Vereinigte Arabische Emirate

EU kritisieren Todesstrafe für Mörder von Chabad-Rabbiner

Rabbiner Zvi Kogan sel. A. wurde im November 2024 verschleppt und ermordet

Nach dem Todesurteil in eines Gerichts in Abu Dhabi gegen drei Männer, die des Mordes an einem israelischen Rabbiner beschuldigt werden, hat die EU Kritik an der Strafwahl geübt. Man bedauere zutiefst, dass die Vereinigten Arabischen Emirate ihre faktische Aussetzung der Todesstrafe gebrochen hätten, teilte der Europäische Auswärtige Dienst in Brüssel am Mittwoch mit.

Die Europäische Union bekräftige ihre »entschiedene Ablehnung der Todesstrafe in allen Fällen und unter allen Umständen«, hieß es. Diese Strafe sei mit dem unveräußerlichen Recht auf Leben und Menschenwürde unvereinbar, habe keine abschreckende Wirkung auf Verbrechen und mache mögliche Justizirrtümer unumkehrbar.

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Drei Todesstrafen, einmal lebenslänglich

Wie die staatliche Nachrichtenagentur WAM in den Emiraten am 31. März berichtete, hatte ein Gericht in Abu Dhabi die drei Angeklagten zum Tod und einen vierten zu lebenslanger Haft verurteilt. Den muslimischen Männern usbekischer Staatsangehörigkeit wurde zur Last gelegt, im November den 28-jährigen israelisch-moldauischen Rabbiner Zvi Kogan verschleppt und ermordet zu haben. Kogan, der in Dubai in den Emiraten lebte und arbeitete, war laut Medienberichten Chabad-Rabbiner. kna

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