Tiktok

Yad Vashem kritisiert Darstellungen von Schoa-Opfern

Schoa-Gedenkstätte Yad Vashem Foto: imago

Die Gedenkstätte Yad Vashem hat Darstellungen von Holocaust-Opfern auf der Video-App Tiktok scharf kritisiert. Dies sei ein Beispiel für die Trivialisierung des Holocausts, teilte die Gedenkstätte in Jerusalem am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Auf der Video-Plattform waren zuletzt mehrere, mit Musik unterlegte Videos veröffentlicht worden, in denen sich Nutzer als Holocaust-Opfer ausgaben. Sie hatten sich dafür unter anderem geschminkt. »Oh hi, willkommen im Himmel«, hieß es in eingeblendeten Sätzen eines Mädchens in einem der Videos.

Auf Fragen, wie es gestorben sei und warum es so aussehe, antwortete das Mädchen: »Ich starb durch die Gaskammern in Auschwitz.«

Einige Nutzer hätten möglicherweise beabsichtigt, die Aufmerksamkeit für das Leid von Millionen getöteter jüdischer Männer, Frauen und Kinder zu erhöhen. Doch die Veröffentlichung solcher Videos ohne größeren Kontext sei respektlos gegenüber der Erinnerung an die Opfer und die noch lebenden Zeitzeugen, teilte Yad Vashem mit. Sie verharmlose zugleich das Beispiellose und Böse des Holocausts.

Tiktok teilte auf Anfrage mit, Nutzer selbst hätten die Videos wieder gelöscht. Obwohl keiner der Inhalte auf Tiktok mit dem Hashtag #holocaustchallenge in Verbindung gebracht worden sei, sei dieser blockiert worden, um die Verwendung präventiv zu verhindern.

Auf Twitter wurde unter diesem Hashtag über die Videos diskutiert. Tiktok betonte: »Außerdem moderieren wir alle Inhalte mit der Überschrift #holocaust sehr genau.« Das Unternehmen verfolge bei Antisemitismus und Holocaust-Leugnung eine Null-Toleranz-Politik. dpa

Meinung

Warum es auch schwerfällt, die gelbe Schleife abzulegen

Zwei Jahre und drei Monate lang haben Menschen auf aller Welt mit der gelben Schleife ihre Solidarität mit den am 7. Oktober 2023 nach Gaza verschleppten Geiseln gezeigt. Nun können wir sie endlich ablegen

von Sophie Albers Ben Chamo  29.01.2026

Israel

Neuanfang

Nach 843 endlosen Tagen konnte Israel mit Ran Gvili auch die letzte Geisel aus dem Gazastreifen nach Hause zurückbringen. Erst jetzt kann der Heilungsprozess des Landes wirklich beginnen

von Sabine Brandes  29.01.2026

Gaza

Terrorgruppe feuerte wissentlich defekte Raketen ab

Islamischer Dschihad nahm zivile palästinensische Opfer in Kauf: »Das ist der Preis des Krieges«

von Sabine Brandes  29.01.2026

Amsterdam

KLM nimmt Wiederaufnahme der Tel-Aviv-Flüge zurück

Die Entscheidung der niederländischen Fluglinie könnte umgehend auch von anderen Airlines getroffen werden – aufgrund der Spannungen zwischen den USA und Iran

 29.01.2026

Meitar

»Alles Lachen ist verschwunden«: Letzte Geisel Ran Gvili beigesetzt

Tausende Menschen nahmen an der Trauerfeier teil, darunter zahlreiche Spitzenpolitiker wie Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Präsident Isaac Herzog,

 29.01.2026

Tagung

Europäische Rabbiner diskutieren interreligiösen Dialog in Jerusalem

Wie viel Religion braucht der Frieden? Diese Frage stand im Zentrum einer Podiumsveranstaltung der Europäischen Rabbinerkonferenz bei deren Tagung in Jerusalem

 28.01.2026

Jerusalem

Isaac Herzog reist nach Australien

Der israelische Präsident trifft Vertreter der jüdischen Gemeinschaft, Hinterbliebenen und Überlebenden des Anschlags am Bondi Beach und Premierminister Anthony Albanese

 28.01.2026

Jerusalem

Netanjahu macht Joe Bidens Waffenpolitik für Tod israelischer Soldaten verantwortlich

»Helden sind gefallen, weil sie nicht die Munition hatten, die sie gebraucht hätten«, sagt der Ministerpräsident. Frühere US-Regierungsbeamte weisen den Vorwurf zurück

 28.01.2026

Nachrichten

Eurovision, Syrien, Ehrung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  27.01.2026