Corona-Pandemie

Claims Conference hilft Überlebenden bei Impfungen

8. März 2021: Ein Schoa-Überlebender wird im Frankfurter Treffpunkt geimpft. Foto: Rafael Herlich

Die Conference on Jewish Material Claims Against Germany (Claims Conference) hat ein neues Programm angekündigt, das Schoa-Überlebenden unter anderem helfen soll, zu den Impfstellen gegen das Coronavirus zu kommen.

Das »Holocaust Survivor Vaccine Assistance Program« (HSVAP) wird laut Claims Conference von der deutschen Bundesregierung finanziert und umfasst einmalig 13,5 Millionen US-Dollar.

Die Fördermittel sollen weltweit eingesetzt werden und Kosten für die Organisation von Impfterminen, Transport zu und von den Impfstellen sowie Versorgung und Beratung rund um die Immunisierung decken.

UNTERSTÜTZUNG »Viele Schoa-Überlebende sind gefährdet und an ihre Wohnung gebunden«, sagt Gideon Taylor, Präsident der Claims Conference. Eine Impfung zu erhalten, könne für einen Überlebenden ein beängstigender Schritt sein. Oft bräuchten sie dabei Unterstützung.

»Manchmal geht es darum, ihre Hände zu halten – im übertragenen Sinne und auch buchstäblich«, sagt Taylor. Es gehe darum, dass die Überlebenden wüssten, dass sie nicht allein seien.

Nach Angaben der Claims Conference leben derzeit weltweit mehr als 340.000 Schoa-Überlebende. Das HSVAP-Programm soll in über 40 Ländern zum Einsatz kommen. Es soll Lücken in den Impfprogrammen vor Ort beheben, die den Bedürfnissen der Überlebenden nicht entsprechen. ja

Washington D.C.

Mehr als eine Million Dollar für Schutz jüdischer Einrichtungen in Los Angeles

Das Geld fließt ins Community Security Initiative Program. Das Projekt arbeitet mit jüdischen Einrichtungen zusammen und koordiniert Kontakte zu Sicherheits- und Rettungsbehörden

 12.05.2026

Jubilar

Architektur als Zeichen der Hoffnung - Daniel Libeskind wird 80

Das Jüdische Museum Berlin, der Masterplan für Ground Zero in New York: Für den Amerikaner ist Bauen Teil der Erinnerungskultur

von Sigrid Hoff  12.05.2026

Meinung

Wer definiert das Judentum?

Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg im Üechtland verleiht dem messianischen Rabbiner Mark S. Kinzer die Ehrendoktorwürde. Das belastet das jüdische Verhältnis zu einem katholischen Partner

von Zsolt Balkanyi-Guery  12.05.2026

Essay

Warum ich Zionist bin

Heute ist Zionismus für viele ein Schimpfwort und gleichbedeutend mit Rassismus. Da muss eine Verwechslung vorliegen. Antizionismus ist Rassismus. Der Zionismus ist die selbstverständlichste Antwort auf zweitausend Jahre Verfolgung, Vertreibung und Völkermord

von Mathias Döpfner  12.05.2026

Runder Geburtstag

Meister der Linien: Architekt Daniel Libeskind wird 80

Er hat weltberühmte Gebäude entworfen – aber noch nie eines für sich selbst. Für den Architekten ist das gar kein Widerspruch, denn ihn interessiert ja etwas anderes

von Julia Kilian  11.05.2026

New York

Familie orthodoxer Jugendlicher verklagt Uber nach mutmaßlicher Vergewaltigung

Ein Uber-Taxichauffeur soll das minderjährige Opfer transportiert und damit gegen Regeln verstoßen haben, bevor es zu dem Sexualverbrechen kam

 11.05.2026

London

Mann nach antisemitischem Angriff angeklagt

Der 34-Jährige soll in Enfield mehrere Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft bedroht, beleidigt und attackiert haben

 11.05.2026

London

Tausende demonstrieren gegen Judenhass

Die Kundgebung nahe der Downing Street fand vor dem Hintergrund einer Serie antisemitischer Vorfälle und Angriffe in Großbritannien statt

 11.05.2026

New York

Abe Foxman gestorben

Der Holocaust-Überlebende und frühere ADL-Chef galt über Jahrzehnte als eine der bekanntesten Stimmen im Kampf gegen Judenhass in den USA

 11.05.2026