Terror

Gedenken an die elf Opfer

Gedenkveranstaltung am Sonntag in der Synagoge »Tree of Life« Foto: dpa

In Pittsburgh ist am Sonntag an den Anschlag auf die Synagoge »Tree of Life« erinnert worden, bei dem vor einem Jahr, am 27. Oktober 2018, elf Beter ermordet wurden. Bei der Zeremonie der jüdischen Gemeinde am Gebäude der Jewish Family and Community Services entzündeten Angehörige der Opfer elf Kerzen. Mitglieder christlicher und muslimischer Gemeinden und Vertreter von Stadt und Staat nahmen ebenfalls teil, wie die Jewish Telegraphic Agency (JTA) berichtete.

Die Zeremonie stand unter dem Motto »Erinnern. Reparieren. Gemeinsam«. An die ermordeten Mitglieder der drei jüdischen Gemeinden, die in der Synagoge »Tree of Life« ihre Gottesdienste abhielten, wurde mit einem Video erinnert. Das älteste Opfer war Rose Mallinger (97).

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Rabbiner Jeffrey Myers von der Gemeinde »Tree of Life-Or L’Simcha« rezitierte das Gebet El Male Rachamim. Rabbiner Jonathan Perlman von der Gemeinde »New Light« rezitierte ein Gebet für die Kranken, das Mi Shaberach. Rabbinerin Doris Dayen von der Dor Hadash-Gemeinde rief alle, die am Tag des Anschlags vor Ort waren, dazu auf, gemeinsam mit ihr das Birkat Hagomel-Gebet zu sprechen, das gesagt wird, wenn jemand eine gefährliche Situation überlebt hat.

WAFFEN Unter Applaus rief Rabbiner Perlman die US-Regierung und die Regierungen der US-Bundesstaaten dazu auf, wie versprochen mehr für schärfere Kontrollen von Schusswaffen zu tun. Außerdem kritisierte er die Entscheidung der Staatsanwälte, einen Prozess gegen den Attentäter abzuhalten, obwohl sich der Rechtsextremist schuldig bekannt hatte.

Ein Prozess würde die Angehörigen und die bei dem Anschlag Verletzten erneut traumatisieren, sagte der Rabbi. Dass die Anklage die Todesstrafe fordern will, stieß bei einigen Gemeindemitgliedern ebenfalls auf Kritik.

Das älteste Opfer war Rose Mallinger. Sie war 97 Jahre alt.

Vor der Zeremonie nahmen Tausende von Menschen an »Pause für Pittsburgh« teil, einem virtuellen Gedenken im Internet, das von den Jewish Federations of North America organisiert worden war. Auch in New York und anderen Städten gab es Aktionen gegen Antisemitismus.

Die Synagoge »Tree of Life« war seit dem Anschlag geschlossen. Sie soll in Zukunft als Zentrum für jüdisches Leben in den USA wiedereröffnen. ag

Österreich

Wiener IKG wählt neuen Vorstand

Liste von Präsident Oskar Deutsch bestätigt

 28.11.2022

Niederlande

Erster Mann in Oostzaan

Marvin Polak war früher Pilot. Heute ist er der einzige jüdische Bürgermeister im Land

von Tobias Müller  28.11.2022

Vilnius

Litauen will weitere Entschädigungszahlungen an Juden leisten

Jüdische Opfer der deutschen und sowjetischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg sollen insgesamt 37 Millionen Euro erhalten

 25.11.2022

Fussball

Koscher in Katar?

Jüdische Gäste sind bei der Weltmeisterschaft willkommen – aber es gibt Einschränkungen

von Daniel Killy  24.11.2022

Rom

Jüdischer Weltkongress tagte im Vatikan

Erstmals in der Geschichte der Kirche ist ein Papst Gastgeber eines offiziellen Treffens jüdischer Repräsentanten

 23.11.2022

New York

6500 Rabbiner auf einem Bild

Chabad-Gesandte aus aller Welt trafen sich zu ihrer Jahreskonferenz – mit obligatorischem Gruppenfoto

 22.11.2022

Porträt

Masal tow, Calvin Klein!

Geboren wurde der Nachfahre ungarisch-jüdischer Einwanderer 1942 als Calvin Richard Klein im New Yorker Stadtteil Bronx

von Christina Horsten  21.11.2022

Europa

Tour de Maccabi

Das erste Radrennen des jüdischen Sportverbands soll im Sommer 2023 durch Ungarn, Polen und die Slowakei führen

von György Polgár  19.11.2022

Tschechien

»Zionistische Verschwörer«

Vor 70 Jahren begann in Prag der Prozess gegen Rudolf Slánský, den Generalsekretär der kommunistischen Partei

von Kilian Kirchgeßner  19.11.2022