Brüssel

Feuer in Synagoge gelegt

Synagoge in der Rue de la Clinique im Brüsseler Stadtteil Anderlecht Foto: dpa

Unbekannte haben am frühen Dienstagmorgen gegen 5.30 Uhr in der Synagoge im Brüsseler Stadtteil Anderlecht ein Feuer gelegt. Dabei wurden drei Personen leicht verletzt. Es soll sich um eine Frau und zwei Kinder handeln, die offenbar zur Familie des Synagogendieners gehören. Die Feuerwehr habe vier verschiedene Brandsätze gefunden.

Gewaltakt Laut Polizeiangaben entstand bei dem Feuer im zweiten Stock Sachschaden, alle Kultgegenstände konnten gerettet werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei nicht sicher, ob es sich um eine antisemitisch motivierte Tat handele. Der Vorsitzende der orthodoxen jüdischen Gemeinde, Jehuda Guttmann, sagte dem belgischen Fernsehsender RTL, er gehe von »Vandalismus« aus.

»Wenn das ein antisemitischer Akt gewesen wäre, hätten die Täter wohl die Torarollen und die heiligen Bücher verbrannt.« Das sei nicht der Fall gewesen. Die Gemeinde lebe mit allen in Frieden, zitierte die Zeitung LeSoir den Gemeindevorsitzenden. ja

Kulinarisch

Ein Michelin-Stern für die Safta

Tränen, Konfetti und ein Stück Geschichte: Das Restaurant »Mutra« des Israelis Raz Shabtai erhält als erstes koscheres Lokal weltweit die legendäre Auszeichnung

von Sabine Brandes  31.05.2026

Barcelona

Kein Saunazutritt mit Davidstern?

Zwei Jüdinnen soll der Zutritt zu einer LGBTQ-Sauna verweigert worden zu sein. Die Betroffenen haben Anzeige bei den zuständigen Behörden erstattet

 31.05.2026

Meinung

Fertig Idylle!

Am Mittwoch sticht in der Winterthurer Innenstadt ein Mann auf vorbeilaufende Passanten ein und schreit »Allahu Akbar« – ein Weckruf für die Schweiz

von Nicole Dreyfus  28.05.2026

Warnung

Steven Spielberg will keine KI nutzen

Der Filmemacher sieht einen Platz für KI in der Medizin und in der Forschung.

 28.05.2026

Interview

»Das ist nicht normal«

Regina Sluszny überlebte die Schoa, weil sie von katholischen Belgiern versteckt wurde. Angesichts des Strafverfahrens gegen Mohalim fragt sich die Vorsitzende des jüdischen Dachverbands FJO, ob es für Juden in Belgien noch eine Zukunft gibt

von Michael Thaidigsmann  27.05.2026

Italien

Pride in Rom schließt jüdische LGBTQ-Organisationen aus

Die Organisatoren der Rome Pride Parade verbannen jüdische LGBTQ-Gruppen, die sich nicht von einem angeblichen Völkermord in Gaza distanzieren

von Nicole Dreyfus  27.05.2026

Antwerpen

Belgien: Empörung über Anklage gegen jüdische Beschneider

Wegen Anklagen gegen zwei jüdische Beschneider kritisieren jüdische Vertreter die belgischen Behörden scharf. Die European Jewish Association wirft der Staatsanwaltschaft vor, die Religionsfreiheit zu verletzen - Belgien weist dies zurück

von Marlene Brey  27.05.2026

New Jersey

Donald Newhouse mit 96 Jahren gestorben

Er war einer der einflussreichsten Medienmanager in den USA. Das Rampenlicht suchte er nur selten

 27.05.2026

Dokumentation

»Mehr Mut zu unbequemen Wahrheiten!«

Die Jüdische Allgemeine ist mit dem Tacheles-Preis ausgezeichnet worden. Hier dokumentieren wir die Dankesrede von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  21.05.2026