Jerusalem

Yad Vashem fordert ersteigerte Hitler-Gegenstände

Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem Foto: imago images/Cavan Images

Die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem erhebt Anspruch auf die vergangene Woche durch einen libanesischen Geschäftsmann ersteigerten Hinterlassenschaften Adolf Hitlers.

»Die Mörder waren Teil der Geschichte des Holocaust, und um einen verzerrten Gebrauch ihrer Gegenstände wie Handel oder Personenkult zu verhindern, sollten sie bei Yad Vashem aufbewahrt werden«, heißt es in einer Stellungnahme der Gedenkstätte gegenüber der Tageszeitung Haaretz (Dienstag). Der Käufer hatte zuvor die Übergabe der Gegenstände an Israel in Aussicht gestellt.

gedenken Yad Vashem sei für »das Gedenken an die Ereignisse und das Sammeln von Gegenständen dieser Zeit verantwortlich«, hieß es. Während die Gegenstände von Holocaust-Opfern einen »wichtigen moralischen Wert« hätten, bestehe das Ziel der Sammlung von Nazi-Gegenständen darin, »das gesamte Phänomen zu zeigen und die, die hinter den Morden standen«.

Das Sammeln und Zeigen von NS-Gegenständen diene als »ein Beispiel dafür, wie eine menschliche Gesellschaft eine Ideologie schuf, die zum systematischen Mord an einem anderen Volk führte«, so Yad Vashem gegenüber der Zeitung.

keren hayesod Der Geschäftsmann Abdallah Chatila hatte Medien zufolge angekündigt, zehn auf einer umstrittenen Versteigerung erworbene Hinterlassenschaften Hitlers im Gesamtwert von 600.000 Euro an die Stiftung Keren Hayesod zu übergeben. Unter den ersteigerten Dingen befinden sich Hitlers Faltzylinder, seine Schreibmaschine sowie eine Ausgabe von Mein Kampf.

Die Stiftung kündigte laut Berichten an, die Auktionsstücke »mit großer Sorgfalt« zu behandeln sowie mit allen relevanten Einrichtungen zu entscheiden, was mit ihnen zu tun sei.  kna

Jerusalem

Netanjahu weiterhin skeptisch gegenüber Iran-Deal

Ein Abkommen müsse weit über das Atomprogramm hinausgehen und auch Irans regionale Stellvertreterorganisationen einbeziehen, sagt der Ministerpräsident

 13.02.2026

Tel Aviv

Barak bedauert Kontakte zu Epstein und räumt problematische Formulierungen ein

Er habe im Rückblick »gründlicher urteilen« müssen und bedaure bereits das erste Treffen mit dem Investor im Jahr 2003, sagt der frühere Ministerpräsident

 13.02.2026

Öffentlicher Nahverkehr

Jetzt auch am Schabbat: Busverbindung von Tel Aviv zum Flughafen Ben Gurion

Die Linie 711, die bisher zwischen Tel Aviv und der Stadt Shoham unterwegs ist, wird künftig über den Flughafen geführt

 13.02.2026

Israel

Gesetz: Der 7. Oktober soll nicht »Massaker« heißen

Das Büro von Premierminister Netanjahu ließ das Wort für den Titel des Gedenktages streichen. Überlebende und Angehörige außer sich vor Wut

von Sabine Brandes  12.02.2026

Nahost

Israels digitale Front gegen Teheran

Hunderte Cyberattacken wurden in zwölf Monaten abgewehrt. Behörden sprechen von einer »ausgedehnten iranischen Kampagne«

von Sabine Brandes  12.02.2026

Westjordanland

Bericht: Autonomiebehörde zahlt weiterhin »Märtyrer-Renten«

Eigentlich hatte Mahmoud Abbas das Ende der international verurteilten »Pay for Slay«-Praxis verkündet. Laut einem Bericht von Palestinian Media Watch hat er gelogen

 12.02.2026

Gaza

Sicherheitsstillstand

Die Terrororganisation Hamas macht auch in der zweiten Phase des Waffenruhe-Abkommens klar, dass sie einer Entmilitarisierung nicht zustimmen wird

von Sabine Brandes  12.02.2026

Nachrichten

Botschafter, Kontrolle, Künstliche Intelligenz

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  12.02.2026

Meinung

Wiesbaden: Wie man dem Antisemitismus und dem Islamismus eine Bühne bietet

Im Haus der Vereine durfte die Jugendgruppe »Salehin« auftreten. Offiziell ging es um eine »kulturelle religiöse Jugendveranstaltung«. Doch tatsächlich wurde dort Propaganda für das Mullah-Regime gemacht

von Daniel Neumann  12.02.2026