Polen

»Geste der Versöhnung und Verständigung«

Die deutsche U21-Fußballnationalmannschaft hat am Donnerstag die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besucht. Das Team hält sich seit Mittwoch zur EM in Polen auf und startet am Sonntag gegen Tschechien ins Turnier. Am Donnerstag stand eine Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers auf dem Programm. Im Gedenken an die Opfer wurde ein Kranz niedergelegt.

vorbild Es sei wichtig, dass man daran erinnere und auf keinen Fall vergesse, was dort passiert ist, sagte Trainer Stefan Kuntz anschließend vor Journalisten. »Ich glaube, dass wir eine gewisse Vorbildfunktion als deutsche Nationalmannschaft haben.« Das Team sei weltoffen, Hautfarbe, sexuelle Orientierung oder Religion würden keine Rolle spielen. Die U21 und der DFB stünden für die Werte, die für das Zusammenleben von Menschen wichtig sind, so Kuntz.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hatte den Besuch zuvor eine »wichtige Geste der Versöhnung und Verständigung« genannt. Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland sagte er: »Die jüdische Gemeinschaft weiß diese Würdigung der Opfer der Schoa zu schätzen.« Gerade für junge Menschen, für die die Verbrechen der Nationalsozialisten in der historischen Vergangenheit weit weg seien, sei ein solcher Besuch sehr eindrücklich, so Schuster. ja

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