Kapstadt

Hitlergruß-Klassenfoto sorgt für Empörung

Blick auf Somerset West Coast nahe Kapstadt Foto: dpa

In Südafrika sorgt ein Klassenfoto für Aufsehen, auf dem Schüler einer Privatschule mit Hitlergruß posieren. Das Foto tauchte zu Wochenbeginn auf der Schulwebsite auf und löste eine Welle der Empörung aus. Jüdische Vertreter warnten am Donnerstag vor »zunehmendem Rassismus und Hass« im Land.

»Römergruß« Zunächst hatte der Direktor der Schule in der Stadt Somerset West, nahe Kapstadt, noch versucht zu beschwichtigen: Die Schüler hätten die rechte Hand bloß zu einem »Römergruß« gereckt; man stehe für Toleranz. Etliche Südafrikaner, darunter auch solche mit deutschen Wurzeln, schenkten seiner Version der Geschichte jedoch keinen Glauben.

Nachdem die nationale Menschenrechtskommission (SAHRC) am Mittwoch Ermittlungen angekündigt hatte, meldete sich nun auch jüdische Stimmen zu Wort. Der Skandal in der Somerset West Private School könne nicht als »jugendlicher Übermut« heruntergespielt werden, so das Jewish Board of Deputies.

Ein Vertreter der Organisation, Rael Kaimowitz, betonte gegenüber lokalen Medien: »Ungeachtet der Absicht, wer auch immer einen Hitlergruß vollführt, bekennt sich öffentlich zu einer hasserfüllten, ultrarassistischen Ideologie, die im größten Genozid unserer Zeit gipfelte.«   kna

Daniel Jositsch, Zürcher SP-Ständerat, am letzten Donnerstag, dem Tag seines Austritts aus der Partei

Meinung

Daniel Jositsch und der Preis der Klarheit

Daniel Jositsch verlässt nach seiner Nichtnomination in den Ständerat die SP. Der Fall zeigt, wie eng der Raum für sozialliberale und proisraelische Stimmen in der Linken geworden ist, nicht nur in der Schweiz

von Zsolt Balkanyi-Guery  08.06.2026

Frankreich

Shosanna rennt weiter

»Inglourious Basterds«-Star Mélanie Laurent ist zurück – und nimmt in »Fauda 5« Rache

von Sophie Albers Ben Chamo  07.06.2026

Großbritannien

Grünen-Chef will Ermittlungen gegen Briten, die in Israels Armee dienen

Zack Polanski gehört ebenso wie Jeremy Corbyn zu den Unterstützern einer Kampagne, die sich gegen britische Staatsbürger im israelischen Militär richtet

 05.06.2026

Meinung

Entlarvte Gesinnung

Ausgerechnet jener Schweizer Politiker, der sich im Parlament gegen das Hamas-Verbot stellte, lädt die französische Abgeordnete und Israelhasserin Rima Hassan nach Bern ein

von Nicole Dreyfus  04.06.2026

Großbritannien

Unterhausabgeordneter unterstellt Israel »Blutdurst«

In einer Parlamentsdebatte zu Israels Krieg gegen die Hisbollah im Libanon verstieg sich ein Parlamentarier zu antisemitischen Aussagen

 04.06.2026

Essay

Sündenfall des Big Apple

New Yorks Bürgermeister macht den Nahostkonflikt zur Innenpolitik und feiert BDS, während seine Frau den 7. Oktober rechtfertigt. Hinter der Fassade der Wohltäter steht die harte Ideologie der Ausgrenzung

von Louis Lewitan  04.06.2026

Brnenec

Museum in Oskar Schindlers Fabrik - Politiker sagen Unterstützung zu

Auf dem Gelände der früheren Fabrik von Oskar Schindler gibt es heute ein Museum. Noch zwickt es dort finanziell ordentlich. Aber Hilfe für die NS-Gedenkstätte ist zumindest am Horizont

von Alexander Brüggemann  03.06.2026

Meinung

Sauna der Toleranz - aber nur ohne Davidstern

Zwei Frauen werden in Barcelona wegen eines jüdischen Symbols verhört, als »Zionistinnen« aussortiert und schließlich hinausgeworfen – im Namen einer Offenheit, die sich selbst ad absurdum führt

von Sabine Brandes  02.06.2026

Essay

Wenn ein Platz nicht schweigt

Gedanken zum 85. Jahrestag der Zerstörung der alten Synagoge von Esch-sur-Alzette durch die Nationalsozialisten

von Andreas Albrecht  02.06.2026