Russland

Eine Garage voller Judentum

Israels Präsident Schimon Peres (M.) und Russlands Außenminister Sergej Lawrow (r.) besichtigen die Räumlichkeiten des neuen Museums während der feierlichen Eröffnung. Foto: Flash 90

Israels Staatspräsident Schimon Peres und der russische Außenminister Sergej Lawrow haben am Donnerstagvormittag in Moskau ein neues jüdisches Museum und Zentrum für Toleranz eröffnet. Wie israelische Medien berichteten, sei es das weltweit größte jüdische Museum. Es präsentiere auf 17.000 Quadratmetern die Geschichte der russischen Juden von der Zarenzeit über den Holocaust bis heute. Die Ausstellung zeige »die Größe des Menschen, aber auch seine Schwäche«, sagte Peres bei der Eröffnung.

Wahrzeichen Nach einer Pressemitteilung aus dem Kreml sei das Museum seit 2007 mit Putins Unterstützung errichtet worden. Es befindet sich in einem Wahrzeichen Moskaus, dem ehemaligen Bachmetevsky-Busdepot des Architekten Konstantin Melnikow aus dem Jahr 1927. Im Jahr 2008 hatte das Berliner Architekturbüro GRAFT den Wettbewerb gewonnen, den Umbau des Busdepots führte allerdings das New Yorker Büro Ralph Appelbaum Associates aus.

Wie der Verband jüdischer Gemeinden in Russland (FJCR) mitteilte, gibt es in dem Gebäude auch eine Bibliothek, Konferenzsäle und Galerien. ja

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