Kapstadt

Hitlergruß-Klassenfoto sorgt für Empörung

Blick auf Somerset West Coast nahe Kapstadt Foto: dpa

In Südafrika sorgt ein Klassenfoto für Aufsehen, auf dem Schüler einer Privatschule mit Hitlergruß posieren. Das Foto tauchte zu Wochenbeginn auf der Schulwebsite auf und löste eine Welle der Empörung aus. Jüdische Vertreter warnten am Donnerstag vor »zunehmendem Rassismus und Hass« im Land.

»Römergruß« Zunächst hatte der Direktor der Schule in der Stadt Somerset West, nahe Kapstadt, noch versucht zu beschwichtigen: Die Schüler hätten die rechte Hand bloß zu einem »Römergruß« gereckt; man stehe für Toleranz. Etliche Südafrikaner, darunter auch solche mit deutschen Wurzeln, schenkten seiner Version der Geschichte jedoch keinen Glauben.

Nachdem die nationale Menschenrechtskommission (SAHRC) am Mittwoch Ermittlungen angekündigt hatte, meldete sich nun auch jüdische Stimmen zu Wort. Der Skandal in der Somerset West Private School könne nicht als »jugendlicher Übermut« heruntergespielt werden, so das Jewish Board of Deputies.

Ein Vertreter der Organisation, Rael Kaimowitz, betonte gegenüber lokalen Medien: »Ungeachtet der Absicht, wer auch immer einen Hitlergruß vollführt, bekennt sich öffentlich zu einer hasserfüllten, ultrarassistischen Ideologie, die im größten Genozid unserer Zeit gipfelte.«   kna

Nachruf

»Grey’s Anatomy«-Star Eric Dane im Alter von 53 Jahren gestorben

Nach Angaben seiner Familie erlag er Komplikationen infolge seiner ALS-Erkrankung

 20.02.2026

Meinung

Königliches Versagen im Kulturbetrieb

Das renommierte Reina-Sofía-Museum in Madrid setzt eine Schoa-Überlebende vor die Tür. Die Existenz des Juden wird zur Provokation, die Befindlichkeit des Antisemiten zum schützenswerten Gut. Spanien ist verloren!

von Louis Lewitan  19.02.2026

Pilot Adam Edelman (links) und Bremser Menachem Chen auch Israel, was noch keinem israelischem Bob-Team vor ihnen gelang: eine Olympia-Qualifikation ohne Trainer

Winterspiele

RTS entschuldigt sich für Olympia-Kommentar

Ein Live-Kommentar über den israelischen Bobfahrer Adam Edelman sorgte für Empörung – nun entschuldigt sich RTS und spricht von einem »unangemessenen Format«

von Nicole Dreyfus  19.02.2026

Belarus

Die Kushner-Karte

Alexander Lukaschenko sucht die Nähe zu den USA und gibt sich philosemitisch

von Alexander Friedman  18.02.2026

Antisemitismus

In Andorra wird zum Karneval eine Israel-Puppe hingerichtet

In dem kleinen Fürstentum in den Pyrenäen wurde beim Karneval einer Puppe mit Davidstern der Prozess gemacht - die jüdische Gemeinschaft ist empört

 18.02.2026

Meinung

Eklat im Schweizer öffentlich-rechtlichen: Das RTS und der Israelhass

Der eigentliche Skandal ist die Rechtfertigung des öffentlich-rechtlichen Senders. Eine Rundfunkanstalt sollte ihre publizistischen Leitlinien immer einhalten und auch bei Israel keine Ausnahme machen.

von Nicole Dreyfus  17.02.2026

Der israelische Bobfahrer Adam Edelman nimmt die Hasstiraden gegen seine Person gelassen und will sich auf den Wettkampf konzentieren.

Olympische Winterspiele

Sender verteidigt »Genozid«-Kommentar, nimmt ihn aber offline

Die politischen Einordnungen eines Schweizer TV-Kommentators bei der Abfahrt des israelischen Bobfahrers Adam Edelman sorgen für Debatten. Der Sender verteidigt sich, der Sportler sieht es gelassen

 17.02.2026

Brüssel

Streit um Beschneider: US-Botschafter nennt Belgien »antisemitisch«

In mehreren X-Posts griff Bill White die belgische Regierung scharf an, die wiederum sich die Einmischung verbat. Hintergrund ist ein Strafverfahren gegen drei Mohelim in Antwerpen

von Michael Thaidigsmann  17.02.2026

Boston

Dokumentarfilm-Pionier Frederick Wiseman gestorben

»Dokumentarfilme sind wie Theaterstücke, Romane oder Gedichte – sie haben keine messbare soziale Nützlichkeit«, sagte der Verstorbene einst. Er wurde 96 Jahre alt

 17.02.2026