Corona-Pandemie

Claims Conference hilft Überlebenden bei Impfungen

8. März 2021: Ein Schoa-Überlebender wird im Frankfurter Treffpunkt geimpft. Foto: Rafael Herlich

Die Conference on Jewish Material Claims Against Germany (Claims Conference) hat ein neues Programm angekündigt, das Schoa-Überlebenden unter anderem helfen soll, zu den Impfstellen gegen das Coronavirus zu kommen.

Das »Holocaust Survivor Vaccine Assistance Program« (HSVAP) wird laut Claims Conference von der deutschen Bundesregierung finanziert und umfasst einmalig 13,5 Millionen US-Dollar.

Die Fördermittel sollen weltweit eingesetzt werden und Kosten für die Organisation von Impfterminen, Transport zu und von den Impfstellen sowie Versorgung und Beratung rund um die Immunisierung decken.

UNTERSTÜTZUNG »Viele Schoa-Überlebende sind gefährdet und an ihre Wohnung gebunden«, sagt Gideon Taylor, Präsident der Claims Conference. Eine Impfung zu erhalten, könne für einen Überlebenden ein beängstigender Schritt sein. Oft bräuchten sie dabei Unterstützung.

»Manchmal geht es darum, ihre Hände zu halten – im übertragenen Sinne und auch buchstäblich«, sagt Taylor. Es gehe darum, dass die Überlebenden wüssten, dass sie nicht allein seien.

Nach Angaben der Claims Conference leben derzeit weltweit mehr als 340.000 Schoa-Überlebende. Das HSVAP-Programm soll in über 40 Ländern zum Einsatz kommen. Es soll Lücken in den Impfprogrammen vor Ort beheben, die den Bedürfnissen der Überlebenden nicht entsprechen. ja

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