Polen

»Geste der Versöhnung und Verständigung«

Die deutsche U21-Fußballnationalmannschaft hat am Donnerstag die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besucht. Das Team hält sich seit Mittwoch zur EM in Polen auf und startet am Sonntag gegen Tschechien ins Turnier. Am Donnerstag stand eine Besichtigung des ehemaligen Konzentrationslagers auf dem Programm. Im Gedenken an die Opfer wurde ein Kranz niedergelegt.

vorbild Es sei wichtig, dass man daran erinnere und auf keinen Fall vergesse, was dort passiert ist, sagte Trainer Stefan Kuntz anschließend vor Journalisten. »Ich glaube, dass wir eine gewisse Vorbildfunktion als deutsche Nationalmannschaft haben.« Das Team sei weltoffen, Hautfarbe, sexuelle Orientierung oder Religion würden keine Rolle spielen. Die U21 und der DFB stünden für die Werte, die für das Zusammenleben von Menschen wichtig sind, so Kuntz.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hatte den Besuch zuvor eine »wichtige Geste der Versöhnung und Verständigung« genannt. Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland sagte er: »Die jüdische Gemeinschaft weiß diese Würdigung der Opfer der Schoa zu schätzen.« Gerade für junge Menschen, für die die Verbrechen der Nationalsozialisten in der historischen Vergangenheit weit weg seien, sei ein solcher Besuch sehr eindrücklich, so Schuster. ja

Island

Wo die Mikwe eine heiße Quelle war

Seit diesem Jahr hat der Inselstaat erstmals ein jüdisches Gemeindezentrum. Juden spielten in der Geschichte des Landes allerdings eine wichtigere Rolle als bisher bekannt

von Elke Wittich  26.10.2026

Miami

Bei den koscheren Panthern

Seit 2015 gibt es an der Florida International University die jüdische Studierendenorganisation »Hillel«. Zu Besuch an einem Nachmittag im Oktober

von Katrin Richter  26.10.2026

USA

Schalom, Sydney?

Gossip-Alarm! Angeblich will Schauspielerin Sydney Sweeney Musik-Mogul Scooter Braun heiraten. Und dafür konvertieren

von Sophie Albers Ben Chamo  25.10.2026

Essay

Der Druck der Straße: Kann Frankreich seine Juden noch schützen?

Eine Republik, die ihre Rathäuser nicht schützen kann, wird auch ihre Juden nicht mehr lange beschützen können, meint unser Gastautor

von Rabbiner Pinchas Goldschmidt  23.10.2026

Rom

Papst vor AJC-Delegation: »Kirche duldet keinen Antisemitismus«  

Erstmals empfing Leo XIV. im Vatikan eine Delegation des American Jewish Committee - und betonte in seiner Ansprache, dass der interreligiöse Dialog zum Weltfrieden beitrage

 22.10.2026

New York

Magische Juden

Handleser, Geisterbeschwörer, Wahrsager und Wunderheiler: Eine neue Ausstellung beleuchtet die Lust am Okkulten

von Eva C. Schweitzer  21.10.2026

Interview

»Die Situation in Irland ist besonders dramatisch«

Daniel Botmann, der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland, spricht über seine jüngsten Besuche in Irland und Großbritannien und die Zusammenarbeit innerhalb der J7-Gruppe der großen jüdischen Gemeinden weltweit

von Michael Thaidigsmann  21.10.2026

London

Jüdinnen auf offener Straße angegriffen

Die Opfer wurden im Stadtteil Clapton Common ins Gesicht geschlagen

 21.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was sich an Bord abspielte

 20.10.2026