Syrien

Bethaus unter Feuer

Alte Innenansicht der Synagoge Foto: cc

In der syrischen Hauptstadt Damaskus ist die 2000-jährige Jobar-Synagoge geplündert und niedergebrannt worden. Wie örtliche Medien Anfang der Woche berichteten, geben sich die Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad und die Rebellenarmee gegenseitig die Schuld an der Zerstörung.

Der Überlieferung nach soll die Synagoge an der Stelle errichtet worden sein, wo der Prophet Elija sich einst versteckte und später seinen Nachfolger Elisa salbte. Bereits Ende Februar hatten Regierungstruppen das Gebäude durch Schüsse beschädigt. Der Militärrat der Opposition stellte daraufhin ein Video ins Internet, in dem man sehen konnte, dass einige Wände und das Dach eingestürzt waren.

Nach Angaben der syrischen Regierung hätten bei der neuerlichen Zerstörung die Rebellen die Synagoge geplündert, bevor sie völlig niederbrannte. Das berichteten israelische Radiostationen am Sonntag. Unter Berufung auf die Webseite »The Truth about Syria« meldete der arabische Fernsehsender Al-Manar, ein Regierungssprecher in Damaskus habe gesagt, »zionistische Agenten« hätten in einer seit Wochen geplanten Aktion historisch wertvolle religiöse Gegenstände aus dem Gebäude gestohlen. ja

Brüssel

Belgische Juden fordern Antisemitismusbeauftragten

Nach dem Sprengstoffanschlag auf die Synagoge von Lüttich verlangt der jüdische Dachverband CCOJB größere Anstrengungen der Politik im Kampf gegen Judenhass

 10.03.2026

Antisemitismus

Schweiz: Dauerbelastung durch Judenhass

In seinem Jahresbericht zum Antisemitismus verzeichnet der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) zwar einen Rückgang bei tätlichen Angriffen - aber einen massiven Zuwachs im Online-Bereich

von Michael Thaidigsmann  10.03.2026

Polen

Wenige Juden, viele Debatten

Jüdisches Leben pendelt seit 1989 zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden. Eine Begegnung mit dem früheren Dissidenten, Aktivisten und Publizisten Konstanty Gebert

von Nicole Dreyfus  09.03.2026

Chabad

Europäische Rabbiner tagen in Berlin

Die Hauptstadt ist seit Montag Treffpunkt von rund 180 Rabbinern aus ganz Europa

 09.03.2026

London

Iraner wegen Ausspähung jüdischer Einrichtungen verhaftet

Die Antiterroreinheit der Londoner Polizei hat in der Nacht zehn Personen festgenommen, darunter vier mutmaßliche Spione der Islamischen Republik

 06.03.2026

Großbritannien

Radikal pragmatisch

Ahmed Fouad Alkhatib arbeitet an einem palästinensischen Staat. Für den brauche es vor allem Frieden und Zusammenarbeit in der Region, sagt der Mann, der in Gaza und in den USA aufgewachsen ist

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  04.03.2026

Österreich

Der jiddische Sherlock Holmes

Der Schriftsteller Jonas Kreppel schuf im Wien der k. u. k. Zeit einen jüdischen Meisterdetektiv. Nun wurde die Krimireihe von einem New Yorker Autor wiederbelebt

von Jörn Pissowotzki  04.03.2026

Kalifornien

»Tehrangeles« jubelt

Im Großraum Los Angeles lebt die größte persische Exilgemeinde der Welt. Sie unterstützt das militärische Vorgehen der USA und Israels. Auch über die Zukunft des Iran machen sich viele Gedanken

von Gunda Trepp  04.03.2026

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026