Wetter in Israel

Zehntausende sitzen im Dunkeln

Bis Donnerstag soll es noch regnerisch und stürmisch bleiben. Foto: Flash90

Nach den heftigen Regenstürmen am Sonntag waren am Montagmorgen noch etwa 50.000 Haushalte ohne Strom. Bürger und Medien werfen der staatlichen Israel Electric Corporation (IEC), dem einzigen Stromversorger des Landes, vor, aufgrund der schon seit Monaten andauernden Arbeitskämpfe nicht auf den Notfall vorbereitet gewesen zu sein – und der Gewerkschaft der IEC-Mitarbeiter, die Situation für eine Art Bummelstreik auszunutzen.

Notfallmodus Auch das Management des Stromversorgers hielt der Gewerkschaft genau das vor – und zog prompt vor das Arbeitsgericht. Dieses entschied noch am Sonntag, die Angestellten hätten für die kommenden 72 Stunden in dem vom Management angeordneten Notfallmodus zu arbeiten, um die beschädigten Stromleitungen so schnell wie möglich zu reparieren. Seit einem Jahr befindet sich die Gewerkschaft im Clinch mit dem Energieunternehmen wegen einer geplanten Teilprivatisierung.

Für den Nachmittag wurde erwartet, dass sämtliche Haushalte wieder an das Stromnetz angeschlossen würden. Regen und vereinzelte Stürme gehen derweil weiter, Meteorologen sagen zudem einen ungewöhnlich kalten Winter voraus.

Überflutung Sturm und Regen hatten weite Teile Israels ins Chaos gestürzt. Der kräftige Wind riss Bäume und Strommasten um. Straßen, vor allem im Süden Israels, waren überflutet, und der wetterbedingte Stromausfall betraf zahllose Haushalte – 200.000 Personen allein in der Sharon-Region nördlich von Tel Aviv.

Die Bewohner der Stadt Raanana etwa mussten zwölf Stunden lang ohne Strom auskommen. Ein Mann starb infolge des Unwetters, 20 Personen erlitten Verletzungen. ja

Libanon

Hisbollah bezeichnet Hamas-Massaker als »Akt des Widerstandes«

Die Hisbollah hält am dritten Jahrestag an ihrer Rechtfertigung des Angriffs vom 7. Oktober 2023 fest. Seitdem haben die Kämpfe auch im Libanon Tausende Menschen das Leben gekostet

 07.10.2026

Krieg

Israels Armee hat seit Hamas-Massakern 100.000 Ziele angegriffen

Vor drei Jahren ermordeten Hamas-Terroristen rund 1.200 Menschen in Israel. Der Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Israel hat seither Zehntausende Ziele in der Region angegriffen

 07.10.2026

Jahrestag der Massaker

Israel gedenkt der Opfer des 7. Oktober

Drei Jahre nach den blutigen Massakern im Süden Israels gedenkt das Land der Opfer. Präsident Herzog findet berührende Worte. Am Abend sollen Zehntausende in Tel Aviv zusammenkommen

 07.10.2026

TV-Tipp

Zwischen Terror und Trauma

Eine Reportage von Jan Philipp Burgard auf WELT TV zeigt Israel und seine Menschen drei Jahre nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023

von Detlef David Kauschke  07.10.2026

Westjordanland

Schin-Bet-Chef streitet mit Rechtsradikalen

David Zini fordert von Ministerin Orit Strock eine klare Verurteilung jüdischer Siedlergewalt – und droht mit der Rückkehr zur Verwaltungshaft

von Sabine Brandes  06.10.2026

Jahrestag

Israel warnt vor Angriffen auf Juden am 7. Oktober

Am 7. Oktober jährt sich das Massaker von Hamas-Terroristen in Israel. Bei dem Überfall 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet. Israel warnt nun Israelis im Ausland und Juden weltweit vor Angriffen

 06.10.2026

Gedenken

»Berlin steht fest an Israels Seite«

Regierender Bürgermeister Kai Wegner besucht zum Jahrestag des 7. Oktobers den Geiselplatz in Tel Aviv und erhält die Medaille der Stadt

von Sabine Brandes  06.10.2026

Grausamer Plan

Der Professor, der Massenmörder werden wollte

Der Akademiker plante, Hunderte Araber zu töten und viele Unterstützer zu gewinnen. Die Bar-Ilan-Universität zeigt sich »zutiefst entsetzt«

von Sabine Brandes  06.10.2026

Gaza

Hamas: Sinwars »rechte Hand« überlebt israelischen Angriff

Bei einem israelischen Luftangriff in dem Palästinensergebiet sollen am Wochenende mehrere Menschen getötet worden sein. Israel zielte auf den ranghöchsten Hamas-Führer in dem Küstenstreifen ab – doch der hat wohl überlebt

 06.10.2026