Island

ESC: Israel soll ausgeschlossen werden

Im Mai 2023 stand Noa Kirel für Israel auf der Bühne des Eurovision Song Contest. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Islands Kulturszene bleibt konsequent in ihrer heftigen Ablehnung Israels. Nachdem der isländische Auftritt 2019 in Tel Aviv, bei dem die Gruppe Hatari (»Hass wird siegen«) »Palestine«-Banner in die Kameras hielt, eine offizielle Strafe nach sich zog, fordert die »Vereinigung isländischer Komponisten und Lyriker« (FTT) nun, dass Israel für den kommenden Eurovision Song Contest (ESC) disqualifiziert werde.

In einem Brief der FTT an die isländische Sendeanstalt RÚV, die für Islands Repräsentation in dem beliebten Wettbewerb zuständig ist, hieß es, dass Island nicht am Eurovision 2024 teilnehmen dürfe, wenn Israel nicht von der Teilnahme ausgeschlossen werde - so wie Russland wegen der Ukraine-Invasion vom letzten Wettbewerb ausgeschlossen wurde. Island sei verpflichtet, gegen den Krieg im Gazastreifen Stellung zu beziehen.

RÚV-Intendant Stefán Eiríksson hatte daraufhin mitgeteilt, dass die Sendeanstalt an der Teilnahme festhalte. Das Online-Portal »Icelandreview« schreibt zudem, dass die FTT-Forderung in einer Vorstandssitzung der RÚV gar nicht erst zur Abstimmung gekommen sei.

Israel wird nach wie vor im Mai am ESC teilnehmen, wie die Europäische Rundfunkunion, die den Wettbewerb organisiert, mitteilte. »Es ist ein Wettbewerb für Rundfunkanstalten - nicht für Regierungen«, heißt es in einem Statement der Organisation. Israel nimmt seit 50 Jahren am ESC teil. ja

Italien

Licht der Erinnerung

Die Juden Lecces wurden 1541 aus dem Königreich Neapel vertrieben. Fast 500 Jahre später wird ihre Geschichte in dem kleinen »Museo Ebraico« zu neuem Leben erweckt – dank zweier engagierter Familien

von Lydia Bergida  17.01.2026

Der Eruv kann auch teilweise aus ergänzten bei der Sigi-Feigel-Terrasse

Schweiz

Ein Eruv für Zürich

Unsichtbar im Stadtbild, spürbar im religiösen Alltag. Die größte jüdische Gemeinschaft der Schweiz spannt einen symbolischen Faden – und macht jüdisches Leben sichtbarer

von Nicole Dreyfus  16.01.2026

England

Maccabi-Fan-Bann: Ministerin entzieht Polizeichef das Vertrauen

Ein Bericht zum Agieren der West Midlands Police beim Ausschluss von Fans des israelischen Vereins Maccabi Tel Aviv vom Spiel gegen Aston Villa hat schwere Fehler zutage gefördert

 15.01.2026

Irak

Humor als Waffe

Elizabeth Tsurkov berichtet über ihre 903 Tage als Geisel einer pro-iranischen Terrormiliz und was ihr beim Überleben half

von Michael Thaidigsmann  15.01.2026

Auszeichnung

Vier Deutsche mit Obermayer Awards ausgezeichnet

Seit dem Jahr 2000 verleiht die amerikanische Obermayer-Stiftung jährlich einen Geschichtspreis an Heimatforscher und Gedenk- und Aufarbeitungsprojekte in Deutschland. In diesem Jahr werden vier Personen und eine Initiative geehrt

 13.01.2026

Nachruf

Zum »idealen arischen Baby« erklärt: Hessy Levinsons Taft gestorben

Der Fotograf sagte Tafts Familie damals, er habe bewusst das Foto eines jüdischen Kindes eingereicht, um die Rassenideologie der Nazis ad absurdum zu führen

von Imanuel Marcus  13.01.2026

Jackson

Brandanschlag auf Synagoge in Mississippi

Zwei Torarollen hat das Feuer vollständig zerstört. Der Verdächtige wurde vom FBI gefasst. Er bezeichnete das Gebäude während eines Verhörs als »Synagoge Satans«.

 12.01.2026 Aktualisiert

Fußball

Als Bayern gegen Prag verlor

Vor 125 Jahren traf der FC Bayern bei seinem ersten Auslandsspiel auf den legendären DFC Prag – und unterlag 0:8. Nach dessen Auflösung 1938 geriet der jüdische Verein fast in Vergessenheit, doch seit einigen Jahren wird er von Enthusiasten wiederbelebt

von Kilian Kirchgeßner  11.01.2026

Armenien

Offene Arme in Jerewan

Juden finden in einer der ältesten Städte der Welt Sicherheit und Gemeinschaft. Ein Ortsbesuch

von Stephan Pramme  11.01.2026