Teplice

Feierliche Übergabe in Nordböhmen

Der alte jüdische Friedhof im Teplicer Stadtteil Sobedruhy (Soborten) ist einer der ältesten erhalten gebliebenen jüdischen Friedhöfe Nordböhmens. Foto: cc

Die Bauarbeiten auf dem mehr als 300 Jahre alten jüdischen Friedhof im tschechischen Teplice-Sobedruhy sind vorerst abgeschlossen. Zur feierlichen Übergabe trafen sich am Freitag Vertreter der Jüdischen Gemeinden von Teplice und Dresden auf dem denkmalgeschützten Friedhof.

Die sichere Einfriedung sei auch ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassenhass, sagte der Vorsitzende des Fördervereins der Dresdner Synagoge, Rainer Thümmel, bei der feierlichen Übergabe. Zugleich erinnerte er an die Zerstörung in der NS-Zeit: »Wir bitten auch an diesem Ort um Vergebung, was in deutschem Namen und durch deutsche Täter während des Holocausts an Grauenhaftem geschah.«

einfriedung In den vergangenen Monaten wurde ein neuer Zaun um den Friedhof gebaut. Die Einfriedung soll vor allem vor Diebstahl, Vandalismus und Zerstörung schützen. Die Kosten für den Stabgitterzaun mit Efeu-Bepflanzung betragen rund 21.000 Euro. Zusätzliche Kosten fielen für den Bau einer Treppe an.

Der Freundeskreis Dresdner Synagoge hatte einen Spendenaufruf zugunsten des denkmalgeschützten Friedhofs Sobedruhy gestartet. Die Jüdische Gemeinde Teplice feiert in diesem Jahr ihr 600-jähriges Bestehen. Ihr gehören derzeit rund 150 Mitglieder an. Der alte jüdische Friedhof im Teplicer Stadtteil Sobedruhy (Soborten) ist einer der ältesten erhalten gebliebenen jüdischen Friedhöfe Nordböhmens. epd

Schweiz

Noah bleibt der beliebteste Jungenname

Kein anderer Jungenname wurde 2025 häufiger an Neugeborene vergeben. Bei den Mädchen setzte sich Sofia an die Spitze

von Nicole Dreyfus  24.08.2026

Österreich

Exodus über die Alpen

Zehntausende Juden flohen nach der Schoa über die Hohen Tauern nach Italien und weiter nach Palästina. Heute folgen ihre Nachfahren und andere Wanderer der historischen Route

von Pascal Beck  24.08.2026

Russland

Putins Doppelschlag gegen Jabloko

Die einzige Antikriegs-Partei wurde von der Wahl ausgeschlossen und ihr Anführer zu mehr als elf Jahren Straflager verurteilt

von Alexander Friedman  24.08.2026

New York

Gouverneurin Hochul fordert Mamdani auf, sich weniger auf Israel zu konzentrieren

In einem Interview legt die Gouverneurin des Bundesstaats New York dem Bürgermeister der gleichnamigen Metropole nahe, seinen Fokus auf das »Handwerkszeug der Stadtregierung« zu legen

 23.08.2026

Frankreich

»Fick dich, Gisèle, fickt euch, ihr Zionisten«

Gisèle Journo ist Jüdin und betreibt in Paris eine Agentur für Influencer. Jetzt ist sie Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen geworden. Auslöser war der Boykottaufruf einer Europaabgeordneten

von Michael Thaidigsmann  21.08.2026

Philanthropie

Lauder-Stiftung lässt Förderung jüdischer Schulen in sieben europäischen Städten auslaufen

Zum Abschluss der jahrzehntelangen Förderung stellt die Ronald S. Lauder Foundation noch einmal 75 Millionen Dollar bereit. Die Strategie: Hilfe zur Selbsthilfe

 21.08.2026

Yotam Ottolenghi (l.) und Anthony Bourdain

Kulinarisches

Als Yotam Ottolenghi mit Anthony Bourdain einmal in der Wüste landete

Der israelisch-britische Koch erinnert sich zum Filmstart von »Tony« an seine Begegnung mit seinem berühmten amerikanischen Kollegen

von Katrin Richter  21.08.2026

Schweiz

»Death to Zionism«: Anti-Israel-Demo sorgt in Basel für Unruhe

Ausgerechnet am Jahrestag des Ersten Zionistenkongresses soll eine Kundgebung stattfinden, bei der die Vernichtung Israels propagiert wird

 20.08.2026

Wien

Sieben Tage vermisst

Das Verschwinden zweier Israelinnen löste eine groß angelegte internationale Suchaktion aus. Die Geschichte aus realer Angst, einer Nachrichtensperre und wilden Gerüchten hat zwei Versionen

von Sophie Albers Ben Chamo  20.08.2026