Wahlen

Zwölf Tage früher

Botschafter Yakov Hadas-Handelsman bei der Stimmabgabe am Donnerstag Foto: Botschaft des Staates Israel

Während in Israel der Wahlkampf tobt, hat im Ausland die Stimmabgabe bereits begonnen. Zwölf Tage vor den Wahlen am 17. März gehen heute weltweit rund 6250 israelische Diplomaten und Botschaftsmitarbeiter an die Urnen, um ihre Stimmzettel für die 20. Knesset abzugeben. Die Wahl dauert 36 Stunden und hat am Donnerstagmorgen (Ortszeit) in Wellington, Neuseeland, begonnen. Zu Ende geht sie am Donnerstagabend (Ortszeit) in Los Angeles.

Botschaft In Berlin gab am Vormittag Israels Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, im Wahllokal in der Botschaft im Stadtteil Grunewald seinen Stimmzettel ab. Generell gibt es keine Briefwahl. Außerhalb des Landes lebende Staatsbürger können nur in Israel ihre Stimme abgeben. Erst seit 1996 gibt es für Bedienstete im Ausland und deren Angehörige eine Ausnahme.

Die verplombten Wahlurnen werden morgen zur Auszählung nach Jerusalem geschickt. Als erste wird dort die Urne der israelischen Botschaft in Amman erwartet. Sie muss den kürzesten Weg zurücklegen. ja

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Oppositionspoker: Lapid will Eisenkot ins Team holen, Gantz kritisiert Bündnis

Das Bündnis »Gemeinsam« will mehr Parteien ins Boot holen, um die Chancen für einen Sieg gegen Benjamin Netanjahus Likud zu erhöhen

 29.04.2026

Aschkelon

Charedi-Extremisten stürmen Haus des Chefs der Militärpolizei

Gegner der Wehrpflicht auch für Ultraorthodoxe haben die Familie des IDF-Offiziers bedroht. Eine gefährliche »rote Linie« sei überschritten, sagt die Armee

 29.04.2026

Jerusalem

Haben die Raketenlieferungen nach Deutschland Israel gefährdet?

In Israel ist eine Diskussion über die Frage entbrannt, ob es richtig war, inmitten iranischer Raketenangriffe Arrow-Abfangraketen zu exportieren

 29.04.2026

Israel

Herzog setzt sich für Deal in Netanjahu-Prozess ein

US-Präsident Trump drängt darauf, dass der in einem Korruptionsverfahren angeklagte israelische Regierungschef Netanjahu begnadigt wird. Israels Präsident Herzog strebt eine Einigung an.

 28.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  28.04.2026 Aktualisiert

Israel

Gefängnis fürs Grillen

Mehr Strafen für Verstöße gegen »religiöse Disziplin«

von Sabine Brandes  28.04.2026

Nahost

Sa’ar: Israel hat »keine territorialen Ambitionen im Libanon«

Israels rechtsextremer Finanzminister Smotrich hat kürzlich gefordert, Israels neue Grenze im Norden müsse ein Fluss im Libanon sein. Israels Außenminister widerspricht.

 28.04.2026

Kommentar

Antisemitismus und Israelfeindlichkeit werden die SPD nicht retten

Die Sozialdemokraten sollten sich nicht an Zohran Mamdani oder Pedro Sánchez orientieren, sondern an einer alten Wahrheit von Bill Clinton

von Stefan Laurin  28.04.2026