Israel

Zwei Soldaten sterben durch »friendly fire«

Das Jordantal in der Nähe des Toten Meeres Foto: copyright (c) Flash90 2021

Zwei Offiziere der IDF sind am späten Mittwochabend bei einer Sicherheitspatrouille in der Nähe ihres Stützpunktes im Jordantal durch sogenanntes friendly fire getötet worden. Einer ihrer Kameraden hatte sie nach Armeeangaben falsch identifiziert und erschossen.

WARNSCHUSS Ersten Ermittlungen zufolge hätten die Getöteten gegen 23 Uhr eine Patrouille in der Nähe ihrer Basis »Nabi Mussa« durchgeführt und dabei eine verdächtige Person gesehen. Sie gaben einen Warnschuss ab. Ein anderer Soldat dachte offenbar, sie würden auf ihn schießen, und feuerte. Der 28-jährige Ofek Aharon und der 26-jährige Itamar Elharar erlagen ihren Verletzungen. Beide waren Leiter der Kommandoeinheit Egoz im Westjordand. 

Verteidigungsminister Benny Gantz erklärte, er sei »zutiefst traurig« und kündigte eine umfassende Untersuchung an. »Wir werden alles tun, damit sich solch eine Tragödie nicht wiederholt.«

Ein Vorfall dieser Art sei für das israelische Militär höchst ungewöhnlich, heißt es von der IDF. Es wird erwartet, dass Stabschef Aviv Kochavi umgehend ein Spezialistenteam mit der Untersuchung beauftragt.

»Dies ist ein unglücklicher und schmerzhafter Vorfall.«

IDf-sprecher Ran kochav

Zwei Monate zuvor hatte das Militär angekündigt, die Regeln für das Scharfschießen gegen Personen, die des Waffendiebstahls verdächtigt werden, zu lockern. Sie besagen jetzt, dass Soldaten bei begründetem Verdacht überall dort schießen dürfen, wo militärische Präsenz herrscht. In der Gegend des Westjordanlandes gilt das Stehlen von Armeewaffen als großes Problem.

EINSATZREGELN Ein Sprecher der IDF, Ran Kochav, bezeichnete den Vorfall in einem Radiointerview am Donnerstagmorgen als »unglücklich und schmerzhaft«. Die Ermittler werden auch untersuchen, ob die neuen Einsatzregeln zu dem tödlichen Unfall geführt haben könnten.

Premierminister Naftali Bennett drückte den Angehörigen der Offiziere sein Beileid aus: »Dies ist ein sehr trauriger Tag. Diese beiden gaben ihre besten Jahre, um die Heimat zu verteidigen.« Er fügte hinzu, dass die ganze Nation um die Soldaten trauere.

Negev

Netanjahu und Armeechef: Israel ist jederzeit zu neuem Militäreinsatz gegen Iran bereit

»Der Krieg ist nicht vorbei«, sagt der israelische Ministerpräsident. »Neben alten Herausforderungen entstehen ständig neue.«

 10.07.2026

Humanitäre Hilfe

Israel weist Berichte über Versorgungsengpässe in Gaza zurück

Einem neuen Bericht zufolge sind seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom Oktober 2025 1800 Millionen Tonnen an Lebensmitteln nach Gaza gelangt. Israel sagt, das sei mehr als vor dem Krieg

 09.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  09.07.2026

Dublin

Irland beschließt Einfuhrstopp für Waren aus israelischen Siedlungen

Nach acht Jahren Debatte hat das irische Unterhaus ein Importverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen im Westjordanland gebilligt

 09.07.2026

Umfrage

Erstmals vorn: Eisenkot überholt Netanjahu

Würde jetzt gewählt, käme Eisenkots Partei Jaschar demnach auf 23 Mandate. Wo liegen der Likud und die anderen Parteien?

 09.07.2026

Jerusalem

Israel bereitet sich auf mögliche neue Eskalation mit Iran vor

Die Armee erhöht ihre Alarmbereitschaft

 09.07.2026

Sport

Teamgeist und Trikottausch

Nach der kriegsbedingten Verschiebung wird die 22. Makkabiade in Jerusalem zum Fest jüdischen Zusammenhalts. Mehr als 8000 Sportler aus aller Welt gehen in Israel an den Start

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nachrichten

Pillen, Wahlen, Gaza

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nahost

Reaktion auf Beschuss von Schiffen: USA greifen Ziele im Iran an und verschärfen Sanktionen

Die Luftschläge richten sich auch gegen die iranischen Revolutionsgarden

 08.07.2026 Aktualisiert