Michigan

Amokläufer fährt mit Truck in Synagoge

Einsatzkräfte in der Nähe des Tatorts im Nordwesten von Detroit Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Auf die Temple-Israel-Synagoge in dem 6000-Einwohner-Ort West Bloomfield im US-Bundesstaat Michigan ist am Donnerstag ein Anschlag verübt worden. Aus dem Gebäude, in dem sich auch ein Kindergarten befindet, quoll am frühen Nachmittag (Ortszeit) schwarzer Rauch.

Offiziellen Angaben zufolge drang gegen 12.30 Uhr (Ortszeit) ein bewaffneter Mann mit einem Truck auf das Gebäude ein und fuhr in das Gebäude. Es kam zu einem Schusswechsel mit Sicherheitspersonal vor Ort.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Medienberichten zufolge wurde ein Sicherheitsmann der Synagoge bei dem Angriff verwundet. Die Kinder und Mitarbeiter im Gebäude blieben aber unverletzt.

Die »Times of Israel« berichtete, dass der Angreifer mit einem Lastwagen durch die Türen des Gebäudes gefahren sei und dort den den Flur entlang, bis er schließlich zum Stehen gekommen sei. Das Fahrzeug fing anschließend Feuer.

Der Sheriff von Oakland County, Michael Bouchard, und der Polizeichef von West Bloomfield, Dale Young, erklärten am Nachmittag, man sei sich nicht sicher, ob es sich um einen Terroranschlag handele. Mindestens eine Person sei zur Synagoge gekommen und von den Sicherheitskräften identifiziert worden.

Lesen Sie auch

Bouchard erklärte: »Wir versuchen herauszufinden, ob es sich um mehr als eine Person handelt.« Er forderte alle Menschen in den unmittelbaren Umgebung auf, ihre Häuser nicht zu verlassen und sich vom Tatort fernzuhalten. Die jüdische Vorschule sei evakuiert worden, so der Polizeichef weiter, und alle jüdischen Einrichtungen in der Region würden bis zur Klärung des Vorfalls stark bewacht.

Zunächst hieß es, der Attentäter sei noch nicht gefasst worden. Später meldeten Medien dann aber, er sei von der Polizei erschossen worden. Die Gouverneurin des Bundesstaates Michigan, Gretchen Whitmer, verurteilte den Angriff als antisemitischen Akt. mth

Trondheim

Vorfall vor Synagoge in Norwegen

Im norwegischen Trondheim drang ein bewaffneter Mann in die Synagoge ein. Die Polizei konnte ihn festnehmen

 12.03.2026

Irak

»Ich wurde von Idioten entführt«

903 Tage lang war die russisch-israelische Wissenschaftlerin Elizabeth Tsurkov als Geisel in der Gewalt pro-iranischer Terroristen. Dies ist ihre persönliche Feldstudie zur Brutalität autoritärer Regime

von Elizabeth Tsurkov  12.03.2026

Belgien

Steckt der Iran hinter dem Terroranschlag von Lüttich?

Ein Bekennervideo, das die Explosion vor der Lütticher Synagoge am frühen Montagmorgen zeigt, deutet auf einen islamistischen Hintergrund der Tat hin

 12.03.2026

Supercentenarians

Älteste Holocaust-Überlebende Mollie Horwitz wird 110 - oder gar 113

Mit 110 Jahren steigen Hochbetagte auf in die Gruppe der »Supercentenarians«, von denen es nicht viele auf der Welt gibt. Gehört Mollie Horwitz jetzt dazu oder schon seit drei Jahren, wie Wissenschaftler vermuten?

von Christiane Laudage  11.03.2026

Brüssel

Belgische Juden fordern Antisemitismusbeauftragten

Nach dem Sprengstoffanschlag auf die Synagoge von Lüttich verlangt der jüdische Dachverband CCOJB größere Anstrengungen der Politik im Kampf gegen Judenhass

 10.03.2026

Antisemitismus

Schweiz: Dauerbelastung durch Judenhass

In seinem Jahresbericht zum Antisemitismus verzeichnet der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) zwar einen Rückgang bei tätlichen Angriffen - aber einen massiven Zuwachs im Online-Bereich

von Michael Thaidigsmann  10.03.2026

Polen

Wenige Juden, viele Debatten

Jüdisches Leben pendelt seit 1989 zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden. Eine Begegnung mit dem früheren Dissidenten, Aktivisten und Publizisten Konstanty Gebert

von Nicole Dreyfus  09.03.2026

Chabad

Europäische Rabbiner tagen in Berlin

Die Hauptstadt ist seit Montag Treffpunkt von rund 180 Rabbinern aus ganz Europa

 09.03.2026

London

Iraner wegen Ausspähung jüdischer Einrichtungen verhaftet

Die Antiterroreinheit der Londoner Polizei hat in der Nacht zehn Personen festgenommen, darunter vier mutmaßliche Spione der Islamischen Republik

 06.03.2026