Jerusalem

Alija-Plan für 120.000 französische Juden

Bis 2016 könnten bis zu 15.000 Juden aus Frankreich nach Israel einwandern. Foto: Flash 90

Ein Thinktank der Jewish Agency arbeitet offenbar an einem Plan für die Alija von 120.000 französischen Juden in den kommenden vier Jahren.

Wie die Nachrichtenagentur Jewish Telegraphic Agency (JTA) am Montag berichtete, nennt der Plan des Jewish People Policy Institute (JPPI) in Jerusalem als Gründe für die wachsende Einwanderung von Juden nach Israel nicht nur den Anstieg islamistischer Terroranschläge, sondern auch wirtschaftliche Schwierigkeiten in Europa.

Unterstützung Laut dem JPPI-Plan können die zukünftigen Einwanderer besondere Unterstützungsleistungen und Jobangebote erwarten, weil sie aus einem Land der Ersten Welt nach Israel kommen.

Der Vorsitzende der Jewish Agency, Natan Sharansky, sagte unlängst, er rechne bis 2016 damit, dass bis zu 15.000 Juden aus Frankreich nach Israel einwandern. 2014 waren 7000 französische Juden nach Israel gezogen. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte Frankreichs Juden nach der Geiselnahme am 9. Januar in einem koscheren Supermarkt in Paris mit vier jüdischen Todesopfern zur Alija aufgerufen. ja

Frankreich

Gesinnung von der Stange

Antisemitismus und eine feindliche Haltung gegenüber Israel stehen in der Modewelt hoch im Kurs. Längst gehören sie zum ideologischen Accessoire so mancher Marke

von Ute Cohen  25.06.2026

Kolumbien

Knapper Wahlsieg, dramatischer Kurswechsel?

Der knapp zum kolumbianischen Präsidenten gewählte Abelardo de la Espriella will die Beziehungen zu Israel kitten - doch de la Espriella ist wie sein Vorgänger Gustavo Petro sehr umstritten

von Michael Thaidigsmann  24.06.2026

Nachruf

Erfinder des »Greenspeak«

Alan Greenspan prägte als Chef der US-Notenbank eine 19 Jahre währende Boom-Phase der Börsen und Konjunkturen

von Philip Fabian  23.06.2026

Nachruf

Clive Davis: Der Mann, der den Sound ganzer Generationen prägte, ist tot

Der jüdische Musikmanager entdeckte und förderte Bands und Künstler wie Earth, Wind & Fire, Chicago, Santana, Whitney Houston, Barry Manilow und Barbra Streisand

 23.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  22.06.2026

Kommentar

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

St. Petersburg

Im Licht der Weißen Nächte

Die Mitternachtsdämmerung des Nordens weckt Erinnerungen an Märchen und führt unseren Autor zurück in seine Kindheit im damaligen Leningrad

von Vladimir Vertlib  18.06.2026

Schweiz

Jugendlicher plante Blutbad

Der Prozess gegen einen Schüler, der einen Juden in Zürich töten wollte, beginnt am 1. Juli. Die Anklageschrift zeichnet das Bild eines sich früh radikalisierenden Jugendlichen

von Nicole Dreyfus  18.06.2026

USA

Nach antisemitischer Bewerbung: Rechtsextreme feiern Cornell-Studenten

Der 19-jährige Austin Franco wird für ein Praktikum von einem Softwareunternehmen der Brüder Gabe und Aiden Einhorn angenommen. Doch dann schreibt er, er sei »nicht daran interessiert, für einen Juden zu arbeiten«

 18.06.2026