USA

Corona-Party im Weißen Haus?

US-Präsident Donald Trump Foto: dpa

Das Virus hält die Welt in Atem, und viele öffentliche Veranstaltungen werden abgesagt.

Doch dessen ungeachtet lädt US-Präsident Trump trotz großer öffentlicher Bedenken auch in diesem Jahr zu einer Chanukka-Party ins Weiße Haus. Wie die Jewish Telegraphic Agency (JTA) berichtete, findet der Empfang am Nachmittag des 9. Dezember statt, einen Tag, bevor das erste Licht an der Chanukkia gezündet wird.

veranstaltungen Trump wird immer wieder dafür kritisiert, dass er im Weißen Haus Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern durchführt, darunter mehrere, von denen angenommen wird, dass sie das Coronavirus tatsächlich verbreitet haben. So berichteten amerikanische Medien, dass Anthony Fauci, der führende Spezialist für Infektionskrankheiten in den Vereinigten Staaten, den Empfang der kürzlich bestätigten Richterin des Obersten Gerichtshofs, Amy Coney Barrett, als »Superspreading-Event« bezeichnete.

Chanukka-Empfänge sind seit einigen Jahren Tradition im Weißen Haus. Während der Clinton-Regierung begannen jüdische Mitarbeiter, sie in einem halbformalen Rahmen durchzuführen, unter George W. Bush wurden sie zu einer offiziellen Veranstaltung.

Obama setzte die Tradition fort und lud, weil es so viele Interessenten gab, jedes Jahr sogar zu zwei Chanukka-Empfängen. Trump übernahm die Neuerung seines Vorgängers. ja

Essay

Der Druck der Straße: Kann Frankreich seine Juden noch schützen?

Eine Republik, die ihre Rathäuser nicht schützen kann, wird auch ihre Juden nicht mehr lange beschützen können, meint unser Gastautor

von Rabbiner Pinchas Goldschmidt  23.10.2026

Rom

Papst vor AJC-Delegation: »Kirche duldet keinen Antisemitismus«  

Erstmals empfing Leo XIV. im Vatikan eine Delegation des American Jewish Committee - und betonte in seiner Ansprache, dass der interreligiöse Dialog zum Weltfrieden beitrage

 22.10.2026

New York

Magische Juden

Handleser, Geisterbeschwörer, Wahrsager und Wunderheiler: Eine neue Ausstellung beleuchtet die Lust am Okkulten

von Eva C. Schweitzer  21.10.2026

Interview

»Die Situation in Irland ist besonders dramatisch«

Daniel Botmann, der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland, spricht über seine jüngsten Besuche in Irland und Großbritannien und die Zusammenarbeit innerhalb der J7-Gruppe der großen jüdischen Gemeinden weltweit

von Michael Thaidigsmann  21.10.2026

London

Jüdinnen auf offener Straße angegriffen

Die Opfer wurden im Stadtteil Clapton Common ins Gesicht geschlagen

 21.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was sich an Bord abspielte

 20.10.2026

Kommentar

Eine unheilvolle Allianz

Wenn wie in Frankreich die radikale Linke und Islamisten Juden für Israels Politik verantwortlich machen, ist eine Grenze überschritten

von Simone Rodan  20.10.2026

Frankreich

Anarchie und Antisemitismus

Was mit Schülerprotesten gegen schlechte Lernbedingungen begann, hat sich zu gewalttätigen politischen Unruhen ausgewachsen, befeuert von Judenhass

von Laura Sahin  19.10.2026

Dave Rich

»Jüdische Studierende schweigen oft«

Der Antisemitismus-Experte über zunehmenden Judenhass an Universitäten, mangelnde Sicherheit im Alltag und die extreme Rechte in Großbritannien

von Nicole Dreyfus  19.10.2026