Mexiko

Claudia Sheinbaum tritt Präsidentinnenamt an

Claudia Sheinbaum tritt heute ihr Amt als Präsidentin an. Foto: picture alliance / Sipa USA

Mexiko steht vor einem historischen Machtwechsel: Claudia Sheinbaum übernimmt als erste Frau und erste jüdische Person das Präsidentenamt.

Die Ex-Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt tritt heute die Nachfolge ihres politischen Mentors an, des Linkspopulisten Andrés Manuel López Obrador. Die 62 Jahre alte Physikerin und Klimaexpertin wird die nach Brasilien größte Volkswirtschaft Lateinamerikas für sechs Jahre regieren.

Im Juni verhalf die Popularität López Obradors der Enkelin jüdischer Einwanderer zu einem deutlichen Wahlsieg. Sie setzt auf Kontinuität mit eigenen Akzenten. Unter anderem will sie die Sozialprogramme ihres Vorgängers fortsetzen und die Bahn ausbauen.

Lesen Sie auch

Organisierte Kriminalität

Zu den großen Herausforderungen in dem Land mit 130 Millionen Einwohnern zählt die ausufernde Gewalt der mächtigen Drogenkartelle. Zudem gab es zuletzt diplomatische Spannungen mit dem wichtigen Nachbarland und Handelspartner USA.

Sheinbaum gilt als enge Gefolgsfrau des Nationalisten López Obrador, dessen politischer Stil Mexiko jahrzehntelang gespalten hat. Viele ihrer künftigen Kabinettsmitglieder waren bereits Teil der scheidenden Regierung.

Die Partei Morena, die beide Kongresskammern kontrolliert, wurde von López Obrador gegründet und will sein politisches Vermächtnis bewahren. dpa

Fußball

Fußball auf dem Appellplatz von Buchenwald

Seit der Europameisterschaft 2024 erinnert die Gedenkstätte Buchenwald im Internet an Fußballer, Funktionäre und Spiele im ehemaligen Konzentrationslager. Der Appellplatz war Spielstätte, Häftlinge konnten kurz dem Lageralltag entfliehen

von Matthias Thüsing  09.06.2026

WM 2026

Schweizer Fußball-Stars begeistern jüdische Kinder

Kinder und Jugendliche einer jüdischen Schule in San Diego haben mit der Schweizer Nationalmannschaft Fußball gespielt

von Nicole Dreyfus  09.06.2026

Daniel Jositsch, Zürcher SP-Ständerat, am letzten Donnerstag, dem Tag seines Austritts aus der Partei

Meinung

Daniel Jositsch und der Preis der Klarheit

Daniel Jositsch verlässt nach seiner Nichtnomination in den Ständerat die SP. Der Fall zeigt, wie eng der Raum für sozialliberale und proisraelische Stimmen in der Linken geworden ist, nicht nur in der Schweiz

von Zsolt Balkanyi-Guery  08.06.2026

Frankreich

Shosanna rennt weiter

»Inglourious Basterds«-Star Mélanie Laurent ist zurück – und nimmt in »Fauda 5« Rache

von Sophie Albers Ben Chamo  07.06.2026

Großbritannien

Grünen-Chef will Ermittlungen gegen Briten, die in Israels Armee dienen

Zack Polanski gehört ebenso wie Jeremy Corbyn zu den Unterstützern einer Kampagne, die sich gegen britische Staatsbürger im israelischen Militär richtet

 05.06.2026

Meinung

Entlarvte Gesinnung

Ausgerechnet jener Schweizer Politiker, der sich im Parlament gegen das Hamas-Verbot stellte, lädt die französische Abgeordnete und Israelhasserin Rima Hassan nach Bern ein

von Nicole Dreyfus  04.06.2026

Großbritannien

Unterhausabgeordneter unterstellt Israel »Blutdurst«

In einer Parlamentsdebatte zu Israels Krieg gegen die Hisbollah im Libanon verstieg sich ein Parlamentarier zu antisemitischen Aussagen

 04.06.2026

Essay

Sündenfall des Big Apple

New Yorks Bürgermeister macht den Nahostkonflikt zur Innenpolitik und feiert BDS, während seine Frau den 7. Oktober rechtfertigt. Hinter der Fassade der Wohltäter steht die harte Ideologie der Ausgrenzung

von Louis Lewitan  04.06.2026

Brnenec

Museum in Oskar Schindlers Fabrik - Politiker sagen Unterstützung zu

Auf dem Gelände der früheren Fabrik von Oskar Schindler gibt es heute ein Museum. Noch zwickt es dort finanziell ordentlich. Aber Hilfe für die NS-Gedenkstätte ist zumindest am Horizont

von Alexander Brüggemann  03.06.2026