Jerusalem

Yad Vashem fordert ersteigerte Hitler-Gegenstände

Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem Foto: imago images/Cavan Images

Die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem erhebt Anspruch auf die vergangene Woche durch einen libanesischen Geschäftsmann ersteigerten Hinterlassenschaften Adolf Hitlers.

»Die Mörder waren Teil der Geschichte des Holocaust, und um einen verzerrten Gebrauch ihrer Gegenstände wie Handel oder Personenkult zu verhindern, sollten sie bei Yad Vashem aufbewahrt werden«, heißt es in einer Stellungnahme der Gedenkstätte gegenüber der Tageszeitung Haaretz (Dienstag). Der Käufer hatte zuvor die Übergabe der Gegenstände an Israel in Aussicht gestellt.

gedenken Yad Vashem sei für »das Gedenken an die Ereignisse und das Sammeln von Gegenständen dieser Zeit verantwortlich«, hieß es. Während die Gegenstände von Holocaust-Opfern einen »wichtigen moralischen Wert« hätten, bestehe das Ziel der Sammlung von Nazi-Gegenständen darin, »das gesamte Phänomen zu zeigen und die, die hinter den Morden standen«.

Das Sammeln und Zeigen von NS-Gegenständen diene als »ein Beispiel dafür, wie eine menschliche Gesellschaft eine Ideologie schuf, die zum systematischen Mord an einem anderen Volk führte«, so Yad Vashem gegenüber der Zeitung.

keren hayesod Der Geschäftsmann Abdallah Chatila hatte Medien zufolge angekündigt, zehn auf einer umstrittenen Versteigerung erworbene Hinterlassenschaften Hitlers im Gesamtwert von 600.000 Euro an die Stiftung Keren Hayesod zu übergeben. Unter den ersteigerten Dingen befinden sich Hitlers Faltzylinder, seine Schreibmaschine sowie eine Ausgabe von Mein Kampf.

Die Stiftung kündigte laut Berichten an, die Auktionsstücke »mit großer Sorgfalt« zu behandeln sowie mit allen relevanten Einrichtungen zu entscheiden, was mit ihnen zu tun sei.  kna

Dublin

Irland beschließt Einfuhrstopp für Waren aus israelischen Siedlungen

Nach acht Jahren Debatte hat das irische Unterhaus ein Importverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen im Westjordanland gebilligt

 09.07.2026

Umfrage

Erstmals vorn: Eisenkot überholt Netanjahu

Würde jetzt gewählt, käme Eisenkots Partei Jaschar demnach auf 23 Mandate. Wo liegen der Likud und die anderen Parteien?

 09.07.2026

Jerusalem

Israel bereitet sich auf mögliche neue Eskalation mit Iran vor

Die Armee erhöht ihre Alarmbereitschaft

 09.07.2026

Sport

Teamgeist und Trikottausch

Nach der kriegsbedingten Verschiebung wird die 22. Makkabiade in Jerusalem zum Fest jüdischen Zusammenhalts. Mehr als 8000 Sportler aus aller Welt gehen in Israel an den Start

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nachrichten

Pillen, Wahlen, Gaza

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nahost

Reaktion auf Beschuss von Schiffen: USA greifen Ziele im Iran an und verschärfen Sanktionen

Die Luftschläge richten sich auch gegen die iranischen Revolutionsgarden

 08.07.2026 Aktualisiert

Sicherheit

Der NATO-Gipfel darf nicht zum Kniefall vor dem national-islamistischen Autokraten Erdoğan werden

Ein Kommentar von Ali Ertan Toprak

von Ali Ertan Toprak  08.07.2026

Interview

»Ich würde gerne mit Benjamin Netanjahu sprechen«

Der umstrittene Podcaster Ben Berndt schreibt Mediengeschichte. Sein YouTube-Format »Ungeskriptet« erreicht Millionen. Ein Gespräch

von Sven Gösmann, Stella Venohr  07.07.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Deutschland verfünffacht Beitrag für Yad Vashem

Die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel erinnert an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden. Die Bundesrepublik will sich künftig verstärkt an der Finanzierung beteiligen

 07.07.2026