Wien

Anzeige gegen Mohalim

Brit Mila: Erstmals wurde in Österreich Anzeige erstattet. Foto: Flash 90

In Österreich ist am Donnerstag erstmals Anzeige gegen zwei religiöse Beschneider erstattet worden. Wie die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) bestätigt, handelt es sich dabei um den Gemeinderabbiner und Mohel Schlomo Hofmeister sowie einen muslimischen Arzt, der in Wien ein Beschneidungszentrum betreibt. Eine »Initiative Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien« wirft den beiden Männern Körperverletzungen an Babys und Kindern vor.

ärztegesetz Wie die Austria Presse Agentur berichtete, habe man sich Gemeinderabbiner Hofmeister für die Anzeige ausgesucht, »da dieser selbst zugegeben hätte, mehr als 1000 religiöse Beschneidungen bei männlichen Säuglingen durchgeführt zu haben«, so die Begründung der Anzeige. Gegen den Rabbiner sei auch eine weitere Anzeige wegen Verstoßes gegen das Ärztegesetz eingebracht worden.

IKG-Generalsekretär Raimund Fastenbauer
sagte der Jüdischen Allgemeinen: »In Österreich ist die Beschneidung gesetzlich erlaubt. Wir überlegen, ob wir unsererseits Anzeige erstatten wegen religiöser Hetze.« ja

Rom

Auch die »Trump-Flüsterin« Meloni fällt in Ungnade

Eigentlich gilt Italiens Ministerpräsidentin Meloni als Politikerin mit gutem Draht zu US-Präsident Trump. Nun attackiert er sie scharf. Der Schlagabtausch könnte für Meloni jedoch von Nutzen sein

von Robert Messer  15.04.2026

München/Budapest

Europäische Rabbiner gratulieren Magyar zum Wahlsieg in Ungarn

»Das ungarische Volk hat eine klare Entscheidung für Demokratie, für Erneuerung und für ein zukunftsorientiertes Ungarn getroffen«, sagt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt

 15.04.2026

Polen

Rechtsradikaler Politiker schockiert mit israelischer Hakenkreuzfahne

Am Holocaustgedenktag warf Konrad Berkowicz Israel im Sejm vor, das neue Dritte Reich zu sein

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Nordmazedonien

Brandanschlag auf Synagoge in Skopje

Zwei bislang unbekannte Täter verschafften sich Zugang zum Eingangsbereich des Gotteshauses und versuchten, ihn in Brand zu setzen

von Nicole Dreyfus  14.04.2026 Aktualisiert

Meinung

Israel, Ungarn und die Abwahl Viktor Orbáns

Mit dem langjährigen Ministerpräsidenten hatte der jüdische Staat einen Verbündeten in der EU. Dennoch könnte dessen Abwahl eine Chance sein, das ungarisch-israelische Verhältnis auf eine nachhaltigere Grundlage zu stellen

von Domokos Szabó  14.04.2026

Ungarn

Netanjahu gratuliert Wahlsieger Magyar – und lobt Orban

Israels Premier: »Orban ist ein wahrer Freund Israels, der fest an der Seite Israels stand angesichts ungerechter internationaler Verleumdungen«

 13.04.2026

Nachruf

Ein Leben, das amtlich nicht vorgesehen war

Mit Robert Kreutner ist einer der letzten Menschen, der 1938 vom St. Galler Polizeihauptmann Paul Grüninger gerettet wurde, gestorben

von Stefan Keller  13.04.2026

Budapest

Nach Wahlsieg: Magyar äußert sich erstmals zu Israel

Ungarns designierter Ministerpräsident will künftig wieder mit dem Internationalen Strafgerichtshof kooperieren. Auch zu möglichen EU-Sanktionen gegen Israel bezog Péter Magyar Stellung

 13.04.2026