New Jersey

Anklage wegen Drohungen gegen jüdische Gemeinden

Das FBI-Büro in Newark gab am Donnerstag vergangener Woche eine Warnung heraus, die zu erhöhten Sicherheitsvorkehrungen an allen sieben Synagogen und Schulen in New Jersey geführt hatte. Foto: picture alliance / AA

Weil er mehreren Synagogen-Gemeinden im US-Bundesstaat New Jersey gedroht haben soll, hat die Bundesstaatsanwaltschaft Klage gegen einen 18-Jährigen erhoben. Dem Mann wird vorgeworfen, vergangene Woche im Internet ein Drohschreiben gegen jüdische Gemeinden geteilt zu haben, teilte die Behörde am Donnerstag (Ortszeit) mit.

Für den gleichen Tag war die erste Anhörung des Mannes vor dem Gericht in Newark geplant. Die Posts hatten zu erhöhten Sicherheitsvorkehrungen an allen sieben Synagogen und Schulen in New Jersey geführt.

dokument Laut Staatsanwaltschaft hatte der 18-Jährige am 1. November eine Nachricht verschickt, die einen Link zu einem Dokument mit dem Titel »When Swords Collide« (Wenn Schwerter kollidieren) enthielt. Darin kündige der Mann, der sich nach eigenen Angaben zum Islam bekennt, bewaffnete Angriffe auf jüdische Gemeinden an.

Gegenüber dem Adressaten soll er zugegeben haben, dass er der Autor des Dokuments sei. Das Drohschreiben sollen auch mindestens fünf weitere Personen erhalten haben. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft sowie eine Geldstrafe von 250.000 US-Dollar. dpa

Großbritannien

Universität Bath sagt Seminar mit Hochschule in Gaza ab

Eine Dozentin hatte britische Studenten aufgefordert, palästinensische Darstellungen des Nahostkonflikts nicht infrage zu stellen. Die Universität entschuldigte sich für die Vorgaben.

von Nicole Dreyfus  15.10.2026

Statistik

Zahl antisemitischer Vorfälle in Österreich bleibt auf hohem Niveau

Der Ausnahmezustand sei zum Alltag geworden, beklagt eine Antisemitismus-Meldestelle in Österreich. Im ersten Halbjahr 2026 wurden erneut Hunderte einschlägige Fälle gezählt

 15.10.2026

»The Social Reckoning«

Empörungsköder

Der Whistleblower-Thriller zeigt die neue Weltordnung à la Facebook – und was Menschen nicht dagegen tun

von Sophie Albers Ben Chamo  15.10.2026

New York

Magische Juden

Handleser, Geisterbeschwörer, Wahrsager und Wunderheiler: Eine neue Ausstellung beleuchtet die Lust am Okkulten

von Eva C. Schweitzer  15.10.2026

Irland

Ausgerechnet eine Antisemitismuskonferenz fällt dem Judenhass zum Opfer

In Dublin fand eine Tagung von Antisemitismusbeauftragten und jüdischen Vertretern statt. Ein Hotel verweigerte die Unterbringung. Für Irlands Gemeindevorsitzenden zeigt das, wie Antisemitismus sich immer wieder neu manifestiert

von Maurice Cohen  14.10.2026

USA

Süß und gut zu werfen

»Sunkist Fruit Gems« gehören in vielen Gemeinden zum Feiern. Ihr angekündigtes Aus sorgte für Aufregung – nun kommen sie zurück

von Sophie Albers Ben Chamo  13.10.2026

»Imanuels Interpreten« (26)

Paul Simon: Der Brückenbauer

Seit den 60er Jahren schreibt und spielt der New Yorker Künstler Musik, deren Texte durchweg stark sind. Mehrere Generationen haben zugehört. Heute wird das jüdische Talent 85 Jahre alt

von Imanuel Marcus  13.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  14.10.2026 Aktualisiert

Porträt

Geboren in Auschwitz

Angela Orosz-Richt kam im Dezember 1944 in einer Baracke des deutschen Vernichtungslagers zur Welt. Im Januar wird sie bei der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag sprechen. Unserem Autor hat sie ihr bewegtes Leben geschildert

von Michael Thaidigsmann  09.10.2026