Iran

Freiwillig oder unter Zwang?

Demonstranten mit einem Transparent, das das Atomprogramm unterstützt Foto: dpa

Vertreter der jüdischen Gemeinde im Iran haben gestern Abend in Teheran offenbar an einer Demonstration für ein Atomprogramm des Landes teilgenommen. Wie die Nachrichtenagentur AP mitteilte, versammelten sich vor einem Gebäude der Vereinten Nationen Hunderte Menschen, darunter Dutzende, die von sich behaupteten, iranische Juden zu sein.

Ob ihre Teilnahme spontan und freiwillig geschah, ist ungewiss, denn üblicherweise hält sich die jüdische Gemeinde des Landes bedeckt. Eine Demonstration wie die gestrige wäre ohne staatliche Erlaubnis oder Aufforderung nicht möglich gewesen.

Sprechchöre Wie AP weiter meldete, zeigte das iranische Fernsehen Studenten, die sich am Eingang zur Urananreicherungsanlage in Fordo versammelt hatten. Sie bildeten eine Menschenkette, riefen »Fordo ist in unseren Herzen« und verurteilten den Westen, der Druck auf den Iran ausübe, die Urananreicherung einzustellen, weil sie ein Schritt auf dem Weg zum Bau von Atomwaffen ist.

In Genf beginnt heute eine neue Verhandlungsrunde zwischen den UN-Vetomächten USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland und der EU mit Teheran um das Thema Atomstreit mit dem Iran. ja

Kanada

Kritik an Pro-Terror-Konferenz in Toronto

Die Veranstaltung soll die Massaker vom 7. Oktober 2023 würdigen und wird von verbotenen Organisationen getragen

 18.05.2026

Großbritannien

Ausstellung zu Hamas-Massaker wegen Sicherheitsbedenken ohne Hinweisschild

Die Polizei will den genauen Standort der Schau möglichst lange geheim halten. Anti-Terror-Einheiten sind in den Schutz der Präsentation über den Terror des 7. Oktobers eingebunden

 18.05.2026

Frankreich

Das Glück, wenn ich es will

Gérard Blitz und Gilbert Trigano gründeten einst den Club Méditerranée. Und eine Utopie der Gemeinsamkeit aus der Nachkriegszeit wurde zum Trend

von Mark Feldon  17.05.2026

Hollywood

Der unaufgeregte Glam der Zoë Kravitz

Die Tochter berühmter Eltern hat sich eine eigene Karriere aufgebaut – und ist stolz auf ihre afroamerikanischen und jüdischen Wurzeln

von Nicole Dreyfus  17.05.2026

Belgien

Uni-Rektorin: »Haben bereits viele Partnerschaften verloren«

Die Besetzer verlangen einen vollständigen Boykott Israels und wollen weitermachen - obwohl die Uni-Leitung ihnen nun erneut entgegenkam

von Michael Thaidigsmann  15.05.2026

Jewrovision 2026

Die Nervosität steigt …

Schon bald gehen die Scheinwerfer an und 600 jüdische Jugendliche aus ganz Deutschland werden ihre Showacts zum Besten geben

von Nicole Dreyfus  15.05.2026

Genf

Ronald Lauder warnt vor Entfremdung zwischen Israel und der Diaspora

»Wir müssen bestehende Risse reparieren, bevor es zu spät ist«, sagt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses

 15.05.2026

Nachruf

Mann mit Prinzipien

Ein halbes Jahrhundert lang stand »Abe« Foxman im Dienst der Anti-Defamation League, die Hälfte davon als ihr Chef. Nun ist der Schoa-Überlebende im Alter von 86 Jahren gestorben

von Michael Thaidigsmann  14.05.2026

Washington D.C.

Mehr als eine Million Dollar für Schutz jüdischer Einrichtungen in Los Angeles

Das Geld fließt ins Community Security Initiative Program. Das Projekt arbeitet mit jüdischen Einrichtungen zusammen und koordiniert Kontakte zu Sicherheits- und Rettungsbehörden

 12.05.2026