Washington

Guatemala verlegt Botschaft nach Jerusalem

Guatemalas Präsident Jimmy Morales bei der AIPAC-Jahreskonferenz in Washington Foto: dpa

Der mittelamerikanische Staat Guatemala will seine Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Das kündigte Präsident Jimmy Morales am Sonntag auf der Jahreskonferenz des American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) in Washington an.

Wie amerikanische Medien berichteten, nannte Morales als Umzugsdatum den 16. Mai. Zwei Tage zuvor, am 70. Jahrestag der Unabhängigkeit Israels, soll die Botschaft der Vereinigten Staaten nach Jerusalem umziehen.

anerkennung Guatemala ist nach den USA der zweite Staat, der seine Botschaft nach Jerusalem verlegen will. Die Vereinigten Staaten und Guatemala erkannten Jerusalem im Dezember nacheinander als israelische Hauptstadt an.

»Wir sind sicher, dass viele andere Länder unserem Beispiel folgen werden«, sagte Morales am Sonntag unter großem Beifall bei der AIPAC-Konferenz. Er betonte, dass Guatemala zu den ersten Staaten gehörte, die Israel nach der Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1948 anerkannten, und 1959 das erste Land war, das seine Botschaft in Jerusalem errichtete, bevor es sie später verlegte. Guatemala und Israel verfolgten gemeinsame Ziele, so Morales. Sie reichten von der Bekämpfung des Terrorismus bis zur Bekämpfung der Verbreitung von Drogen und dem Schutz der Menschenrechte.

Die AIPAC-Konferenz dauert noch bis Dienstag an. Am Montagabend soll US-Vizepräsident Mike Pence vor den Teilnehmern sprechen, am Dienstagmorgen wird Israels Premier Benjamin Netanjahu als Redner erwartet. ja

London

Iraner wegen Ausspähung jüdischer Einrichtungen verhaftet

Die Antiterroreinheit der Londoner Polizei hat in der Nacht zehn Personen festgenommen, darunter vier mutmaßliche Spione der Islamischen Republik

 06.03.2026

Großbritannien

Radikal pragmatisch

Ahmed Fouad Alkhatib arbeitet an einem palästinensischen Staat. Für den brauche es vor allem Frieden und Zusammenarbeit in der Region, sagt der Mann, der in Gaza und in den USA aufgewachsen ist

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  04.03.2026

Österreich

Der jiddische Sherlock Holmes

Der Schriftsteller Jonas Kreppel schuf im Wien der k. u. k. Zeit einen jüdischen Meisterdetektiv. Nun wurde die Krimireihe von einem New Yorker Autor wiederbelebt

von Jörn Pissowotzki  04.03.2026

Kalifornien

»Tehrangeles« jubelt

Im Großraum Los Angeles lebt die größte persische Exilgemeinde der Welt. Sie unterstützt das militärische Vorgehen der USA und Israels. Auch über die Zukunft des Iran machen sich viele Gedanken

von Gunda Trepp  04.03.2026

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026

Schweiz

Drohung gegen koscheren Supermarkt

In Zürich ist es am Samstagabend zu einem Großaufgebot der Polizei vor jüdischen Einrichtungen gekommen

von Nicole Dreyfus  01.03.2026

Deutschland

Warnung vor Terror-Gefahr in Deutschland wegen Iran-Krieg

Wegen des Krieges in Nahost rechnet der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, mit einer »gesteigerten Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland«

 01.03.2026

Israel

Netanjahu an Iraner: »Vollendet es«

Regierungschef Benjamin Netanjahu richtet sich mit einer Ansprache auf Farsi an die iranische Bevölkerung

 01.03.2026

Iran

Britischer Verteidigungsminister: »Iran verliert die Kontrolle über seine Kommandostrukturen«

Großbritannien beteiligt sich am Militäreinsatz gegen den Iran. Verteidigungsminister Healey warnt vor wahllosen iranischen Angriffen

 01.03.2026