Teplice

Feierliche Übergabe in Nordböhmen

Der alte jüdische Friedhof im Teplicer Stadtteil Sobedruhy (Soborten) ist einer der ältesten erhalten gebliebenen jüdischen Friedhöfe Nordböhmens. Foto: cc

Die Bauarbeiten auf dem mehr als 300 Jahre alten jüdischen Friedhof im tschechischen Teplice-Sobedruhy sind vorerst abgeschlossen. Zur feierlichen Übergabe trafen sich am Freitag Vertreter der Jüdischen Gemeinden von Teplice und Dresden auf dem denkmalgeschützten Friedhof.

Die sichere Einfriedung sei auch ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassenhass, sagte der Vorsitzende des Fördervereins der Dresdner Synagoge, Rainer Thümmel, bei der feierlichen Übergabe. Zugleich erinnerte er an die Zerstörung in der NS-Zeit: »Wir bitten auch an diesem Ort um Vergebung, was in deutschem Namen und durch deutsche Täter während des Holocausts an Grauenhaftem geschah.«

einfriedung In den vergangenen Monaten wurde ein neuer Zaun um den Friedhof gebaut. Die Einfriedung soll vor allem vor Diebstahl, Vandalismus und Zerstörung schützen. Die Kosten für den Stabgitterzaun mit Efeu-Bepflanzung betragen rund 21.000 Euro. Zusätzliche Kosten fielen für den Bau einer Treppe an.

Der Freundeskreis Dresdner Synagoge hatte einen Spendenaufruf zugunsten des denkmalgeschützten Friedhofs Sobedruhy gestartet. Die Jüdische Gemeinde Teplice feiert in diesem Jahr ihr 600-jähriges Bestehen. Ihr gehören derzeit rund 150 Mitglieder an. Der alte jüdische Friedhof im Teplicer Stadtteil Sobedruhy (Soborten) ist einer der ältesten erhalten gebliebenen jüdischen Friedhöfe Nordböhmens. epd

Trondheim

Vorfall vor Synagoge in Norwegen

Im norwegischen Trondheim drang ein bewaffneter Mann in die Synagoge ein. Die Polizei konnte ihn festnehmen

 12.03.2026

Michigan

Amokläufer fährt mit Truck in Synagoge

Ein Amokläufer hat im Nordwesten von Detroit ein jüdisches Gemeindezentrum angegriffen, in dem sich auch ein Kindergarten befindet

 12.03.2026 Aktualisiert

Irak

»Ich wurde von Idioten entführt«

903 Tage lang war die russisch-israelische Wissenschaftlerin Elizabeth Tsurkov als Geisel in der Gewalt pro-iranischer Terroristen. Dies ist ihre persönliche Feldstudie zur Brutalität autoritärer Regime

von Elizabeth Tsurkov  12.03.2026

Belgien

Steckt der Iran hinter dem Terroranschlag von Lüttich?

Ein Bekennervideo, das die Explosion vor der Lütticher Synagoge am frühen Montagmorgen zeigt, deutet auf einen islamistischen Hintergrund der Tat hin

 12.03.2026

Supercentenarians

Älteste Holocaust-Überlebende Mollie Horwitz wird 110 - oder gar 113

Mit 110 Jahren steigen Hochbetagte auf in die Gruppe der »Supercentenarians«, von denen es nicht viele auf der Welt gibt. Gehört Mollie Horwitz jetzt dazu oder schon seit drei Jahren, wie Wissenschaftler vermuten?

von Christiane Laudage  11.03.2026

Brüssel

Belgische Juden fordern Antisemitismusbeauftragten

Nach dem Sprengstoffanschlag auf die Synagoge von Lüttich verlangt der jüdische Dachverband CCOJB größere Anstrengungen der Politik im Kampf gegen Judenhass

 10.03.2026

Antisemitismus

Schweiz: Dauerbelastung durch Judenhass

In seinem Jahresbericht zum Antisemitismus verzeichnet der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) zwar einen Rückgang bei tätlichen Angriffen - aber einen massiven Zuwachs im Online-Bereich

von Michael Thaidigsmann  10.03.2026

Polen

Wenige Juden, viele Debatten

Jüdisches Leben pendelt seit 1989 zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden. Eine Begegnung mit dem früheren Dissidenten, Aktivisten und Publizisten Konstanty Gebert

von Nicole Dreyfus  09.03.2026

Chabad

Europäische Rabbiner tagen in Berlin

Die Hauptstadt ist seit Montag Treffpunkt von rund 180 Rabbinern aus ganz Europa

 09.03.2026