Tatarstan

Bombenanschlag auf jüdischen Gemeindechef

Das Bombenattentat ereignete sich nach Angaben der Ermittler am Montag in Kazan. Foto: screenshot JA

Der Jüdische Weltkongress hat mit Bestürzung und Fassungslosigkeit auf das Bombenattentat auf den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinschaft von Tatarstan reagiert. »Ich bin schockiert über den Anschlag auf Mikhail Abramovich und wünsche ihm schnellstmögliche Genesung«, sagte der Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses, Robert Singer.

»Ich kenne Herrn Abramovich seit über 25 Jahren und schätze ihn sehr. Der Aufbau der jüdischen Gemeinde in Kazan und in Tatarstan überhaupt ist maßgeblich auch ihm zu verdanken«, so Singer weiter. Er vertraue nun darauf, dass die Justiz in Tatarstans Hauptstadt Kazan die Attacke schnell aufklären werde.

Sprengstoff Das Bombenattentat ereignete sich nach Angaben der Ermittler am Montag in Kazan. Der Sprengstoff sei explodiert, als Abramovich in seinem Büro ein Päckchen mit unbekanntem Absender geöffnet habe.

Laut Aussage der Sicherheitsbehörden ist Abramovich dabei verletzt worden und werde zurzeit in einem Krankenhaus behandelt; sein Gesundheitszustand sei aber stabil. Über die Motive des Anschlags ist bislang nichts bekannt.

Abramovich ist seit mehr als zwei Jahrzehnten parallel zu seinem Hauptberuf als Geschäftsmann Vorsitzender der jüdischen Gemeinschaft von Tatarstan und Chef der Gemeinde in Kazan. In der autonomen Republik im östlichen Teil Russlands leben rund 10.000 Juden. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind Muslime. Die zweitwichtigste Religion in der autonomen Republik ist das russisch-orthodoxe Christentum. ja

Frankreich

Shosanna rennt weiter

»Inglourious Basterds«-Star Mélanie Laurent ist zurück – und nimmt in »Fauda 5« Rache

von Sophie Albers Ben Chamo  07.06.2026

Großbritannien

Grünen-Chef will Ermittlungen gegen Briten, die in Israels Armee dienen

Zack Polanski gehört ebenso wie Jeremy Corbyn zu den Unterstützern einer Kampagne, die sich gegen britische Staatsbürger im israelischen Militär richtet

 05.06.2026

Meinung

Entlarvte Gesinnung

Ausgerechnet jener Schweizer Politiker, der sich im Parlament gegen das Hamas-Verbot stellte, lädt die französische Abgeordnete und Israelhasserin Rima Hassan nach Bern ein

von Nicole Dreyfus  04.06.2026

Großbritannien

Unterhausabgeordneter unterstellt Israel »Blutdurst«

In einer Parlamentsdebatte zu Israels Krieg gegen die Hisbollah im Libanon verstieg sich ein Parlamentarier zu antisemitischen Aussagen

 04.06.2026

Essay

Sündenfall des Big Apple

New Yorks Bürgermeister macht den Nahostkonflikt zur Innenpolitik und feiert BDS, während seine Frau den 7. Oktober rechtfertigt. Hinter der Fassade der Wohltäter steht die harte Ideologie der Ausgrenzung

von Louis Lewitan  04.06.2026

Brnenec

Museum in Oskar Schindlers Fabrik - Politiker sagen Unterstützung zu

Auf dem Gelände der früheren Fabrik von Oskar Schindler gibt es heute ein Museum. Noch zwickt es dort finanziell ordentlich. Aber Hilfe für die NS-Gedenkstätte ist zumindest am Horizont

von Alexander Brüggemann  03.06.2026

Meinung

Sauna der Toleranz - aber nur ohne Davidstern

Zwei Frauen werden in Barcelona wegen eines jüdischen Symbols verhört, als »Zionistinnen« aussortiert und schließlich hinausgeworfen – im Namen einer Offenheit, die sich selbst ad absurdum führt

von Sabine Brandes  02.06.2026

Essay

Wenn ein Platz nicht schweigt

Gedanken zum 85. Jahrestag der Zerstörung der alten Synagoge von Esch-sur-Alzette durch die Nationalsozialisten

von Andreas Albrecht  02.06.2026

Hintergrund

»Lady Gaza« kommt in die Schweiz

Ein sozialdemokratischer Abgeordneter hat die umstrittene französische Europaabgeordnete Rima Hassan nach Bern eingeladen und damit Empörung ausgelöst. Erste Stimmen fordern nun ein Einreiseverbot

von Nicole Dreyfus, Michael Thaidigsmann  02.06.2026