Hurrikan Harvey

Houston in Not

Vor allem Vororte im Südwesten der Stadt stehen unter Wasser. Foto: dpa

Der Hurrikan Harvey hat das Leben in der texanischen Millionenstadt Houston nahezu lahmgelegt. Der stärkste Wirbelsturm seit zwölf Jahren erreichte am Freitagabend Texas und brachte enorme Niederschläge mit sich. Vor allem Vororte im Südwesten der Stadt stehen unter Wasser. Ein Ende des Regens ist nicht in Sicht.

Auch die jüdische Gemeinschaft ist von dem Hurrikan betroffen. Die meisten Gemeindezentren bleiben seit Freitag vorsorglich geschlossen.

Rettung Wie die Jewish Federation of Houston auf ihrer Facebookseite schrieb, versorge man die von den Fluten eingeschlossenen Menschen mit Wasser, Nahrung und Medikamenten und bemühe sich, ihre Rettung zu organisieren. Viele Familien warten auf Boote oder Hubschrauber, die sie aus dem Katastrophengebiet in Sicherheit bringen.

Auch die örtliche Niederlassung von Chabad in der texanischen Stadt Corpus Christi rund 150 Kilmeter südlich von Texas versucht zu helfen. »Wir unterstützen unsere Nachbarn und Freunde, die stark betroffen sind«, erklärte Rabbi Naftali Shmukler auf Facebook. »Wir arbeiten mit Freiwilligen zusammen, die Wasser und Generatoren für die Bewohner in den am stärksten betroffenen Gebieten von Padre Island in Corpus Christi, Port Aransas und Rockport bringen.«

Viele jüdische Organisationen, darunter die Jewish Federations of North America, errichteten Hilfsfonds und rufen zu Spenden auf: www.bit.ly/2xEyWvy. ja

Nachruf

Dirigent Michael Tilson Thomas mit 81 Jahren gestorben

Als Chefdirigent der San Francisco Symphony wurde er berühmt. Doch er arbeitete mit Orchestern in aller Welt. Nun ist der Musiker mit 81 Jahren gestorben

 24.04.2026

Österreich

Der geneigte Antisemit

In Wien soll das Denkmal des einstigen Bürgermeisters Karl Lueger um 3,5 Grad gekippt werden. Die jüdische Gemeinde sähe die Bronzestatue lieber im Museum. Ein Ortsbesuch

von Tobias Kühn  24.04.2026

Tschernobyl

Damals in Tschernobyl

Im März 1987 arbeitete unser Autor zwei Wochen lang im havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl. Eine persönlicher Bericht über die Zeit in der Sperrzone und wie es danach weitergeht

von Vitalii Miasnikov  24.04.2026

Sowjetunion

Der Schatten von Tschernobyl

Auch 40 Jahre nach der Katastrophe beschäftigt das Reaktorunglück die Menschen. Unseren Autor begleitet sie seit der Kindheit. Persönliche Erinnerungen und ein politischer Blick zurück

von Alexander Friedman  24.04.2026

USA

Recht auf Restitution

Ende April sollte der Anspruch auf Rückerlangung von in der Nazizeit gestohlener Kunst auslaufen. Per Gesetz wurde er nun entfristet

von Sophie Albers Ben Chamo  23.04.2026

Vereinte Nationen

Welche Chancen hat Rebeca Grynspan?

Erstmals könnte eine Frau neue UN-Generalsekretärin werden. Mit im Rennen ist Rebeca Grynspan aus Costa Rica. Sollte sie gewählt werden, wäre sie auch die erste jüdische Person im Amt

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026

London

Weitere Festnahmen nach Anschlägen auf jüdische Gemeinde

Binnen weniger Wochen werden mehrere jüdische Einrichtungen in London zum Ziel von Brandanschlägen. Nun meldet die Anti-Terror-Einheit der Polizei erneut Festnahmen

 21.04.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Kamele an der Limmat oder wie Zürich mit Tradition umgeht

von Nicole Dreyfus  20.04.2026

Besuch

Milei ist in Israel, um die Botschaft in Jerusalem zu eröffnen

Der argentinische Präsident gilt als enger Verbündeter des jüdischen Staates, es ist sein dritter Besuch binnen zwei Jahren

 19.04.2026