New York

Großbrand in historischem Gotteshaus

Brand in der historischen Synagoge in der Lower East Side Foto: Screenshot NBC New York

Die historische Synagoge Beth Hamedrash Hagodol in New York City ist am Sonntagabend bei einem Großbrand massiv beschädigt worden.

Aus dem 167 Jahre alten denkmalgeschützten Gebäude in der Lower East Side in Manhattan, das nicht mehr als Gotteshaus genutzt wird, stiegen große Rauchschwaden in den Himmel auf. Feuerwehrleute konnten die Flammen laut Medienberichten unter Kontrolle bringen, verletzt wurde niemand. Die Brandursache blieb zunächst unklar.

Gemeinde Beth Hamedrash Hagodol war die erste aschkenasische Gemeinde, die in New York gegründet wurde. Sie entstand 1852 unter der Leitung von Rabbiner Abraham Ash als Beth Hamedrash, spaltete sich 1859 und wurde in Beth Hamedrash Hagodol umbenannt. 1885 erwarb die Gemeinde das Gebäude einer Baptistenkirche in der Norfolk-Straße in der Lower East Side von Manhattan.

Wegen Mitgliederschwund wurde die Synagoge 2007 aufgegeben. Bemühungen, das leer stehende Haus in ein Bildungszentrum umzuwandeln, sind bisher ohne Erfolg geblieben. ag

New York

Die Tiger der Tora

Einst feierten jüdische Fußballclubs in der Bronx das Leben, und sogar Marilyn Monroe kickte den Ball. Schwarz-weiße Erinnerungen zur Einstimmung auf die WM in den USA, Kanada und Mexiko

von Helmut Kuhn  16.04.2026

Ungarn

Wer ist Péter Magyar?

Viktor Orbán hat die Wahl verloren. Sein Nachfolger strebt weitreichende Veränderungen an. Doch bei vielen Themen setzt auch Magyar auf Kontinuität

von Michael Thadigsmann  15.04.2026

Rom

Auch die »Trump-Flüsterin« Meloni fällt in Ungnade

Eigentlich gilt Italiens Ministerpräsidentin Meloni als Politikerin mit gutem Draht zu US-Präsident Trump. Nun attackiert er sie scharf. Der Schlagabtausch könnte für Meloni jedoch von Nutzen sein

von Robert Messer  15.04.2026

Statistik

Knapp 111.000 Holocaustüberlebende leben in Israel

Sie sind alt und sie werden weniger: Heute leben noch etwa 111.000 Holocaustüberlebende in Israel. Fast ein Drittel von ihnen ist über 90 Jahre alt, fast zwei Drittel von ihnen sind Frauen

 15.04.2026

München/Budapest

Europäische Rabbiner gratulieren Magyar zum Wahlsieg in Ungarn

»Das ungarische Volk hat eine klare Entscheidung für Demokratie, für Erneuerung und für ein zukunftsorientiertes Ungarn getroffen«, sagt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt

 15.04.2026

Polen

Rechtsradikaler Politiker schockiert mit israelischer Hakenkreuzfahne

Am Holocaustgedenktag warf Konrad Berkowicz Israel im Sejm vor, das neue Dritte Reich zu sein

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Nordmazedonien

Brandanschlag auf Synagoge in Skopje

Zwei bislang unbekannte Täter verschafften sich Zugang zum Eingangsbereich des Gotteshauses und versuchten, ihn in Brand zu setzen

von Nicole Dreyfus  14.04.2026 Aktualisiert

Meinung

Israel, Ungarn und die Abwahl Viktor Orbáns

Mit dem langjährigen Ministerpräsidenten hatte der jüdische Staat einen Verbündeten in der EU. Dennoch könnte dessen Abwahl eine Chance sein, das ungarisch-israelische Verhältnis auf eine nachhaltigere Grundlage zu stellen

von Domokos Szabó  14.04.2026