Wetter in Israel

Zehntausende sitzen im Dunkeln

Bis Donnerstag soll es noch regnerisch und stürmisch bleiben. Foto: Flash90

Nach den heftigen Regenstürmen am Sonntag waren am Montagmorgen noch etwa 50.000 Haushalte ohne Strom. Bürger und Medien werfen der staatlichen Israel Electric Corporation (IEC), dem einzigen Stromversorger des Landes, vor, aufgrund der schon seit Monaten andauernden Arbeitskämpfe nicht auf den Notfall vorbereitet gewesen zu sein – und der Gewerkschaft der IEC-Mitarbeiter, die Situation für eine Art Bummelstreik auszunutzen.

Notfallmodus Auch das Management des Stromversorgers hielt der Gewerkschaft genau das vor – und zog prompt vor das Arbeitsgericht. Dieses entschied noch am Sonntag, die Angestellten hätten für die kommenden 72 Stunden in dem vom Management angeordneten Notfallmodus zu arbeiten, um die beschädigten Stromleitungen so schnell wie möglich zu reparieren. Seit einem Jahr befindet sich die Gewerkschaft im Clinch mit dem Energieunternehmen wegen einer geplanten Teilprivatisierung.

Für den Nachmittag wurde erwartet, dass sämtliche Haushalte wieder an das Stromnetz angeschlossen würden. Regen und vereinzelte Stürme gehen derweil weiter, Meteorologen sagen zudem einen ungewöhnlich kalten Winter voraus.

Überflutung Sturm und Regen hatten weite Teile Israels ins Chaos gestürzt. Der kräftige Wind riss Bäume und Strommasten um. Straßen, vor allem im Süden Israels, waren überflutet, und der wetterbedingte Stromausfall betraf zahllose Haushalte – 200.000 Personen allein in der Sharon-Region nördlich von Tel Aviv.

Die Bewohner der Stadt Raanana etwa mussten zwölf Stunden lang ohne Strom auskommen. Ein Mann starb infolge des Unwetters, 20 Personen erlitten Verletzungen. ja

Israel

Wer wählt wen und warum?

Von unerschütterlicher Bibi-Treue bis zur Sehnsucht nach einem Neuanfang: Wir haben Israelis gefragt, wem sie ihre Stimme gegeben haben

von Sabine Brandes  27.10.2026

Israel

Wahlbeteiligung bricht Aufzeichnungsrekord

Schon mehr als drei Millionen Israelis haben am Nachmittag ihre Stimme abgegeben - das ist der höchste in den Aufzeichnungen gemessene Wert

 27.10.2026

Jerusalem

Yashar wirft Netanjahu vor, Zweifel am Wahlergebnis zu schüren

Die Partei des ehemaligen Generalstabschefs Gadi Eisenkot sagt, der Ministerpräsident wolle das Vertrauen in den Ausgang der Knessetwahl gezielt untergraben

 27.10.2026

Tel Aviv

Versuchter Messerangriff auf Yair Golan

Nach Darstellung seiner Partei bemerkten Golans Personenschützer, dass sich ein Mann auf bedrohliche Weise dem Politiker näherte

 27.10.2026

Israel

Hohe Wahlbeteiligung und Streit um Stimmzettel

Die Wahlbeteiligung ist so hoch wie seit rund 50 Jahren nicht mehr, gleichzeitig legt die Partei von Netanjahu-Herausforderer Gadi Eisenkot Beschwerde bei der Wahlaufsicht ein

 27.10.2026

Ramat Gan

Gal Gadot erhält Ehrendoktorwürde

Die Darstellerin rief die Bürger dazu auf, bei der Parlamentswahl ihre Stimme abzugeben

 27.10.2026

Ron Prosor

Interview

Ron Prosor: »Der linke Antisemitismus ist der gefährlichste«

Israels Botschafter in Deutschland über Brandmauern gegen Antisemitismus, die Regierungsbildung in Berlin und die Wahlen in Israel

von Bernward Loheide  27.10.2026

Knesset-Wahl

Kauften sie Stimmen? Drei Männer im Negev festgenommen

Bei Durchsuchungen fanden die Polizisten Umschläge mit mehreren Zehntausend Schekeln

 27.10.2026

Israel

Der Herausforderer

Der ehemalige Generalstabschef Gadi Eisenkot will den Wandel für Israel bringen. Mit seiner Partei Jaschar liegt er vor allen anderen

von Sabine Brandes  27.10.2026