Iran

Freiwillig oder unter Zwang?

Demonstranten mit einem Transparent, das das Atomprogramm unterstützt Foto: dpa

Vertreter der jüdischen Gemeinde im Iran haben gestern Abend in Teheran offenbar an einer Demonstration für ein Atomprogramm des Landes teilgenommen. Wie die Nachrichtenagentur AP mitteilte, versammelten sich vor einem Gebäude der Vereinten Nationen Hunderte Menschen, darunter Dutzende, die von sich behaupteten, iranische Juden zu sein.

Ob ihre Teilnahme spontan und freiwillig geschah, ist ungewiss, denn üblicherweise hält sich die jüdische Gemeinde des Landes bedeckt. Eine Demonstration wie die gestrige wäre ohne staatliche Erlaubnis oder Aufforderung nicht möglich gewesen.

Sprechchöre Wie AP weiter meldete, zeigte das iranische Fernsehen Studenten, die sich am Eingang zur Urananreicherungsanlage in Fordo versammelt hatten. Sie bildeten eine Menschenkette, riefen »Fordo ist in unseren Herzen« und verurteilten den Westen, der Druck auf den Iran ausübe, die Urananreicherung einzustellen, weil sie ein Schritt auf dem Weg zum Bau von Atomwaffen ist.

In Genf beginnt heute eine neue Verhandlungsrunde zwischen den UN-Vetomächten USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland und der EU mit Teheran um das Thema Atomstreit mit dem Iran. ja

Österreich

Wiener Oberrabbiner wandert nach Israel aus

Sechs Jahre leitete der gebürtige Schweizer Engelmayer mit einer internationalen Berufsbiografie die jüdische Gemeinde in Wien. Jetzt siedelt er mit seiner Familie nach Israel über

von Burkhard Jürgens  12.02.2026

Australien

Der Held von Sydney will wieder arbeiten

Ahmed Al-Ahmed hat das Gefühl in seinem Arm verloren und dank einer Spendenkampagne genug Geld zum Leben und Heilen. Doch der Familienvater will sein Geschäft wieder öffnen

 11.02.2026

Zürich / Washington

Neue alte Verstrickungen

US-Ermittler entdeckt Hunderte neue Konten der Credit Suisse mit NS-Bezug

 09.02.2026

Raumfahrt

Jessica Meir fliegt zur Internationalen Raumstation

Jessica Meir soll acht Monate im All verbringen. Diese Tour ist für sie dieses Mal emotional besonders herausfordernd, wie sie bei einer Pressekonferenz erzählte

 09.02.2026

USA

Werbespot gegen Antisemitismus beim Super Bowl

Beim Finale der amerikanischen Football-Liga NFL wird auch ein Clip gegen Judenhass gezeigt. Finanziert hat ihn der jüdische Besitzer der »New England Patriots«, die heute Abend gegen die »Seattle Seahawks« antreten

 08.02.2026

Alice Zaslavsky

»Hühnersuppe schmeckt nach Heimat«

Die Kochbuch-Autorin kam als Kind mit ihrer Familie aus Georgien nach Australien und kennt die jüdische Gemeinde von Bondi Beach. Ein Gespräch über Verbundenheit, Gerüche und Optimismus

von Katrin Richter  08.02.2026

Europa

Das Verbindende über das Trennende stellen

Rund 450 orthodoxe Rabbiner und Gäste aus den europäischen Gemeinden tagten in Jerusalem. Im Mittelpunkt standen weniger politische Debatten als vielmehr der Austausch über praktische Fragen

von Michael Thaidigsmann  07.02.2026

Basketball

Ein »All-Star« aus dem Kibbuz

Mit Deni Avdija schafft es erstmals ein Israeli in die NBA-Auswahl der USA

von Sabine Brandes  07.02.2026

Italien

Viererbob und Eisprinzessin

Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina treten mindestens 16 israelische und jüdische Athleten an

von Sophie Albers Ben Chamo  06.02.2026