Israel

Zwei Tote bei Terroranschlag in Holon

Ein älteres Paar wurde bei dem Angriff getötet. Foto: copyright (c) Flash90 2024

Am Sonntagmorgen wurden bei einer Messerattacke in Holon, zehn Kilometer südlich von Tel Aviv, eine Frau und ein Mann getötet und zwei weitere Menschen verletzt. Bei den Toten handle es sich um eine 66-jährige Frau und einen 80-jährigen Mann, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom (MDA) mit. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht.

Ein Polizist, der sich zufällig in der Nähe aufhielt, habe auf den Angreifer geschossen und ihn getötet. Der Terrorist soll aus dem Westjordanland stammen, berichtet die »Jerusalem Post«. Er war bisher unauffällig, heißt es.

Lesen Sie auch

Dieser Angriff sei »komplex«, weil die Attacken an drei verschiedenen Orten stattgefunden hätten, »jeweils 500 Meter entfernt voneinander«, zitiert die »Times of Israel« einen MDA-Mitarbeiter. Die 66-jährige Frau und ihr 68-jähriger Mann wurden am Eingang eines Parks attackiert. Der Mann überlebte mittelschwer verletzt. Dann sei der Täter zu einer Tankstelle gelaufen, wo er auf einen 80-jährigen Mann einstach, der später im Krankehaus an seinen Wunden starb. Von dort aus lief der Terrorist zu einem Parkplatz, wo er einen 26-Jährigen angriff, der ebenfalls mittelschwer verletzt wurde.

Seit dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 seien bereits 24 Israelis bei Terrorattacken in Israel und im Westjordanland getötet worden, so der Bericht. Der Angriff von Sonntagmorgen eingeschlossen.

Herzog: »Keinen Augenblick in unserer Entschlossenheit nachlassen«

Israels Präsident Isaac Herzog schrieb auf X: »An diesem schwierigen Morgen trauere ich mit der ganzen Nation um die Opfer des schrecklichen Anschlags in Holon. Ich trage die trauernden Familien im Herzen, deren Welten zerstört wurden, und ich bete für die Heilung der Verwundeten. Unsere Feinde greifen uns immer wieder mit hasserfülltem Terror an, wenn vor ihren Augen unschuldigen und unbescholtenen israelischen Bürgern Leid zugefügt wird, deren einzige Sünde darin besteht, dass sie als freies Volk in ihrem eigenen Land leben wollten.

Ich bestärke die IDF und die Sicherheitskräfte in ihrem Kampf zur Ausrottung des Terrorismus. Wir werden uns weiterhin gegen den Terrorismus stellen - von nah und fern, wir werden nicht nachgeben, wir werden keinen Augenblick in unserer Entschlossenheit nachlassen, und wir werden weiterhin an die Rechtschaffenheit des Weges glauben und im Licht handeln.« ja

7. Oktober

Die letzte Geisel

Mit der Operation »Tapferes Herz« wurde der Leichnam von Ran Gvili in Gaza geborgen und nach Hause gebracht. Das sind die Details

von Sabine Brandes  05.02.2026

Nahost

Natürliches Bündnis?

Nach der Offensive der syrischen Armee in Rojava nähern sich die Kurden Israel an. Eine Expertin erklärt die Hintergründe

von Sabine Brandes  05.02.2026

Jerusalem

Sitzung des Sicherheitskabinetts kurzfristig angekündigt

Um 16 Uhr Ortszeit kommt das Gremium zusammen. Worum geht es?

 05.02.2026

Jerusalem

Israeli wegen Spionage für Iran zu drei Jahren Haft verurteilt

Elimelech Stern aus Beit Schemesch wurde wegen Kontakts mit einem ausländischen Agenten und Verschwörung schuldig gesprochen

 05.02.2026

Israel

Reservisten wegen Schmuggels in den Gazastreifen angeklagt

Unter den Beschuldigten ist auch der Bruder des Shin-Bet-Chefs. Er soll im Zentrum der Verbrecherbande stehen

 05.02.2026

Tel Aviv

Die arabische Stimme der israelischen Streitkräfte

Major Ella Waweya übernimmt die Funktion der IDF-Sprecherin für arabische Medien. Schon zuvor war sie keine Unbekannte

von Imanuel Marcus  05.02.2026

Gewalt

Dreifacher Mord im Norden: Herzog spricht von nationalem Notstand

Der Vorfall ist Teil einer alarmierenden Gewaltwelle in arabischen Gemeinden Israels. Der Präsident sieht einen sieht einen »nationalen Notstand«

 05.02.2026

Luftfahrt

Bau eines neuen Flughafens in der Negev-Wüste soll beschlossen werden

Zu den Zielen gehört eine wirtschaftliche Stärkung der Region und eine erforderliche Entlastung des Ben-Gurion-Flughafens zwischen Tel Aviv und Lod

 05.02.2026

Hauptstadtfrage

Israel und US-Botschafter drängen auf Botschaftsverlegungen nach Jerusalem

Bildungsminister Yoav Kisch und Mike Huckabee machten deutlich, dass sie die Metropole als unteilbare Hauptstadt Israels betrachten

 05.02.2026