Ukraine-Krieg

Holocaust-Museen werfen Russland Kriegsverbrechen vor

Zerstörungen in Butscha Foto: IMAGO/Agencia EFE

Holocaust-Museen aus den USA, England, Kanada und Südafrika haben Russlands Angriff auf die Ukraine scharf verurteilt. In einer gemeinsamen Erklärung fordern sie die Regierungen auf, »mehr zu tun, um diese Gräueltaten zu stoppen und jenen zu helfen, die brutal behandelt werden«. Zudem verlangen sie eine internationale Untersuchung mutmaßlicher Kriegsverbrechen.

zivilbevölkerung Die gemeinsame Stellungnahme der Holocaust-Museen kommt als Reaktion auf Berichte über die Entdeckung von Massengräbern und die brutalen Übergriffe russischer Streitkräfte auf die Zivilbevölkerung. 80 Jahre nach dem Holocaust in Europa sähen sie mit Trauer die Gräueltaten in der Ukraine, bei der »jüdische Männer, Frauen und Kinder erschossen und in flachen Gräbern verscharrt wurden«, heißt es in der Erklärung.

Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Einmarsch Russlands in die Ukraine mit dem Holocaust verglichen und Israel um mehr Unterstützung für sein Land gebeten. Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören insgesamt 17 Holocaust-Museen. Die meisten sind US-Einrichtungen aus insgesamt acht Bundesstaaten. kna

Russland

Kleines Haus, große Herausforderung

Einst trugen Schoa-Überlebende in Sankt Petersburg eine Ausstellung zusammen. Nun ist daraus ein Museum geworden, das auch jungen Menschen die jüdische Geschichte näherbringt

von Polina Kantor  24.03.2026

Belgien

Zwei Festnahmen nach Brandstiftung in Antwerpen

Zwei Minderjährige sollen an der Grenze zum jüdischen Viertel ein Auto angezündet haben

 24.03.2026

Großbritannien

Vier Krankenwagen vor Synagoge in Brand gesteckt

Die Londoner Polizei geht von einem antisemitischen Motiv aus

 23.03.2026

Journalismus

Neuer Georg Stefan Troller Preis ehrt Beiträge über jüdisches Leben

Er hat einst das Interview-Format revolutioniert. Ein neuer Journalisten-Preis wird im Namen des im September 2025 gestorbenen Schoa-Überlebenden Georg Stefan Troller ausgeschrieben

 20.03.2026

Irak

»Ich wurde von Idioten entführt«

903 Tage lang war die russisch-israelische Wissenschaftlerin Elizabeth Tsurkov als Geisel in der Gewalt pro-iranischer Terroristen. Dies ist ihre persönliche Feldstudie zur Brutalität autoritärer Regime

von Elizabeth Tsurkov  20.03.2026 Aktualisiert

New York

Zohran Mamdani missbraucht St. Patrick’s Day für Anklage gegen Israel

Elisha Wiesel wirft dem Bürgermeister vor, an dem irischen Feiertag »eine bösartige Ritualmordlegende gegen Juden« verbreitet zu haben, indem er behauptete, sie hätten in Gaza einen »Genozid« begangen

 19.03.2026

Interview

»Die Toleranz gegenüber kontroversen Filmen ist seit dem 7. Oktober gesunken«

Die 11. Ausgabe des jüdischen Filmfestival Yesh! will das Judentum in seiner ganzen Vielfalt und Widersprüchlichkeit zeigen

von Nicole Dreyfus  18.03.2026

Karin Prien

»Meine Großmutter war für die Nazis genau so eine Frau«

Die Bildungsministerin begegnet beim Besuch des Holocaust-Museums in Washington der Erinnerung an ihre eigene Familie. Und sie zieht Schlüsse für ihre heutige Aufgabe

 15.03.2026

Rotterdam

Brandanschlag auf Synagoge: Vier Personen festgenommen

Die niederländische Polizei hat am Freitag vier Personen im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf eine Synagoge festgenommen

 14.03.2026