London

Der Labour-Chef bei Limmud

Labour-Chef Keir Starmer Foto: imago images/PA Images

Der Chef der Labour-Partei, Keir Starmer, hat sich am Montag in Form eines Online-Interviews an die Teilnehmer des britischen Limmud Jewish Learning Festival gewandt.

Wie Londoner Medien berichteten, sprach er dabei nicht nur darüber, wie er den Antisemitismus in seiner Partei bekämpfen will, sondern erzählte auch darüber, wie er und seine Frau die gemeinsamen Kinder erziehen.

Herkunft Starmer, der Anfang des Jahres die Nachfolge von Jeremy Corbyn antrat, gehört der Church of England an, der Anglikanischen Kirche (CoE). Er sei »mit einer lockeren Bindung zur CoE aufgewachsen« sagte er, »und die Familie meiner Frau ist jüdisch, sie kamen aus Polen«.

Der 58-jährige Starmer und seine Frau, die Rechtsanwältin Victoria Alexander, haben zwei Kinder. In jüdischer Tradition würden sie jeden Freitag zusammenkommen, manchmal auch mit der Familie seiner Frau – das sei »unglaublich wichtig«.

Die Familie gehört zu einer liberalen Synagoge in St. Johns Wood in London. Alexanders Mutter starb Anfang des Jahres. »Es war ein schreckliches Jahr für meine Frau und ihre Familie«, sagte Starmer.

kritik In dem Interview wiederholte er die Kritik daran, wie sein Vorgänger Jeremy Corbyn, der Hamas und Hisbollah als Freunde bezeichnete und einen pauschalen Israelboykott unterstützte, mit der Verbreitung antisemitischer Hassrede innerhalb der Partei umging. Etliche jüdische Mitglieder hatten Labour deshalb den Rücken gekehrt.

Starmer versucht nun, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Er hat für Corbyns Versäumnis, den Antisemitismus zu bekämpfen, um Entschuldigung gebeten und seinen Vorgänger im November vorübergehend aus der Partei ausgeschlossen, nachdem dieser Teile eines Untersuchungsberichts über den Antisemitismus bei Labour heruntergespielt hatte.

Voller Zuversicht blickt Starmer nun nach vorn: »Ich denke, wir können verlorenen Boden wieder gutmachen.« ja

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