USA

Exodus aus Florida

Vor seiner Ankunft in Florida am Sonntag hat der Hurrikan wieder an Stärke gewonnen. Foto: dpa

Seit Tagen pflügt Hurrikan Irma durch die Karibik, am Sonntag hat er Florida erreicht. Vor nichts und niemandem macht der Wirbelsturm halt. Zigtausende Häuser wurden evakuiert, Millionen Menschen haben ihre Wohnungen verlassen, sind zu Verwandten oder Freunden gefahren, um sich in Sicherheit zu bringen. Andere warten in Notunterkünften darauf, dass Irma weiterzieht.

Jüdische Gemeinden und Organisationen in verschiedenen Bundesstaaten bieten den Betroffenen ihre Hilfe an. So erwartete man am Freitag in Atlanta mehr als 1000 Schutzsuchende aus Florida.

gastfamilien Amerikanische Medien berichteten, dass sich in den Synagogengemeinden Beth Jacob und Young Israel in Toco Hills Freiwillige darauf vorbereiteten. Sie brachten die »Flüchtlinge« aus Florida mit Gastfamilien aus ihren Gemeinden zusammen und organisierten Einladungen zum Schabbat-Abendessen. »Unsere Datenbank wächst und wächst«, sagte Yacov Heller, einer der Freiwilligen. Um die Gastgeber zu entlasten, wurden im Gemeindezentrum Mahlzeiten angeboten.

»Es geht uns darum, den Familien einen sicheren Zufluchtsort zu bieten«, sagte Rabbi Adam Starr vor einigen Tagen. »Wir wissen, dass andere uns genauso helfen würden, falls wir die gleiche Hilfe benötigten.«

Manche befürchten, das könnte bald der Fall sein. Denn inzwischen rast »Irma«, wenn auch in abgeschwächter Form, auf Atlanta zu. Dort werden inzwischen Häuser evakuiert, und etliche Menschen verlassen die Stadt in Richtung Norden. tok

Mehr dazu in unserer Printausgabe am Donnerstag

Großbritannien

Angriff auf Ambulanzen

Eine iranisch-islamistische Terrorgruppe bekennt sich zu einem Anschlag auf den jüdischen Rettungsdienst Hatzola

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  25.03.2026

London

Nach Brandanschlag: König Charles übernimmt Schirmherrschaft für jüdische Sicherheitsorganisation

Das Engagement des Monarchen für »Toleranz, Inklusion und interreligiöses Verständnis« passe eng zur Arbeit des Community Security Trust, so die Organisation

 25.03.2026

Nachruf

Chuck Norris ist doch sterblich

Der Actionstar und Meme-König wurde 86 Jahre alt. Und war immer ein großer Freund Israels

von Sophie Albers Ben Chamo  25.03.2026

Russland

Kleines Haus, große Herausforderung

Einst trugen Schoa-Überlebende in Sankt Petersburg eine Ausstellung zusammen. Nun ist daraus ein Museum geworden, das auch jungen Menschen die jüdische Geschichte näherbringt

von Polina Kantor  24.03.2026

Belgien

Zwei Festnahmen nach Brandstiftung in Antwerpen

Zwei Minderjährige sollen an der Grenze zum jüdischen Viertel ein Auto angezündet haben

 24.03.2026

Großbritannien

Vier Krankenwagen vor Synagoge in Brand gesteckt

Die Londoner Polizei geht von einem antisemitischen Motiv aus

 23.03.2026

Journalismus

Neuer Georg Stefan Troller Preis ehrt Beiträge über jüdisches Leben

Er hat einst das Interview-Format revolutioniert. Ein neuer Journalisten-Preis wird im Namen des im September 2025 gestorbenen Schoa-Überlebenden Georg Stefan Troller ausgeschrieben

 20.03.2026

Irak

»Ich wurde von Idioten entführt«

903 Tage lang war die russisch-israelische Wissenschaftlerin Elizabeth Tsurkov als Geisel in der Gewalt pro-iranischer Terroristen. Dies ist ihre persönliche Feldstudie zur Brutalität autoritärer Regime

von Elizabeth Tsurkov  20.03.2026 Aktualisiert

New York

Zohran Mamdani missbraucht St. Patrick’s Day für Anklage gegen Israel

Elisha Wiesel wirft dem Bürgermeister vor, an dem irischen Feiertag »eine bösartige Ritualmordlegende gegen Juden« verbreitet zu haben, indem er behauptete, sie hätten in Gaza einen »Genozid« begangen

 19.03.2026