

 04.09.2026

Schweiz

»Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen!«

Der neunjährige Nathan Hertig ist eines von 25 jüdischen Kindern des FC Hakoah Zürich, die die Profis des FC Zürich ins Stadion begleiten durften. Im Interview erzählt er von diesem Erlebnis

von Nicole Dreyfus  03.09.2026

Terezín 2050

Theresienstadt: Zwischen Gedenken und Weiterleben

Einst Habsburger Festung, dann NS-Ghetto, heute tschechische Kleinstadt: Terezín (Theresienstadt) ist Erinnerungsort und lebendige Stadt zugleich. Internationale Forscher suchen nach Perspektiven für den Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft

 03.09.2026

Ungarn

Jüdisches Leben nach Orbán

Die neue Regierung verspricht eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Judenhass – und Partnerschaft auf Augenhöhe

von György Polgár  03.09.2026

USA

Warum Punk so jüdisch ist

In New York fing es an. In London wurde es Modetrend. Aber was hat eigentlich Lenny Bruce damit zu tun?

von Sarah Thalia Pines  31.08.2026

Interview

»Die Lage der schwedischen Juden ist schrecklich«

Schwedens Bildungs- und Integrationsministerin Simona Mohamsson über den Davidstern und die Vermischung von Israel-Kritik und Antisemitismus

von Michael Thaidigsmann  31.08.2026

Birmingham

Ermittlungen gegen früheren Polizeichef wegen Ausschluss israelischer Fußballfans

Der Ausschluss von Anhängern des israelischen Fußballclubs Maccabi Tel Aviv bei dessen Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres in Großbritannien hat ein Nachspiel

 28.08.2026

Social Media

Prozess: Mark Zuckerbergs Meta will knapp 17 Milliarden Dollar zahlen

Das historische Verfahren zwischen Tech-Gigant Meta und fast allen US-Bundesstaaten gilt rechtlich nur für die USA. Doch es könnte auch globale Auswirkungen haben

 28.08.2026

Vereinte Nationen

Generalsekretär Guterres: UN-Sonderberichterstatter »völlig außer Kontrolle« in Bezug auf Israel

Der scheidende UN-Generalsekretär António Guterres hat die extreme Einseitigkeit einiger UN-Sonderberichterstatter bezüglich des jüdischen Staates eingeräumt. Eine allgemeine Voreingenommenheit der UNO gegenüber Israel sieht er aber nicht

 28.08.2026