Schweiz

Der »King of Oil« ist tot

Marc Rich, (1934–2013) Foto: dpa

Marc Rich, einer der erfolgreichsten und umstrittensten Rohstoffhändler, ist tot. Wie die Jüdische Liberale Gemeinde Zürich mitteilte, starb der 78-Jährige am Mittwochmorgen in einem Krankenhaus in Luzern. Rich werde am Donnerstag in Tel Aviv beerdigt, berichtete ein Schweizer Radiosender. Als Todesursache wird, unter Berufung auf familiäre Kreise, ein Schlaganfall angegeben.

Herkunft Marc Rich wurde 1934 als Marcell David Reich in Antwerpen geboren. Seine Mutter stammte aus Saarbrücken, der Vater aus dem westgalizischen Przemysl. Ende der 30er-Jahre gelang der Familie die Ausreise in die USA.

Als junger Mann stieg Marc Rich in New York in den Rohstoffhandel ein. Er gründete mehrere Firmen und baute das Unternehmen Glencore mit auf. Trotz internationalen Embargos finanzierte er das Apartheid-Regime in Südafrika mit, importierte Öl aus Iran, belieferte Israel, handelte mit Kuba – und wurde in den USA wegen Steuerhinterziehung angeklagt. 1983 flüchtete er in die Schweiz. Jahrelang war in den USA ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt, bis ihn Präsident Bill Clinton 2001 schließlich begnadigte. ja

Judenhass

»Während er mir in den Kopf schneidet, sagt er: ›Die Juden erschießen Kinder‹«

Eine neue Dokumentation enthüllt ein erschreckendes Ausmaß an Antisemitismus im britischen Gesundheitssystem

 16.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 16.09.2026

Paris

Französische Rock-Ikone Catherine Ringer gestorben

Sie war die berühmte Stimme des legendären Duos Rita Mitsouko. Mit Hits wie »Marcia Baïla« wurde Catherine Ringer zur Ikone des französischen Rocks. Nun ist sie im Alter von 68 Jahren gestorben

 16.09.2026

Der jüdische Kardinal

Den einen zu jüdisch, den anderen zu katholisch: Aron Jean-Marie Kardinal Lustiger vereinte Welten in sich, die in der Geschichte schmerzhaft gegensätzlich waren

von Andrea Krogmann  15.09.2026

USA

Das süße Licht von Zusha

Seit 13 Jahren machen Shlomo Gaisin und Zack Goldschmiedt charedische Popmusik – mit Riesenerfolg

von Sophie Albers Ben Chamo  13.09.2026

Kino

Unter einem guten Stern

Jüdische Themen sind im französischen Kino immer wieder sehr gut aufgehoben. Auch »Nur ein kleines bisschen Glück« trifft mit Leichtigkeit mitten ins Herz

 11.09.2026

Kommentar

Ja, du bist gemeint!

Im Leben gibt es Menschen, die erkennen, was vor sich geht, und andere, die einfach blind den Trends folgen. Warum ich an der Seite meiner jüdischen Freunde stehe

von Boy George  11.09.2026

Rückkehr

Wiener Stadttempel nach Restaurierung wiedereröffnet

Nach mehr als zehn Monaten Bauzeit konnte die jüdische Gemeinde in Wien wieder in ihre Synagoge zurückkehren. Nun steht ein großes Fest an - auch zum runden Jubiläum des größten Gotteshauses seiner Art in Österreich

von Johannes Peter Senk  10.09.2026

9/11

Das Gift des Terrors

Ein Vierteljahrhundert nach den islamistischen Anschlägen auf Amerikas Zentren der Macht findet tatsächlich ein Regime Change statt. Allerdings nicht in den Täterländern, sondern in den USA. Ein persönlicher Rückblick

von Hannes Stein  10.09.2026