Vereinigte Arabische Emirate

EU kritisieren Todesstrafe für Mörder von Chabad-Rabbiner

Rabbiner Zvi Kogan sel. A. wurde im November 2024 verschleppt und ermordet

Nach dem Todesurteil in eines Gerichts in Abu Dhabi gegen drei Männer, die des Mordes an einem israelischen Rabbiner beschuldigt werden, hat die EU Kritik an der Strafwahl geübt. Man bedauere zutiefst, dass die Vereinigten Arabischen Emirate ihre faktische Aussetzung der Todesstrafe gebrochen hätten, teilte der Europäische Auswärtige Dienst in Brüssel am Mittwoch mit.

Die Europäische Union bekräftige ihre »entschiedene Ablehnung der Todesstrafe in allen Fällen und unter allen Umständen«, hieß es. Diese Strafe sei mit dem unveräußerlichen Recht auf Leben und Menschenwürde unvereinbar, habe keine abschreckende Wirkung auf Verbrechen und mache mögliche Justizirrtümer unumkehrbar.

Lesen Sie auch

Drei Todesstrafen, einmal lebenslänglich

Wie die staatliche Nachrichtenagentur WAM in den Emiraten am 31. März berichtete, hatte ein Gericht in Abu Dhabi die drei Angeklagten zum Tod und einen vierten zu lebenslanger Haft verurteilt. Den muslimischen Männern usbekischer Staatsangehörigkeit wurde zur Last gelegt, im November den 28-jährigen israelisch-moldauischen Rabbiner Zvi Kogan verschleppt und ermordet zu haben. Kogan, der in Dubai in den Emiraten lebte und arbeitete, war laut Medienberichten Chabad-Rabbiner. kna

Italien

Nächstes Jahr in Palermo

Über Jahrhunderte war das Judentum fester Bestandteil Siziliens. Dann wurde es mehr als 500 Jahre lang dem Vergessen preisgegeben. Die Geschichte einer Wiederentdeckung

von Mark Feldon  28.04.2026

Vereinte Nationen

Welche Chancen hat diese Frau?

Erstmals könnte eine Frau neue UN-Generalsekretärin werden. Mit im Rennen ist Rebeca Grynspan aus Costa Rica. Sollte sie gewählt werden, wäre sie auch die erste jüdische Person im Amt

von Michael Thaidigsmann  28.04.2026

Universität Gent

»So weit ist es also gekommen«

Israelfeindliche Aktivisten haben erneut ein Fakultätsgebäude besetzt - obwohl die belgische Uni bereits vor zwei Jahren die Kooperation mit drei israelischen Hochschulen beendet hatte

von Michael Thaidigsmann  27.04.2026

Kirgistan

Hotel verbietet »Juden und Tieren« den Zutritt

Eine erst vor wenigen Wochen eröffnete Unterkunft in der kirgisischen Stadt Osch musste nach Intervention der israelischen Botschaft ein Schild wieder abhängen

 27.04.2026

Nachruf

Dirigent Michael Tilson Thomas mit 81 Jahren gestorben

Als Chefdirigent der San Francisco Symphony wurde er berühmt. Doch er arbeitete mit Orchestern in aller Welt. Nun ist der Musiker mit 81 Jahren gestorben

 24.04.2026

Österreich

Der geneigte Antisemit

In Wien soll das Denkmal des einstigen Bürgermeisters Karl Lueger um 3,5 Grad gekippt werden. Die jüdische Gemeinde sähe die Bronzestatue lieber im Museum. Ein Ortsbesuch

von Tobias Kühn  24.04.2026

Tschernobyl

Damals in Tschernobyl

Im März 1987 arbeitete unser Autor zwei Wochen lang im havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl. Eine persönlicher Bericht über die Zeit in der Sperrzone und wie es danach weitergeht

von Vitalii Miasnikov  24.04.2026

Sowjetunion

Der Schatten von Tschernobyl

Auch 40 Jahre nach der Katastrophe beschäftigt das Reaktorunglück die Menschen. Unseren Autor begleitet sie seit der Kindheit. Persönliche Erinnerungen und ein politischer Blick zurück

von Alexander Friedman  24.04.2026

USA

Recht auf Restitution

Ende April sollte der Anspruch auf Rückerlangung von in der Nazizeit gestohlener Kunst auslaufen. Per Gesetz wurde er nun entfristet

von Sophie Albers Ben Chamo  23.04.2026