Italien

Hilfe nach dem Erdbeben

Bei dem Erdbeben mit einer Stärke von 6,2 auf der nach oben offenen Richterskala kamen am Mittwoch mehr als 240 Menschen ums Leben. Foto: dpa

Nach dem schweren Erdbeben am Mittwochmorgen in Zentralitalien hat die jüdische Gemeinschaft in Rom ein Zentrum für Blutspender eingerichtet. Noemi Di Segni, Präsident der Union italienischer jüdischer Gemeinden (UCEI), sagte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Jewish Telegraphic Agency (JTA), die Juden Italiens seien solidarisch mit den Opfern der Katastrophe und wollten konkrete und sofortige Hilfe leisten, um der Notsituation zu begegnen.

Das Zentrum für Blutspenden wurde gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Roms, einer jüdischen medizinischen Vereinigung und einer Organisation jüdischer Blutspender ins Leben gerufen.

RichterSkala Bei dem Erdbeben mit einer Stärke von 6,2 auf der nach oben offenen Richterskala kamen am Mittwoch fast 250 Menschen ums Leben. Der Erdstoß war auch in der gut 160 Kilometer entfernten Hauptstadt Rom deutlich zu spüren. Die Zahl der Opfer könnte noch weiter ansteigen. Von schweren Schäden waren vor allem die Orte Accumoli, Amatrice, Posta, Pescara del Tronto und Arquata del Tronto betroffen. Tausende von Menschen wurden obdachlos. In der Region gibt es keine jüdischen Gemeinden.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kondolierte am Mittwoch und wünschte den Verletzten eine schnelle Genesung. Er bot Italien außerdem Hilfe aus Israel bei der Suche nach Verschütteten an.

Bergen-Belsen

Holocaust-Überlebender Tomi Reichental gestorben

In Irland gehörte er zu den prominentesten Zeitzeugen des Holocaust. Tomi Reichental überlebte als Kind das KZ Bergen-Belsen. Jetzt ist er gestorben

von Karen Miether  01.06.2026

Jubiläum

Dichter und Bürgerschreck: Allen Ginsberg vor 100 Jahren geboren

Er lehnte sich gegen eine spießige und militarisierte Gesellschaft auf und propagierte ein ökologisches Bewusstsein: Der US-Dichter Allen Ginsberg war ein Pionier der »Beat-Generation«. Seine Visionen sind heute wieder aktuell

von Holger Spierig  01.06.2026

Erinnerung

Jugendliche im Anne Frank Haus in Amsterdam - Ein Besuch

Rund eine halbe Million Jugendliche aus aller Welt besuchen jährlich das Anne Frank Haus in Amsterdam. Was denken sie, wenn sie das Versteck sehen? Und was ist ihr Eindruck vom vielleicht bekanntesten Tagebuch der Welt?

von Nina Schmedding  01.06.2026

Nachruf

Edgar Morin gestorben: Stimme des kritischen Denkens verstummt

Der französische Philosoph, Soziologe und Publizist wurde 104 Jahre alt

 01.06.2026

Kulinarisch

Ein Michelin-Stern für die Safta

Tränen, Konfetti und ein Stück Geschichte: Das Restaurant »Mutra« des Israelis Raz Shabtai erhält als erstes koscheres Lokal weltweit die legendäre Auszeichnung

von Sabine Brandes  31.05.2026

Barcelona

Kein Saunazutritt mit Davidstern?

Zwei Jüdinnen soll der Zutritt zu einer LGBTQ-Sauna verweigert worden zu sein. Die Betroffenen haben Anzeige bei den zuständigen Behörden erstattet

 31.05.2026

Meinung

Fertig Idylle!

Am Mittwoch sticht in der Winterthurer Innenstadt ein Mann auf vorbeilaufende Passanten ein und schreit »Allahu Akbar« – ein Weckruf für die Schweiz

von Nicole Dreyfus  28.05.2026

Warnung

Steven Spielberg will keine KI nutzen

Der Filmemacher sieht einen Platz für KI in der Medizin und in der Forschung.

 28.05.2026

Interview

»Das ist nicht normal«

Regina Sluszny überlebte die Schoa, weil sie von katholischen Belgiern versteckt wurde. Angesichts des Strafverfahrens gegen Mohalim fragt sich die Vorsitzende des jüdischen Dachverbands FJO, ob es für Juden in Belgien noch eine Zukunft gibt

von Michael Thaidigsmann  27.05.2026