Wahlen

Zwölf Tage früher

Botschafter Yakov Hadas-Handelsman bei der Stimmabgabe am Donnerstag Foto: Botschaft des Staates Israel

Während in Israel der Wahlkampf tobt, hat im Ausland die Stimmabgabe bereits begonnen. Zwölf Tage vor den Wahlen am 17. März gehen heute weltweit rund 6250 israelische Diplomaten und Botschaftsmitarbeiter an die Urnen, um ihre Stimmzettel für die 20. Knesset abzugeben. Die Wahl dauert 36 Stunden und hat am Donnerstagmorgen (Ortszeit) in Wellington, Neuseeland, begonnen. Zu Ende geht sie am Donnerstagabend (Ortszeit) in Los Angeles.

Botschaft In Berlin gab am Vormittag Israels Botschafter in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, im Wahllokal in der Botschaft im Stadtteil Grunewald seinen Stimmzettel ab. Generell gibt es keine Briefwahl. Außerhalb des Landes lebende Staatsbürger können nur in Israel ihre Stimme abgeben. Erst seit 1996 gibt es für Bedienstete im Ausland und deren Angehörige eine Ausnahme.

Die verplombten Wahlurnen werden morgen zur Auszählung nach Jerusalem geschickt. Als erste wird dort die Urne der israelischen Botschaft in Amman erwartet. Sie muss den kürzesten Weg zurücklegen. ja

In eigener Sache

Jüdische Allgemeine depubliziert Texte von Stephan-Andreas Casdorff

Die Prüfung mit spezialisierter Software legt Nahe, dass zwei Kommentare des »Tagesspiegel«-Editor-at-Large in dieser Zeitung von einer KI geschrieben wurden

 15.06.2026

Nahost

Hisbollah: Waffenruhe gilt auch für Libanon

Die geplante 60-tägige Waffenruhe zwischen den USA und Iran gelte auch für den Libanon, behauptet die Terror-Miliz. Doch eine Bestätigung gibt es dafür nicht

 15.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  15.06.2026

Reisen

2,4 Millionen Israel-Flugtickets könnten storniert werden

Noch immer nehmen US-Maschinen den größten Teil des Ben-Gurion-Flughafens in Beschlag. Verkehrsministerin Regev warnt vor Schäden in Milliardenhöhe

von Sabine Brandes  15.06.2026

Rehovot

Israelis entwickeln neue Methode zur Suche nach außerirdischem Leben

Wissenschaftler des Weizmann-Instituts haben ein statistisches Analysewerkzeug entwickelt, das anhand von Molekülmustern erkennt, ob bestimmte Stoffe biologischen Ursprungs sind

 15.06.2026

Tel Aviv

Naftali Bennett: »Netanjahu kann es einfach nicht mehr«

»Er kann keine Kriege gewinnen. Er kann die Kriminalität nicht bekämpfen. Er kann die Preise nicht senken. Er kann die Ultraorthodoxen nicht in die israelische Gesellschaft integrieren«, sagt der Kandidat der Partei »Zusammen«

 15.06.2026

Kommentar

Die Welt atmet auf, viele Juden tun es nicht

Weder Hamas noch Hisbollah sind verschwunden. Das iranische Regime sitzt weiterhin in Teheran, mit derselben Ideologie, die den 7. Oktober verursacht hat

von Guy Katz  15.06.2026

Washington D.C.

Trump über Netanjahu: Er hat kein Urteilsvermögen

Der amerikanische Präsident beschwert sich über Israels jüngste Attacken auf Hisbollah-Ziele in der libanesischen Hauptstadt: »Warum musste Bibi einen verdammten Angriff durchführen?«

 15.06.2026

Palästinensische Gebiete

Abbas kündigt Präsidentschaftswahlen für 2027 an

Es wären die ersten seit 20 Jahren

 14.06.2026