Hurrikan Harvey

Houston in Not

Vor allem Vororte im Südwesten der Stadt stehen unter Wasser. Foto: dpa

Der Hurrikan Harvey hat das Leben in der texanischen Millionenstadt Houston nahezu lahmgelegt. Der stärkste Wirbelsturm seit zwölf Jahren erreichte am Freitagabend Texas und brachte enorme Niederschläge mit sich. Vor allem Vororte im Südwesten der Stadt stehen unter Wasser. Ein Ende des Regens ist nicht in Sicht.

Auch die jüdische Gemeinschaft ist von dem Hurrikan betroffen. Die meisten Gemeindezentren bleiben seit Freitag vorsorglich geschlossen.

Rettung Wie die Jewish Federation of Houston auf ihrer Facebookseite schrieb, versorge man die von den Fluten eingeschlossenen Menschen mit Wasser, Nahrung und Medikamenten und bemühe sich, ihre Rettung zu organisieren. Viele Familien warten auf Boote oder Hubschrauber, die sie aus dem Katastrophengebiet in Sicherheit bringen.

Auch die örtliche Niederlassung von Chabad in der texanischen Stadt Corpus Christi rund 150 Kilmeter südlich von Texas versucht zu helfen. »Wir unterstützen unsere Nachbarn und Freunde, die stark betroffen sind«, erklärte Rabbi Naftali Shmukler auf Facebook. »Wir arbeiten mit Freiwilligen zusammen, die Wasser und Generatoren für die Bewohner in den am stärksten betroffenen Gebieten von Padre Island in Corpus Christi, Port Aransas und Rockport bringen.«

Viele jüdische Organisationen, darunter die Jewish Federations of North America, errichteten Hilfsfonds und rufen zu Spenden auf: www.bit.ly/2xEyWvy. ja

Alija

Sprunghafter Anstieg: Mehr Juden sagen Frankreich Adieu

2025 hat sich die Zahl der jüdischen Auswanderer nach Israel fast verdoppelt. Experten machen dafür vor allem den wachsenden Antisemitismus verantwortlich

 08.01.2026

Entführungsfall

Jugendamts-Zeugin im Block-Prozess: »Unglaubliche Belastung«

In dem Hamburger Prozess geht es eigentlich um die Entführung der Block-Kinder. Die hat aber eine jahrelange Vorgeschichte. Eine Jugendamts-Mitarbeiterin schildert eine wichtige Wende im Sommer 2021

von Stephanie Lettgen, Bernhard Sprengel  08.01.2026

Fußball

England als neue Chance? Daniel Peretz verlässt Hamburger SV

Nach der missglückten Leihe zum Hamburger SV geht es für Bayern-Torhüter Daniel Peretz in England weiter. Dort trifft er auf einen deutschen Trainer

 08.01.2026

Los Angeles

Sega-Mitgründer David Rosen im Alter von 95 Jahren gestorben

Der Unternehmer aus New York ging in den 1950ern nach Japan und importierte Fotoautomaten. Später folgten Flipper-Automaten und Jukeboxen

 08.01.2026

Meinung

Instrumentalisiertes Leid kennt keine Moral

Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana braucht es Mitgefühl und Respekt. Wer eine lokale Tragödie von existenzieller persönlicher Wucht für politische Deutungen missbraucht, handelt zynisch – und entwürdigt die Betroffenen.

von Nicole Dreyfus  08.01.2026

Interview

»Die ICZ gehört zu mir – und ich gehöre zu ihr«

Sie will Brücken bauen, ohne den Rahmen zu sprengen. Die neu gewählte ICZ-Präsidentin Noëmi van Gelder spricht über Tradition und Offenheit, über Sicherheit in bewegten Zeiten – und darüber, wie jüdisches Leben in Zürich sichtbar, stark und gemeinschaftlich bleiben kann

von Nicole Dreyfus  08.01.2026

Jerusalem

Gedenkstätte Yad Vashem verweigerte Selenskyj Rede

Kurz nach Kriegsbeginn in der Ukraine wollte Selenskyj in Yad Vashem sprechen. Aber durfte nicht. Der Gedenkstätten-Vorsitzende nennt nun dafür klare Gründe

 07.01.2026

Venezuela

Kraft für den Neuanfang?

Trotz der spektakulären Festnahme des Diktators Nicolás Maduro durch die USA blickt die jüdische Gemeinde des Landes in eine ungewisse Zukunft

von Michael Thaidigsmann  07.01.2026

Schweiz

Trauer um Alicia, Diana und Charlotte

Bei der Brandkatastrophe im Nobel-Skiort Crans-Montana sind auch drei junge jüdische Frauen ums Leben gekommen

von Nicole Dreyfus  07.01.2026