Angriff

Zwei Soldaten bei Attentat verletzt

Der Anschlag geschah in der Nähe der jüdischen Siedlung Shilo im Westjordanland. Foto: Flash90

In der Nacht zum Donnerstag haben israelische Sicherheitskräfte neun Palästinenser festgenommen, die verdächtigt werden, sich an Ausschreitungen beteiligt oder Anschläge auf Israelis geplant zu haben.

Am Mittwochmorgen waren zwei israelische Soldaten bei einem Angriff durch einen palästinensischen Mann verletzt worden. Einer der jungen Männer liegt mit schweren Verletzungen im Jerusalemer Schaarei-Zedek-Krankenhaus. Der Anschlag geschah in der Nähe der jüdischen Siedlung Shilo im Westjordanland.

Messer Die Soldaten, beide Sanitäter der Armee, saßen zur Zeit des Angriffs in einem Ambulanzfahrzeug. Der Schwerverletzte wurde mit einem Messer in den Hals getroffen. Tomer Lan, der zweite Soldat, schoss auf den Angreifer, der noch am Ort des Geschehens starb.

Im Armeeradio berichtete Lan von dem traumatischen Erlebnis: »Er kam auf uns zu und schrie etwas. Dann zog er das Messer und stach mir zweimal in den Rücken. Anschließend ging er auf meinen Kameraden los, der noch im Fahrzeug saß. Ich konnte aber wieder aufstehen und zog meine Waffe. Ich sah das Messer und wusste, es ist ein Terrorist. Ich erschoss ihn.«

Nach palästinensischen Angaben soll es sich bei dem 32-jährigen Muhammad Karakera aus dem Dorf Sinjil um einen Einzeltäter gehandelt haben. Die Armee verhörte dessen Vater und durchsuchte das Haus der Familie. Angeblich gehört er keiner Organisation an.

Vor einer Woche war bereits ein Soldat der IDF von einem Palästinenser mit einem Messer an Kopf und Schulter verletzt worden. Der Israeli erlitt jedoch keine schweren Verwundungen, konnte den Terroristen überwältigen und festhalten, bis Verstärkung eintraf.

Analyse

Israel hat die Wahl

Der jüdische Staat stimmt über eine neue Knesset ab. Alles deutet auf eine Richtungsentscheidung hin

von Guy Katz  26.10.2026

26. Knesset

Nur noch ein Tag: Umfrage zu Israels Richtungswahl

Das Israel Democracy Institute befragte die Israelis zu ihren politischen Wünschen. Scheitert die Mehrheitsbildung, wollen die Israelis erneut wählen

von Sabine Brandes  26.10.2026

Korruptionsprozess

Der Milliardär und der Premier

Der australische Superreiche James Packer soll Netanjahu mit Luxus versorgt haben und kaufte eine Villa nebenan – nun floss mehr als eine Millionen Dollar an den Anwalt des israelischen Ministerpräsidenten

von Sabine Brandes  26.10.2026

Ben-Gurion-Universität

Israelische Studenten entwerfen Konzepte für kleine Atomkraftwerke

Sieht so die Zukunft der Energiegewinnung aus?

 26.10.2026

Jerusalem

Herzog: Trumps Einmischung in Wahlkampf hat keinen Einfluss auf Regierungsbildung

»Ich glaube nicht, dass der Präsident der Vereinigten Staaten oder irgendjemand sonst in meinen Ermessensspielraum eingreifen kann«, sagt das israelische Staatsoberhaupt

 26.10.2026

Jerusalem

Armeechef Zamir soll Befehle von Premier Netanjahu verweigert haben

Der Ministerpräsident soll eine bislang nicht näher beschriebene Militäraktion angeordnet haben, die nach Einschätzung von Sicherheitsvertretern eine neue Konfrontation mit dem Iran auslösen könnte

 26.10.2026

Wahl in Israel

Trump wirbt erneut für Netanjahu

»Wenn ihr zur Wahl geht, denkt bitte daran, dass Bibi ein herausragender Kriegsministerpräsident gewesen ist!«, schreibt Trump auf seinem sozialen Medium Truth Social

 26.10.2026

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 25.10.2026 Aktualisiert

Knessetwahl

Die Israel-Wahl in Zahlen

Rund 7,3 Millionen Wahlberechtigte, mehr als 12.000 Wahllokale und 450 Millionen Stimmzettel: Der Zentrale Wahlausschuss nennt Details zur Abstimmung am Dienstag

 25.10.2026