Michail Gorbatschow

»Er brachte Freiheiten für Juden«

Michail Gorbatschow Foto: imago images/Everett Collection

Die Ära Michail Gorbatschows hat aus Sicht der Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER) große Veränderungen für Juden gebracht. »Die Juden der UdSSR und Russlands werden Ihnen für immer dankbar sein, dass Sie es ihnen ermöglicht haben, ihre traditionelle Lebensweise zu führen und zwei entscheidende Freiheiten zu erlangen: die Freiheit, ihren Glauben und Religion zu leben, und die Bewegungsfreiheit«, erklärte CER-Präsident Pinchas Goldschmidt am Dienstag zum 90. Geburtstag Gorbatschows.

Die sowjetischen Juden hätten unter dem damaligen Präsidenten Gorbatschow begonnen, ihre Kultur und Tradition wiederzubeleben, so der Oberrabbiner von Moskau. »Die freundschaftlichen Beziehungen zu Israel, die während Ihrer Herrschaft begannen, sind nicht nur für die Entwicklung der Beziehungen zwischen den Ländern, sondern auch für die in Israel lebenden Juden aus der UdSSR und Russlands zu einer wichtigen Brücke geworden«, so Goldschmidt an Gorbatschow.

Gorbatschows Politik der Öffnung und Entspannung trug maßgeblich zum Ende des Kalten Krieges bei. Im Jahr 1990 erhielt er dafür den Friedensnobelpreis. Im Inneren dagegen trugen seine Reformbemühungen wenig Früchte. Auch gelang es ihm nicht, die nationalen Fliehkräfte innerhalb der Sowjetunion zu bändigen.

Der Staat hörte Ende 1991 auf zu existieren; Gorbatschow legte am 25. Dezember sein Amt als Präsident nieder. In Deutschland bleibt Gorbatschows Rolle zur Wiedererlangung der Einheit von großer Bedeutung. kna

Birmingham

Ermittlungen gegen früheren Polizeichef wegen Ausschluss israelischer Fußballfans

Der Ausschluss von Anhängern des israelischen Fußballclubs Maccabi Tel Aviv bei dessen Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres in Großbritannien hat ein Nachspiel

 28.08.2026

Social Media

Prozess: Mark Zuckerbergs Meta will knapp 17 Milliarden Dollar zahlen

Das historische Verfahren zwischen Tech-Gigant Meta und fast allen US-Bundesstaaten gilt rechtlich nur für die USA. Doch es könnte auch globale Auswirkungen haben

 28.08.2026

Vereinte Nationen

Generalsekretär Guterres: UN-Sonderberichterstatter »völlig außer Kontrolle« in Bezug auf Israel

Der scheidende UN-Generalsekretär António Guterres hat die extreme Einseitigkeit einiger UN-Sonderberichterstatter bezüglich des jüdischen Staates eingeräumt. Eine allgemeine Voreingenommenheit der UNO gegenüber Israel sieht er aber nicht

 28.08.2026

Antisemitismus

Ire in Frankreich verhaftet, nachdem er gedroht hatte, jüdisches Paar zu ermorden

Nachdem der Australier und seine Frau aus dem Tunesien-Urlaub zurück waren, gingen sie zur Polizei

 27.08.2026

Basel

Herzl im Casino

Das Konzerthaus feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag – es ist auch ein jüdisches Jubiläum

von Peter Bollag  27.08.2026

Meinung

Stoßdämpfer der Demokratie

In Basel wird bei einer Demonstration zum »Tod des Zionismus« aufgerufen. Die Behörden verweisen auf hohe juristische Hürden, eine eidgenössische Kommission auf eine komplexe Lage. Beides trifft zu. Beides reicht nicht aus.

von Zsolt Balkanyi-Guery  27.08.2026

Schweiz

Gewalt-Demo gegen Israel in Basel verboten

Die Polizei hält die geplante Anti-Israel-Demo, bei der die Organisatoren »Tod dem Zionismus« wünschen, für nicht bewilligungsfähig

von Nicole Dreyfus  27.08.2026

Schweiz

Das sind die beliebtesten Vornamen für neugeborene Jungen und Mädchen

Eine neue Rangliste des Bundesamts für Statistik gibt Aufschluss

von Nicole Dreyfus  27.08.2026 Aktualisiert

Mythos

Wie lange Haare ikonografisch wurden - vom biblischen Samson zum norwegischen Haaland

Seine blonde Mähne wurde zu seinem Markenzeichen - ebenso wie seine reichlichen Tore. Nun hat der norwegische Stürmer Erling Haaland sich die Haare abrasiert. Verliert er damit seine Macht? Vorbilder legen das nahe

von Johannes Peter Senk  26.08.2026