Italien

Empörung über antisemitische Provokation

Synagoge in Rom Foto: dpa

Kurz vor dem Internationalen Holocaust-Gedenktag sind der Großen Synagoge, der israelischen Botschaft und dem Jüdischen Museum in Rom Pakete mit Schweinsköpfen zugestellt worden. Wie italienische Medien berichteten, erhielt die Synagoge das Paket am Freitag.

Unmittelbar zuvor habe ein anonymer Anrufer am Telefon gesagt, auf dem Gemeindegelände befinde sich eine Paketbombe. Daraufhin eilte eine Spezialeinheit der italienischen Polizei zur Synagoge, öffnete das Paket und entdeckte den Inhalt, der offenbar aus einem Schlachthaus stammt. Die Anti-Terrorabteilung der Polizei untersucht nun den Fall und fahndet nach den Tätern.

Angriff Roms Bürgermeister Ignazio Marino verurteilte den Akt als eine »Einschüchterung der jüdischen Gemeinde«. Ein Angriff auf die Juden von Rom sei ein Angriff auf alle Einwohner der Stadt, twitterte er.

Wie die Tageszeitung Corriere Della Sera berichtete, habe man am Samstag auch mehrere antisemitische Graffiti an einem Verwaltungsgebäude in der Stadt entdeckt. Auf einem Schriftzug sei zu lesen gewesen: »Der Holocaust ist eine Lüge«, ein weiterer habe ein Hakenkreuz gezeigt mit den Worten: »Hanna (!) Frank ist eine große Lügnerin«.

Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano bezeichnete die antisemitischen Akte vom Wochenende in Rom als »gemeine Provokation«. Bei einer Gedenkfeier am Montag forderte er zu Wachsamkeit auf gegen »jede Form von Antisemitismus, unter welcher Tarnung er auch immer auftritt«. ja/epd

Mailand

Jüdischer Eishockey-Star Jack Hughes schießt USA zu historischem Olympia-Gold

Der 22-Jährige erzielt den entscheidenden Treffer gegen Kanada und beendete damit eine 46 Jahre lange Durststrecke der amerikanischen Männer-Auswahl

 23.02.2026

Großbritannien

Hoffen auf ein Wunder

Eine der letzten Synagogen des Londoner East End könnte trotz aller Rettungsversuche zu einer Moschee werden

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  22.02.2026

Nachruf

»Grey’s Anatomy«-Star Eric Dane im Alter von 53 Jahren gestorben

Nach Angaben seiner Familie erlag er Komplikationen infolge seiner ALS-Erkrankung

 20.02.2026

Meinung

Königliches Versagen im Kulturbetrieb

Das renommierte Reina-Sofía-Museum in Madrid setzt eine Schoa-Überlebende vor die Tür. Die Existenz des Juden wird zur Provokation, die Befindlichkeit des Antisemiten zum schützenswerten Gut. Spanien ist verloren!

von Louis Lewitan  19.02.2026

Pilot Adam Edelman (links) und Bremser Menachem Chen auch Israel, was noch keinem israelischem Bob-Team vor ihnen gelang: eine Olympia-Qualifikation ohne Trainer

Winterspiele

RTS entschuldigt sich für Olympia-Kommentar

Ein Live-Kommentar über den israelischen Bobfahrer Adam Edelman sorgte für Empörung – nun entschuldigt sich RTS und spricht von einem »unangemessenen Format«

von Nicole Dreyfus  19.02.2026

Belarus

Die Kushner-Karte

Alexander Lukaschenko sucht die Nähe zu den USA und gibt sich philosemitisch

von Alexander Friedman  18.02.2026

Antisemitismus

In Andorra wird zum Karneval eine Israel-Puppe hingerichtet

In dem kleinen Fürstentum in den Pyrenäen wurde beim Karneval einer Puppe mit Davidstern der Prozess gemacht - die jüdische Gemeinschaft ist empört

 18.02.2026

Meinung

Eklat im Schweizer öffentlich-rechtlichen: Das RTS und der Israelhass

Der eigentliche Skandal ist die Rechtfertigung des öffentlich-rechtlichen Senders. Eine Rundfunkanstalt sollte ihre publizistischen Leitlinien immer einhalten und auch bei Israel keine Ausnahme machen.

von Nicole Dreyfus  17.02.2026

Der israelische Bobfahrer Adam Edelman nimmt die Hasstiraden gegen seine Person gelassen und will sich auf den Wettkampf konzentieren.

Olympische Winterspiele

Sender verteidigt »Genozid«-Kommentar, nimmt ihn aber offline

Die politischen Einordnungen eines Schweizer TV-Kommentators bei der Abfahrt des israelischen Bobfahrers Adam Edelman sorgen für Debatten. Der Sender verteidigt sich, der Sportler sieht es gelassen

 17.02.2026